Hochschule Würzburg-Schweinfurt

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09.07.12 | Pressemeldung

Masterstudierende konzipieren den ersten emissionsneutralen Masterstudiengang an der FHWS

Oberstes Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Thematik der Nachhaltigkeit an Hochschulen zu schaffen

Robert im E-Auto

Der Hochschul-Präsident Professor Dr. Robert Grebner testet ein vollelektrisches Leichtfahrzeug. (Foto FHWS / Klein)

Es ist geschafft! Der Masterstudiengang „Innovation im Mittelstand“ kurz I2M ist der erste emissionsneutrale Studiengang in Deutschland. Vier Studierende dieses Masterstudiengangs an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt haben sich im Rahmen eines Praxisprojektes dieses ehrgeizige Ziel gesetzt und erfolgreich realisiert. Zu Beginn stand die Ermittlung der konkreten Emissionen bezogen auf die tatsächlichen Aktivitäten von Studierenden, Professoren und den genutzten Infrastrukturen. Keine leichte Aufgabe, denn bislang sind Projekte dieser Art im Hochschulbereich nur sehr vereinzelt zu finden. Die Studierenden entwickelten daher ein eigenes Instrumentarium zur Erhebung und Berechnung der Kenngrößen und ermittelten schlussendlich einen CO2-Ausstoß von 36,19 Tonnen über einen Zeitraum von zwei Semestern.

Dies sei deutlich zu hoch, so die jungen Akademiker. Mit dem Ziel, einen emissionsneutralen Studiengang zu schaffen, wolle man einen Startpunkt setzen, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit an Hochschulen zu verstärken und in einem weiteren Schritt konkrete Maßnahmen zur Reduzierung anzustoßen. Ausdrücklich wies die Projektgruppe auf die mögliche Nutzung ihrer Instrumente und Erfahrungen für andere Studiengänge und Fakultäten hin.

Im Rahmen der Projektabschlussveranstaltung wies der Präsident der FHWS, Professor Dr. Robert Grebner, in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Hochschule dieses Projekt unterstütze und bereits heute Energieeffizienz und Ressourcenschonung vorantreibe. So konnten z.B. durch die kontinuierliche Umrüstung der Rechnerpools auf so genannte Thin Clients mehrere zehntausend Euro Energiekosten eingespart werden. Es bleibt aber immer noch viel zu tun, und deshalb begrüße er diese Initiative und hoffe auf weitere Aktivitäten in dieser Richtung. Ein Dank ging insbesondere an die Sponsoren aus der Region Mainfranken, die die Kompensation durch „myclimate“ erst ermöglichten.