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Die KI-Welt


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Staatsminister Bernd Sibler beim Besuch des begehbaren Gehirns der FHWS


Künstliche Intelligenz (KI) prägt inzwischen unseren gesamten Alltag, z. B. bei der Sprachsteuerung von Navigationssystemen oder der Gesichtserkennung zum Entsperren von Smartphones. Und auch die Produktvorschläge in Online-Shops sind alles andere als zufällig, sondern bauen auf Künstlichen Intelligenzen auf. Die Anwendungsmöglichkeiten der KI sind nahezu unbegrenzt.

Zu unterscheiden ist die schwache KI, die die bekannten und hier genannten Anwendungen einschließt sowie die starke oder künstliche allgemeine Intelligenz (Artificial General Intelligence – AGI), welche sich mit den universellen Fähigkeiten des Gehirns beschäftigt.

Ein wichtiger Vorteil der starken KI ist, dass Beteiligte (Menschen und auch Roboter) bei der Zusammenarbeit ein gemeinsames Verständnis bis hin zu Vertrauen aufbauen können und so beispielsweise eine starke Mensch-Maschine-Kollaboration erlernt und ermöglicht wird.

Starke KI kann durch maschinelle Konzeptualisierung (Entwerfen und Verifizieren von Konzepten durch Maschinen) realisiert werden und so die wesentlichen Bereiche der Intelligenz: Wahrnehmen, Denken und Handeln. Diese Intelligenzbereiche, dargestellt im "begehbaren Gehirn", sind die Forschungsdomänen von CAIRO und spiegeln sich im Aufbau des Centers wider.

 

 

Die wesentlichen Bereichen der Intelligenz, dargestellt in Verbindung mit einem Gehirn und umgebenden Zusammenhängen
Die wesentlichen Bereichen der Intelligenz, dargestellt in Verbindung mit einem Gehirn und umgebenden Zusammenhängen

KI-Netzwerk


Competence Network of Artificial Intelligence
Competence Network of Artificial Intelligence


Der Ministerrat des Freistaates Bayern hat in seiner Kabinettsitzung am 26.06.2018 im Rahmen der Initiative „Digitale Leuchtturmprojekte“ das Kompetenznetzwerk „Künstliche Maschinelle Intelligenz“ etabliert, in dem die FHWS neben sechs anderen wissenschaftlichen Einrichtungen mit dem Competence Center Artificial Intelligence and Robotics (CAIRO) in Würzburg beteiligt ist.

Mit der Regierungserklärung vom 10.10.2019 bzw. der Hightech Agenda Bayerns wurde die aktuelle Struktur des KI-Netzwerks Bayerns mit Zentrum, Knoten- und Endpunkten festgelegt, zusammen mit der Möglichkeit der weiteren Vernetzung aller bayerischen Hochschulen im Rahmen eines Wettbewerbs, an dem sich die FHWS als Knotenhochschule mit eigenen Anträgen beteiligt und 14 Anträge anderer Hochschulen als Konsortial- und Komplementärpartner unterstützt hat.

CAIRO wird sich als KI-Zentrum neben den aktuellen Entwicklungen und Techniken der künstlichen Intelligenz insbesondere mit der starken künstlichen Intelligenz profilieren und das Potential dieser Ansätze schnell in die Anwendung bringen und so Bayern insgesamt einen Wettbewerbsvorteil sichern. Die Herausforderungen und Ansprüche im Bereich der starken KI sind hoch, Lösungen müssen aber extern oder intern gefunden und auf Praxistauglichkeit getestet und in den Einsatz gebracht werden. Das sieht CAIRO als seine zentrale Aufgabe.

Wirkkreislauf in den Knotenpunkten der FHWS und der JMU

Darstellung des Wirkkreislaufs mit den Knotenpunkten der FHWS und der JMU
Knotenpunkte der FHWS und der JMU: Geschlossener Wirkkreis im Netzwerk


Die FHWS ist in Nordwestbayern über den FAST-Verbund mit den Hochschulen in Ansbach und Aschaffenburg sowie der Julius-Maximilians-Universität (JMU) in Würzburg strategisch verbunden. Das an der JMU im KI-Netzwerk Bayern vorgesehene Center for Artificial Intelligence in Data Science (CAIDAS) ergänzt und verschränkt sich mit CAIRO ideal. Mit den dort angegebenen Forschungsschwerpunkten Data Science, Machine Learning, Image & Text Analysis, AI Systems, KI und Gesellschaft, Transfer in die Wirtschaft schafft die JMU ideale Grundlagen, die in CAIRO mit ihrem Ansatz für angewandte Forschung und Wissenstransfer und der Ausrichtung auf die starke oder kognitive KI insbesondere für die Robotik sich sehr gut ergänzt. Damit entsteht im Raum Unterfranken eine hoch verdichtete Kompetenz zur KI in den Bereichen Data Science und Robotik und ein für Bayern idealer Kompetenzraum, welcher die in anderen Teilen Bayern ansässigen Aktivitäten ergänzt und vervollständigt

Future Code Bayern: Bayerns Stärke sind seine Menschen


Mit der Strategie „Future Code für Bayern“ schaffen die Hochschulen für angewandte Wissenschaften ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte Bayerns.
In neun Themen gestalten ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die digitale Transformation, den demographischen Wandel und die Folgen des Klimawandels. Sie bringen Wissen zur Wirkung, damit Bayerns Zukunft gelingen kann – ökonomisch erfolgreich, sozial verantwortlich, ökologisch generationengerecht. Die FHWS ist Teil der Initiative "Future Code für Bayern" in den Themenbereichen KI und Robotik.

Future Code Bayern