Studierende der FHWS auf einer Wiese, c Jonas Kron

Strategische Hochschulentwicklung

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) arbeitet aktiv an einer zukunftsfähigen Hochschulstrategie. Die Ausrichtung der strategischen Ziele orientiert sich dabei an Herausforderungen, die unsere Gesellschaft der Zukunft maßgeblich verändern und beeinflussen werden. Dazu zählen der globale Klimawandel, die zunehmende Digitalisierung in Industrie und Gesellschaft sowie die Zunahme von internationaler Migration.

Vor diesem Hintergrund möchte die FHWS einen aktiven Beitrag leisten und definiert für sich die folgenden Strategieziele:


Internationalisierung

Die FHWS strebt den weiteren Ausbau der Internationalisierung der Hochschule an. Ziel ist es, die interkulturellen Kompetenzen aller Hochschulangehörigen zu steigern und sie durch zielgruppenspezifische Maßnahmen zur internationalen Mobilität zu bewegen. Dadurch sollen der internationale Austausch gestärkt und das globale Netzwerk der Hochschule weiter ausgebaut werden. Die Hochschule beabsichtigt als gewinnbringende Kooperationspartnerin in den Bereichen Studium, Lehre und Forschung im europäischen und weltweiten Ausland stärker sichtbar zu werden. Seit 2014 bietet die FHWS als erste deutsche Hochschule das deutschlandweit einzigartige Konzept der TWIN-Studiengänge an. Darauf aufbauend soll nun ein Netzwerk mit internationalen Partnerhochschulen geschaffen werden. Das langfristige Ziel ist die Etablierung von World TWIN-Studiengängen, die sich nach dem Konzept der zweisprachigen Lehre (Englisch und Landessprache) richten und sich curricular mit Studiengängen der FHWS decken. Zum einen soll so die Vernetzung zwischen nationalen und internationalen Studierenden gefördert werden und zum anderen die Studierenden für den internationalen Raum qualifiziert werden. Mit dem Konzept Internationalisierung@Home leistet die FHWS einen bedeutsamen Beitrag für die Region Mainfranken. Dem drohenden Fachkräftemangel soll durch die Aus- und Weiterbildung internationaler Studierender entgegengewirkt werden.

Mit Bezug auf die Digitalisierungsstrategie der Hochschule sollen die transnationale Lehre weiter gefördert und Arbeitsprozesse im Rahmen der Internationalisierungsstrategie sukzessiv angepasst werden.

Die Internationalisierungsstrategie an der FHWS wird durch verschiedene, hochschulweite Projekte und Kooperationen insbesondere durch FHWS International begleitet und vorangetrieben. Eine Übersicht über die einzelnen Projekte erhalten Sie hier.


Digitalisierung

Unsere Gesellschaft bewegt sich immer weiter in Richtung einer digitalisierten Zukunft. Insbesondere Industrie und Wirtschaft stehen durch die steigende Produktivität und wachsendem Wettbewerbsdruck vor großen Herausforderungen. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt unterstützt durch ihre beachtliche Kompetenz im Bereich der angewandten Forschung der Robotik und der Künstlichen Intelligenz bei der Schaffung einer Schnittstelle zwischen Technik, Industrie und Gesellschaft. Das Institut Digital Engineering (IDEE) wirkt hierbei mit zahlreichen Forschungsprojekten federführend.

Im Zuge der Digitalisierungsstrategie im Bereich Studium und Lehre wurde bereits 2018 das Zentrum für Digitale Lehre an der FHWS eingerichtet. Ziel ist die Symbiose aus digitalen Lehr-, Lern- und Prüfungskomponenten, die alle Hochschulangehörigen optimal auf die disruptiven Veränderungen und Herausforderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und der Bildung vorbereiten soll.

Auch im Rahmen der Hochschulorganisation setzt die Digitalisierungsstrategie der Hochschule an. Mit Blick auf die Zukunft rückt die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen in der Verwaltung zunehmend in den Fokus. Als langfristiges Ziel sollen papiergestützte Verfahren durch digitale Lösungen gänzlich ersetzt werden.


Zero Carbon

Das Klima befindet sich im Wandel. Das natürliche Schutzschild der Erde muss kurz- und langfristig durch gezielte Maßnahmen vor der starken Belastung durch CO2- Treibhausgase geschützt werden. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt leistet einen wirksamen Beitrag in Lehre und Forschung, um die Reduktion von klimaschädliche Emissionsprozesse zu unterstützen. Insbesondere durch das geplante Institut "Zero Carbon" soll die Forschung im Bereich nachhaltiger Energiesysteme sowie der angewandten Energie- und Nachhaltigkeitsforschung vorangetrieben werden. Um spezifische Fachkräfte für Industrie und Wirtschaft auszubilden, erweitert die FHWS ihr Studiengangportfolio. Als Flaggschiff gilt der deutschlandweit einzigartige Bachelorstudiengang Wasserstofftechnik, der seit 2021 an der Hochschule angeboten wird.


Regionalisierung

Die Region Mainfranken sieht sich in Zukunft mit folgenden Herausforderungen konfrontiert: dem demografischen Wandel, der wachsenden Digitalisierung in Wirtschaft und Industrie, der Mobilitätswende und insbesondere dem fortschreitenden Fachkräftemangel. Die FHWS unterstützt als starke Partnerin die Region, indem sie Fachkräfte aus dem In- und Ausland für die Region aus- und fortbildet. Durch die enge Zusammenarbeit der Hochschule mit regionalen Unternehmen positioniert sich die Hochschule als Schnittstelle in der Vernetzung von Studierenden und Wirtschaft bzw. Industrie. Durch den Aufbau der neuen Forschungsinstitute und Kompetenzzentren für Robotik und Künstliche Intelligenz, wie z.B. CAIRO, stärkt die Hochschule den gesamten mainfränkischen Wirtschaftsstandort. Die regionale Vernetzung wird insbesondere über Wissens- und Technologietransfer realisiert. Besonders hervorzuheben ist das Technologietransferzentrum Elektromobilität (TTZ-EMO), welches bereits 2012 gegründet wurde und seitdem aktuelle Forschungen und Entwicklungen in den Bereichen elektrische Energietechnik, Antriebstechnik und Elektromobilität durchführt. Mit dem Aufbau weiterer Technologietransferzentren soll die Region von der Expertise in der angewandten Forschung der FHWS profitieren.


Qualität

Hohe Qualitätsansprüche sind in allen Hochschulbereichen essentiell. Die Qualitätssicherung und -entwicklung der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt fokussiert sich daher nicht nur auf Studium, Lehre und Forschung, sondern denkt auch die wissenschaftliche Nachwuchsförderung sowie die Hochschulverwaltung mit. Bereits seit einigen Jahren etabliert die FHWS mit dem Ausbau der Stabstelle Qualitäts- und Projektmanagement ein integriertes, prozessorientiertes und systematisches Qualitätsmanagement. Mit Unterstützung der Stabsstelle Akkreditierung durchlaufen alle Studiengänge der Hochschule regelmäßig Programmakkreditierungen. Lehrevaluationen sowie interne Befragungen und die Teilnahme an nationalen und internationalen Rankings sollen die Qualität im Studium und in der Lehre sichern und weiterentwickeln. Mit dem Ausbau eines hochschulweiten Prozessmanagements sollen Verwaltungs- und Strategieprozesse standardisiert und transparent gemacht werden, um effiziente Abläufe an der Hochschule zu gewährleisten.

Die Stabsstelle Qualitäts- und Projektmanagement unterstützt die Hochschule aktiv in der Umsetzung der Qualitätsstrategie.


Zielvereinbarung 2019 - 2022

Weitere Eckpunkte in der Hochschulstrategie sind festgehalten in der Zielvereinbarung.

Die detaillierten Zielvereinbarungen finden Sie hier.


Strategische Projekte

Mittels hochschulweiter (Drittmittel-)Projekte werden zusätzliche und unterstützende Maßnahmen im Sinne der strategischen Hochschulentwicklung implementiert.

Eine Übersicht über die aktuellen strategischen Projekte erhalten Sie hier.