MainKlimaPLUS

Involvierende Bildungskomponenten zur Ableitung von Anpassungskonzepten für (produzierende) Unternehmen

Short Facts

  • Förderkennzeichen: 67DAS216

  • Laufzeit: 01.04.2021 – 31.03.2023

  • Förderträger: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  • Assoziierte Projektpartner: Industriegewerkschaft Metall Schweinfurt (IGM), Industrie- und Handelskammer Mainfranken (IHK) und Handwerkskammer für Unterfranken (HWK)
  • Fördersumme: 193.512,25 EUR

Kurzzusammenfassung

Projektverlauf, Bildungskomponenten

Deutsche (produzierende) Unternehmen stehen aufgrund expandierter Wertschöpfungsketten in einem starken Abhängigkeitsverhältnis zu ihren global verteilten Zulieferern. Dadurch ist der Produktionsfluss anfällig für externe Störungen, die beispielsweise durch den Klimawandel ausgelöst werden. Die Entwicklung von strategischen Maßnahmen zur Klimaanpassung ist unerlässlich, um die organisationsspezifischen Risiken des Klimawandels zu minimieren. In dem Projekt wird anhand der Ausarbeitung von involvierenden Bildungskomponenten intendiert, die beteiligten Akteure zur Ableitung von individuellen Strategien und Maßnahmen zur Klimaanpassung zu befähigen und motivieren.

Projektziele und -inhalt

Mit dem Projekt MainKlimaPlus werden die aktuellen Herausforderungen des Klimawandels adressiert und drei Bildungskomponenten entwickelt, um (produzierende) Unternehmen in ihrer Verantwortungsfunktion zu sensibilisieren und sie dabei zu begleiten, individuelle Anpassungsmaßnahmen abzuleiten.

Dafür basisgebend ist eine Regionalstudie, die anhand verschiedener Dimensionen (z.B. Branche, Umfang, antizipativ/reaktiv) abbildet, inwiefern Unternehmen bereits Anpassungsmaßnahmen einleiten oder umsetzen. Für eine thematische Einführung und Sensibilisierung erfolgt anschließend die Konzeption eines Videoteasers. Anhand der Hauptkomponente, einem Planspiel, sollen Unternehmen verschiedene, klimatische Einflüsse simulieren und Strategien auf ihre Wirksamkeit hin erproben (gemessen an KPIs). Der Ansatz des Game-based Learnings verspricht im Kontext von Klimawandel, thematischer Sensibilisierung und Veränderung von Denkmustern, höhere Erfolgschancen, die Inhalte und Relevanz nachhaltig und praxisnah zu vermitteln.

Die assoziierten Partnern IG Metall Schweinfurt (IGM), Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt (IHK) und Handwerkskammer für Unterfranken (HWK) unterstützen sowohl die Nähe zur Zielgruppe, als auch die weitreichende Verbreitung der entwickelten Bildungskomponenten.

Über das Förderprogramm

Mit dem DAS Förderprogramm (Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels) fördert das Bundesumweltministerium seit 2011 innovative Projekte um z.B. regional bei organisationalen Akteuren bezüglich der Auswirkungen und Anforderungen des Klimawandels einen Bewusstseinswandel und Umdenken zu bewirken. Mit dem Förderschwerpunkt 2 (Entwicklung von Bildungsmodulen zu Klimawandel und Klimaanpassung), sollen Fördernehmende effektive Kommunikations- und Bildungskonzepte mit „Multiplikatorenwirkung“ (BMU 2021) entwickeln, die Zielgruppen befähigen, Klimaanpassungsmaßnahmen abzuleiten und diesen Bedarf fortwährend in ihre Strategien zu integrieren.

Mehr Informationen unter:

Link zum BMU

Link zum Projektträger Z-U-G


Teaservideo


Link zur Regionalstudie

Titelblatt der Regionalstudie
Titelblatt der Regionalstudie

Mainfränkische Unternehmen und Handwerksbetriebe stehen aufgrund expandierender Wertschöpfungsketten in einem starken Abhängigkeitsverhältnis zu ihren global verteilten Zulieferern. Dadurch ist die Wertschöpfungskette anfällig für externe Störungen, die unter anderem durch den Klimawandel ausgelöst werden. Zugleich sind die Erwärmungsraten in der bayerischen Region derzeit deutlich höher als im bundesweiten Durchschnitt. Die Entwicklung von strategischen Maßnahmen zur Klimaanpassung ist demnach unerlässlich, um die unternehmensspezifischen Risiken des Klimawandels zu antizipieren und zu minimieren. Die Klimaanpassung ist in vielen kommunalen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen eine der größten Herausforderungen der Gegenwart. Die vorliegende Regionalstudie beabsichtigt daher eine Abgrenzung der Verhältnisse und Wechselwirkungen des globalen Klimawandels, der Auswirkungen in der bayerischen Region Mainfranken sowie der aufkommenden Veränderungsbedarfe für gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Akteure. Ein umfassender grundlagentheoretischer Überblick dient zunächst der Einordnung wichtiger Ansatzpunkte aus politischer Perspektive und stellt Angebote für Wirtschaftsakteure dar. Ferner werden die wirtschaftlichen Ausprägungen nach Handwerksbetrieben und Unternehmen differenziert, sowie deren Rolle für Wachstum und Innovation in der Region, als auch in Bezug auf den Klimawandel und die erforderliche Anpassung aufgezeigt. Die Ergebnisse einer quantitativen Erhebung veranschaulichen, dass neben der Wirtschaftlichkeit und physischen Ressourcen, menschliche Faktoren zur Erhöhung der organisationalen Klimaresilienz beitragen. Um als wirtschaftliche Organisationen einen adäquaten Umgang mit dem Klimawandel zu finden, sind bspw. zunächst Führungskräfte aufgefordert einen systemischen Ansatz mit umfangreichen Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimaanpassung zu entwickeln, auf ihre Wirksamkeit zu erproben und ganzheitlich zu integrieren. Mit der vorliegenden Regionalstudie wird deutlich, dass neben dem Klimaschutz, der Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen, die Klimaanpassung ein unverzichtbarer Aspekt ist, um die wirtschaftliche Effizienz zu erhalten und sogar zu erhöhen, indem die veränderten Anforderungen als Entwicklungschancen wahrgenommen werden.

 

Hier geht es zur vollständigen Studie


Interviews mit Experten zum Thema


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Audioaufzeichnung Handwerkskammer für Unterfranken


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Audioaufzeichnung Schreinerei Remshard

Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Audiointerview mit der JMU


Elobau GmbH & Co KG

Audioaufzeichnung mit Elobau GmbH


Projektkontakt

Sophie Fischer, M.A.