Studierende der FHWS, c Jonas Kron

Projekt ProPereFHWS

Professorale Personalgewinnung und –entwicklung an der FHWS

Auf einen Blick:

Laufzeit:

01.06.2021 – 31.05.2027

Fördermittelgeber:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Übergeordnete Ziele

Schaffung langfristiger strukturwirksamer Maßnahmen zur Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal mit Fokus auf den Schwerpunkten:

  • Entwicklung und Erprobung innovativer Rekrutierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen
  • Erhöhung der Quote der Bewerbenden für Professuren (insbesondere auch Erhöhung des Frauenanteils)
  • Generierung von professoralem Nachwuchs
  • Stärkere Sichtbarkeit der FHWS als Arbeitgeberin
  • Stärkung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Bei Aktivieren des Elements wird das ProPere-Poster heruntergeladen

Ausgangssituation

Durch die Hightech Agenda werden in ganz Bayern bis Ende 2023 1.000 neue Professuren geschaffen. Auch die FHWS muss bis zum Jahr 2026 mindestens 85 Professuren besetzen und befindet sich somit in einer Wettbewerbssituation – sowohl mit anderen Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, als auch mit der Privatwirtschaft.

Schwierig ist dabei insbesondere die benötigte Doppelqualifikation für Professuren an HAWs: Bewerbende brauchen einen starken Forschungshintergrund, meist nachgewiesen durch eine Promotion, sowie einschlägige Berufserfahrung von mindestens fünf Jahren. Hinzu kommt das geringe öffentliche Bewusstsein für das Berufsbild HAW-Professur im Vergleich zur weitaus bekannteren Universitätsprofessur. Diese Umstände führen dazu, dass es bei Berufungsverfahren an HAWs oft an geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten mangelt.

Um die HAWs bei diesen Herausforderungen zu unterstützen, wurde das Bund-Länder-Programm „FH-Personal“ des BMBF ins Leben gerufen. Die FHWS konnte mit ihrem Konzept überzeugen und gehört zu den 64 geförderten Hochschulen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Innovatives 5-Säulen-Modell:

In ihrem Konzept setzt die FHWS auf innovative Ideen, die individuell auf die Hochschule zugeschnitten sind. Die daraus resultierenden Maßnahmen stellen strukturelle Verbesserungen dar und sind in fünf Teilbereiche gegliedert.

Neue Rekrutierungs- und Qualifizierungswege:

Unter dem Stichwort „Tenure Track“ können – zunächst befristet – Bewerberinnen und Bewerber eingestellt werden, die noch nicht alle nötigen Qualifikationen für eine Berufung an eine HAW besitzen. Berufspraktikerinnen und -praktiker mit fehlender Lehrerfahrung oder fehlender wissenschaftlicher Qualifikation (Promotion) erhalten über das Tandem-Programm die Möglichkeit, an der FHWS in Form einer kooperativen Promotion die wissenschaftliche Qualifikation zu erwerben. Ermöglicht wird dies mit dem für 2022 avisierten bayerischen Hochschulinnovationsgesetz.

Für bereits bestehendes Personal werden Weiterentwicklungsmöglichkeiten durch Schwerpunktprofessuren geschaffen. Professorinnen und Professoren können sich damit zeitlich befristet auf Forschung, Unternehmensgründung oder neue Formen der digitalen Lehre konzentrieren. Eine Reduktion des Lehrdeputats ist auch für eine familienpolitische Teilzeitstelle vorgesehen, um den Berufseinstieg zu erleichtern.

Nachwuchsförderung:

Um die interne Nachwuchsförderung an der FHWS voranzutreiben, sind Maßnahmen zur Promotionsförderung geplant, außerdem sollen die Lehrbeauftragten der Hochschule besser integriert werden. Um die Hochschulfamilie als Ganzes einzubeziehen und eine stärkere Bindung herzustellen, startet erstmals ein hochschulweites Alumni-Marketing. Denn die eigenen Absolventinnen und Absolventen stellen eine weitere Quelle für potenziellen professoralen Nachwuchs dar und dienen zudem als Markenbotschafter der Hochschule.

Sichtbarkeit erhöhen:

Um im Wettbewerb um die besten Kandidatinnen und Kandidaten zu bestehen, wird an der FHWS das bereits bestehende aktive Recruiting weiter ausgebaut. Dazu gehören auch neue Konzepte für das Bewerbenden-Management und Verbesserungen beim Berufungsverfahren. Als flankierende Maßnahmen dienen innovative Marketingstrategien, um das Bild der Hochschule in der Öffentlichkeit stärker zu verankern.

Personalentwicklung:

Durch ProPere werden zusätzliche Ressourcen ermöglicht, die für die Unterstützung von Professorinnen und Professoren im Hochschulalltag eingesetzt werden. Um die interne Vernetzung und Kooperation zu ermöglichen, soll ein „Enterprise Social Network (ESN)“ eingeführt werden. Ein neues Onboarding-Konzept, Maßnahmen zur Mitarbeitendenzufriedenheit und zur Personalentwicklung mit speziell für die Zielgruppe entworfenen Angeboten sind ebenfalls für diesen Teilbereich geplant.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie:

Für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist die Einrichtung eines Familienservice vorgesehen. Hier sollen neue Konzepte für Beratung und Unterstützung entwickelt werden, einschließlich eines Konzepts für hochschulnahe Kinderbetreuung. Außerdem ist die Teilnahme an regionalen Verbünden geplant sowie die Auditierung zur familiengerechten Hochschule.

Team

Die Leitung des Teams Propere übernehmen Gabriele Saueressig (Gesamtprojektleitung) und Christian Böpple (Projektkoordination). Das Teilprojekt Neue Rekrutierungs- und Qualifizierungswege wird von Gabriele Saueressig (Teilprojektleitung) und Sabne Gehring (WiMi Konzeption innovativer Professurmodelle) betreut. Das Teilprojekt Nachwuchsförderung wird von Claudia Kunze (Teilprojektleitung), Simone Stork (Projektkoordinatorin Förderung des wiss. Nachwuchs) und Tina Müller (Projektkoordinatorin Almunimarketing) betreut. Das Teilprojekt Sichtbarkeit Erhöhen wird von Claudia Kunze (Teilprojektleitung), Eva Kaupp (Projektkoordinatorin Recruiting), Anna-Lena Karsten (Projektkoordinatorin Recruiting) und Anica Deutschmann(Leitbild & Kampagnen) betreut. Das Teilprojekt Personalentwicklung wird von Dagmar Unz (Teilprojektleitung), einer Stelle  Projektkoordinator:in Personalentwicklung, einer Stelle Projektkoordinator:in ESN und Katharina Palm (Projektmitarbeiterin Personalentwicklung) betreut. Das Teilprojekt Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird von Tanja Mühling (Teilprojektleitung) und Maria Diebolder (Projektmitarbeiterin Familienservice der FHWS) betreut.

Kontakt

Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Vizepräsidentin Prof. Dr. Gabriele Saueressig

Sanderring 8a
97070 Würzburg
E-Mail: gabriele.saueressig[at]fhws.de
Telefon: 0931-3511-6020

Weiterführende Links

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