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Welche Förderung gibt es?

Stipendien stellen ein wichtiges Instrument für das gesellschaftliche Miteinander dar. Es gibt sie seit rund 100 Jahren, wobei das Stipendium nicht nur dem Geförderten, sondern auch der Gesellschaft von Nutzen sein soll. Ein Stipendium besteht immer aus einer materiellen und einer sogenannten ideellen Förderung.
Die materielle Förderung ist die finanzielle Unterstützung durch den Stipendiengeber, welche dem Geförderten monatlich oder auch einmalig (z. B. in Form von Projektgeldern) zukommt. Die ideelle Förderung umfasst alle nicht materiellen Leistungen, die die Stipendiaten im Rahmen einer Förderung genießen.

Warum ein Stipendium?

Finanzielle Unterstützung

Der häufigste Grund um eine Bewerbung für ein Stipendium ist wohl die finanzielle Unterstützung, die mit einem Stipendium verbunden ist. Diese ist von besonderem Wert, da den Studierenden dadurch die Möglichkeit geboten wird, während ihres Studiums selbstständiger zu agieren, sich zu engagieren und sie entlastet werden.
Die Stipendien der 13 Begabtenförderungswerke sind in der Höhe vergleichbar mit dem BAföG-Betrag und sind abhängig vom Einkommen der Eltern und dem Vermögen des Stipendiaten. Die materielle Förderung muss – anders als das BAföG – nicht zurückgezahlt werden.
Zusätzlich erhalten die Stipendiaten eines Begabtenförderungswerks eine einkommensunabhängige monatliche Studienkostenpauschale in Höhe von 300 Euro. Somit sind die Stipendien auch für Studierende mit geringem bzw. ohne BAföG-Anspruch geeignet. In diesem Fall erhalten Sie circa 300 Euro monatlich. Der Betrag für Promovierende ist höher (ca. 1200 Euro).
Auch das Deutschlandstipendium umfasst 300 Euro im Monat, wird jedoch einkommensunabhängig – zu gleichen Teilen von privaten Förderern und dem Bund – vergeben. Das Aufstiegsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) für Berufserfahrene umfasst circa 800 Euro im Monat. Eine einmalige Unterstützung beim Kauf von Büchern erhalten Sie durch das Oscar-Karl-Forster Stipendium in Höhe von maximal 400 € (vgl. BMBF 2018a, Lange 2016, myStipendium 2018a).

Kontakte/Networking

Ein weiterer Grund für ein Stipendium ist die Chance, Kontakte zu anderen Studierenden sowie Mitgliedern des jeweiligen Förderers zu knüpfen.
Hier bietet sich die Möglichkeit, schon während des Studiums Einblicke in zukünftige Berufsfelder zu erhalten oder fachübergreifend über Themen, die im Studienalltag oftmals zu kurz kommen, zu diskutieren.

Ideelle Förderung

Zur ideellen Förderung gehören u. a. die kostenlose Teilnahme an Seminaren, Bildungsreisen, Praktikumsvermittlung sowie der Zugang zu stiftungseigenen Ressourcen.
Bei manchen Förderern ist die Teilnahme an einigen Veranstaltungen des ideellen Förderprogramms verpflichtend.
Die Stipendiaten bekommen hier die Möglichkeit, ihr Profil zu schärfen und sich mit fächerübergreifenden Themen zubeschäftigen.
Durch den gemeinsamen Dialog sollen Stipendiaten diejenigen Stärken ausbauen, die sowohl für sie selbst als auch für die Stiftung wertvoll sind (vgl. Borreck/Bruckmann 2011).

Welche Anforderungen werden an mich gestellt?

Identifikation mit dem Förderwerk

Bei den meisten parteinahen und konfessionellen Stiftungen ist es keine Pflicht, Parteimitglied zu sein oder der Konfession anzugehören.
Allerdings setzen die Stipendiengeber eine Identifikation mit der Stiftung voraus.
Die Bewerber sollten sich mit den Werten und Einstellungen der ausgewählten Stiftung identifizieren können (vgl. Borreck/Bruckmann 2011, Lange 2016, myStipendium 2018a).

Noten & Engagement

Die meisten Studienförderer suchen Persönlichkeiten, die akademisch gute Leistungen vorzuweisen haben und sich zudem gesellschaftlich engagieren (vgl. Borreck/Bruckmann 2011, S. 23).
Auch bei durchschnittlichen Noten lohnt sich die Bewerbung engagierter Studierender und Studieninteressierter, da die Noten nicht immer das wichtigste Vergabekriterium für den Erhalt eines Stipendiums darstellen.
Vielmehr unterscheidet sich die Gewichtung der Noten und des Engagements von Fördererzu Förderer (vgl. Borreck/Bruckmann 2011, myStipendium 2018a/b).