Hochschulfrauenbeauftragte

Die Frauenbeauftragte der FHWS ist für die gesamte Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt zuständig. Sie wird bei ihren Tätigkeiten durch eine Stellvertreterin und eine Referentin unterstützt. Jede Fakultät der FHWS hat zusätzlich eine eigene Frauenbeauftragte.

Frauenbeauftragte der FHWS
Prof. Dr. Christina Völkl-Wolf
Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik
Raum I.3.42
Sanderheinrichsleitenweg
97074 Würzburg
Telefon +49 931 3511-6095
E-Mail frauenbeauftragte[at]fhws.de

 

 

Prof. Dr. Gordana Michos, Stellv. Frauenbeauftragte
Prof. Dr. Gordana Michos, Stellv. Frauenbeauftragte

Stellvertretende Frauenbeauftragte der FHWS
Prof. Dr. Gordana Michos
Fakultät Maschinenbau
Raum 4.E.62
Ignaz-Schön-Straße 11
97421 Schweinfurt
Telefon +49 9721 940-8789
E-Mail gordana.michos[at]fhws.de

Sonja Ehrenfels, Referentin der Frauenbeauftragten
Sonja Ehrenfels, Referentin der Frauenbeauftragten

Referentin der Frauenbeauftragten Würzburg
Sonja Ehrenfels
Raum: M.4.12
Münzstraße 12
97070 Würzburg
Telefon +49 931 3511-8549
E-Mail sonja.ehrenfels[at]fhws.de

Irmgard Krammer, Projektverantwortliche Schwerpunkt Mentoring in Schweinfurt
Irmgard Krammer, Projektverantwortliche Schwerpunkt Mentoring in Schweinfurt

Projektverantwortliche Schwerpunkt Mentoring in Schweinfurt
Irmgard Krammer
Ignaz-Schön-Straße 11
97421 Schweinfurt
Telefon +49 9721 940-8729
E-Mail irmgard.krammer[at]fhws.de

Besucheranschrift:
Landwehrstraße 46
97421 Schweinfurt

Interview mit der Frauenbeauftragten der FHWS Prof. Dr. Gudrun Täuber und ihrer Referentin Sonja Ehrenfels im Sommersemester 2016

Seit wann sind Sie Frauenbeauftragte und wie kamen Sie zu Ihrem Amt?

Frau Täuber: Frauenbeauftragte der Fakultät Wirtschaftswissenschaften war ich von Beginn meiner beruflichen Tätigkeit an der Hochschule. Da ich damals als erste Frau in die Fakultät berufen wurde war es natürlich naheliegend. Das war seit dem Sommersemester 1990. Für die gesamte FHWS bin ich jetzt in der 2. Wahlperiode verantwortlich. Wie es sich daraus schließen lässt, wird man vom Fakultätsrat bzw. dem Senat für eine 3-jährige Amtszeit gewählt. Hier kommen mir meine Erfahrungen aus der Fakultät, die u. a. eine Vielzahl von Berufungen mit sich brachte, sehr zugute.

Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit am meisten?

Frau Ehrenfels: Die Arbeit an einer Hochschule ist sehr interessant, da dort viele junge, motivierte und zielstrebige Menschen zusammenkommen. Die Hochschule für junge Mädchen und Frauen insbesondere in technischen Bereichen attraktiv zu machen, stellt eine besondere Herausforderung dar. Dabei sind die Aufgabengebiete sehr vielfältig und ich kann auch kreativ tätig werden - ich kann meine eigenen Ideen und Erfahrungen einfließen lassen und damit persönlich mein Aufgabenfeld mitgestalten.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus?

Frau Täuber: Da in Bayern die Frauenbeauftragten der Hochschulen sich nicht Vollzeit dem Thema widmen können, besteht der Arbeitsalltag zunächst aus den normalen Aufgaben als Professorin. Im Rahmen der FB ist man in den Gremien erweiterte Hochschulleitung, Senat und Hochschulrat sowie im Beirat des Studentenwerks beratend oder mitentscheidend vertreten. Somit bin ich auch mit der strategischen und operativen Entwicklung der Hochschule befasst. Weitere wichtige Aktivitäten sind gemeinsam mit der Referentin und den Frauenbeauftragten der Fakultäten die diversen Veranstaltungen (Schnuppertage, Mentoring, Lehrauftragsprogramme… ) zu planen und zu organisieren, gemeinsamen Informations- und Meinungsaustausch zu pflegen und natürlich Beratungsgespräche zu führen.

Wie viele Studentinnen wenden sich jedes Semester mit Problemen an Sie?

Frau Ehrenfels: Es ist sehr unterschiedlich, wie viele und wann ich Anfragen von weiblichen Studierenden bekomme. Nicht selten wenden sich die Frauen mit sehr persönlichen Dingen an mich. Deshalb behandle ich die Anfragen immer sehr vertraulich und halte die Daten anonym.

Was hat sich durch das Amt der Frauenbeauftragten verändert?

Frau Täuber: Frauenbeauftragte gibt es bereits seit WS 1988/89, als durch Gesetze die Funktion eingeführt wurde. Der Vorteil ist, dass durch eine gewisse Unabhängigkeit und schon alleine durch die Einbindung in die Gremien das Bewusstsein für Chancengleichheit und heute auch verstärkt Diversity sich geändert hat. Meist sind es die kleinen Schritte, die die Kultur im Umgang miteinander verändern.

Was halten Sie von einer Frauenquote an den Hochschulen?

Frau Täuber: Dass an der FHWS zumindest die Besetzung der Hochschulleitung „frauenlastig“ war und diese noch heute mit 50% gut vertreten sind, zeigt, dass man bei uns sehr offen ist und in diesem Fall die Frauenquote übererfüllt. Bei dem Lehrpersonal stehen wir leider nicht so gut da. Hier versuchen wir durch den Ausbau des Lehrauftragsprogramms mehr qualifizierte Frauen für den Beruf der Professorin zu begeistern und sie zu ermutigen sich zu bewerben. In regelmäßig stattfindenden Seminaren, einer Art Bewerbertraining, versuchen wir sie darauf vorzubereiten. Mehr qualifizierte Bewerberinnen ist sicher der bessere Weg, als eine festgelegte Quote.

Hat sich die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in den letzten Jahren verbessert?

Frau Täuber: Wenn ich so an die Anfänge im Unternehmen oder hier an der FHWS zurückblicke, dann muss ich es mit einem eindeutigen JA beantworten; es hat sich erheblich verbessert. So werden die Studentinnen heute mit dem gleichen Respekt behandelt, wie ihre männlichen Kollegen. Das war bei manchen älteren, heute bereits emeritierten Professoren nicht immer so. Die Chancengleichheit, zumindest von der beruflichen Seite hat sich beispielsweise bei Berufungsverfahren sehr verbessert. So ist es eben normal, dass sich Frauen bewerben. Sie werden anhand der gleichen Kriterien beurteilt. Schade nur, dass sich nicht mehr bewerben; bisher ist nur knapp jede 4. Bewerbung von einer Frau.

Was für eine Entwicklung wünschen Sie sich für die Zukunft?

Frau Ehrenfels: Es wäre wünschenswert, wenn sich noch mehr Frauen insbesondere im Bereich MINT engagieren - sei es mit einem Studium oder Beruf, einer Führungsrolle oder einer Professur. Immer noch bewerben sich zu wenige Mädchen auf eine technische Berufsausbildung und zu wenige Frauen auf eine Professur in MINT-Fächern. Insgesamt wäre wünschenswert, dass sich noch mehr Mädchen und Frauen ihrer Fähigkeiten bewusst werden und sich trauen in einem Bereich tätig zu werden, der vielleicht noch nicht so ganz typisch für uns Frauen ist.