Studierende der FHWS an Bohrmaschine, c Stefan Bausewein

ProPere FHWS

Professorale Personalgewinnung und –entwicklung an der FHWS

Laufzeit: 01.06.2021 - 31.05.2027
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen: 03FHP187
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Kontakt

Gesamtprojektleitung
Vizepräsidentin Prof. Dr. Gabriele Saueressig

gabriele.saueressig[at]fhws.de

Projektkoordination
Christian Böpple

christian.boepple[at]fhws.de


Übergeordnete Ziele des Projektes

Das Projekt ProPere hat das Ziel, langfristige strukturwirksame Maßnahmen zur Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal zu schaffen. Dabei stehen folgende Schwerpunkte im Fokus:

  • Entwicklung und Erprobung innovativer Rekrutierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen
  • Erhöhung der Quote der Bewerbenden für Professuren (insbesondere auch Erhöhung des Frauenanteils)
  • Generierung von professoralem Nachwuchs
  • Stärkere Sichtbarkeit der FHWS als Arbeitgeberin
  • Stärkung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Ausgangssituation

Durch die Hightech Agenda werden in ganz Bayern bis Ende 2023 1.000 neue Professuren geschaffen. Auch die FHWS muss bis zum Jahr 2026 mindestens 85 Professuren besetzen und befindet sich somit in einer Wettbewerbssituation – sowohl mit anderen Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, als auch mit der Privatwirtschaft.

Schwierig ist dabei insbesondere die benötigte Doppelqualifikation für Professuren an HAWs: Bewerbende brauchen einen starken Forschungshintergrund, meist nachgewiesen durch eine Promotion, sowie einschlägige Berufserfahrung von mindestens fünf Jahren. Hinzu kommt das geringe öffentliche Bewusstsein für das Berufsbild HAW-Professur im Vergleich zur weitaus bekannteren Universitätsprofessur. Diese Umstände führen dazu, dass es bei Berufungsverfahren an HAWs oft an geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten mangelt.

Um die HAWs bei diesen Herausforderungen zu unterstützen, wurde das Bund-Länder-Programm „FH-Personal“ des BMBF ins Leben gerufen. Die FHWS konnte mit ihrem Konzept überzeugen und gehört zu den 64 geförderten Hochschulen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Teilprojekte in ProPere

Das innovative 5-Säulen-Modell

In ihrem Konzept setzt die FHWS auf innovative Ideen, die individuell auf die Hochschule zugeschnitten sind. Die daraus resultierenden Maßnahmen stellen strukturelle Verbesserungen dar und sind in die folgenden fünf Teilprojekte gegliedert:

Abbildung der fünf Teilprojekte von ProPere, wie im folgenden Abschnitt beschrieben

Ziel des Teilprojektes: Entwicklung neuer innovativer Professurmodelle durch,

  • Schwerpunktprofessuren,
  • Tandem-Programme / Nachwuchsprofessuren.

Schwerpunktprofessuren:

Um Professorinnen und Professoren der FHWS gezielte Weiterentwicklungsmöglichkeiten bieten zu können, werden folgende Schwerpunktprofessuren angeboten: 

  1. die Schwerpunktprofessur Forschungseinstieg,
  2. die Schwerpunktprofessur Gründungsstart sowie
  3. die Schwerpunktprofessur digitale Lehrinnovation.

Mit diesen drei Modellen können sich Professorinnen und Professoren durch eine zeitlich befristete Lehrentlastung gezielt mit einem Forschungsthema, einer Unternehmensgründung oder neuen Formen der digitalen Lehre auseinandersetzen. Zur Förderung der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet die FHWS zudem die Möglichkeit, Neuberufene durch die Schwerpunktprofessur "familienpolitische Teilzeit" maximal bis zu 2 Jahren bis zur Hälfte des Lehrdeputats zu entlasten.

Tandem-Programme und Nachwuchsprofessuren:

An der FHWS sind in den nächsten sechs Jahren viele Professuren aufgrund von Ruhestandseintritten neu zu besetzen. Vergangene Berufungsverfahren haben gezeigt, dass geeignet erscheinende Kandidatinnen und Kandidaten aufgrund einer fehlenden Berufungsvoraussetzung (Promotion oder 5-jährige Berufspraxis) nicht berufen werden konnten, obwohl sie fachlich, didaktisch bzw. persönlich geeignet wären. Mit den neuen Tandem-Programmen "Praxis-Track" und "Promotions-Track" ist es der FHWS möglich, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler bzw. beruflich Qualifizierte besser zu fördern und ihnen eine verlässliche berufliche Perspektive zu bieten. Mit dem geplanten Bayerischen Hochschulinnovationsgesetz wird die Möglichkeit bestehen, dass Postdoktorandinnen und Postdoktoranden ohne Berufserfahrung oder Berufserfahrene ohne abgeschlossene Promotion nun die für eine HAW-Professur notwendigen Anforderungen in einem individuellen Programm an der FHWS erwerben, während sie bereits eine Stelle als Nachwuchsprofessorin oder Nachwuchsprofessor besetzen.

Ansprechpersonen

Teilprojektleitung
Prof. Dr. Axel Bialek
axel.bialek[at]fhws.de

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Konzeption innovativer Professurmodelle

Anselm Schöpf MBA
anselm.schoepf[at]fhws.de

Ziel des Teilprojekts: Bindung von akademischem Nachwuchs, durch

  • gezielte Maßnahmen zur Promotionsförderung,
  • die Integration von Lehrbeauftragten,
  • die Etablierung eines zentralen Alumni-Marketings.

Um die interne Nachwuchsförderung an der FHWS voranzutreiben, sollen Studierende für eine Promotion sensibilisiert und auf dem Weg zur Promotion unterstützt und gefördert werden. Lehrbeauftragte sollen durch ein professionelles Onboarding und einen erleichterten Zugang zur Hochschulorganisation besser in die FHWS integriert werden.

Im Rahmen des Teilprojekts "Nachwuchsförderung" möchte die FHWS den Aufbau und die Etablierung eines ganzheitlichen Alumni-Marketings befördern. Dieses soll eine übergeordnete Unterstützung und Mehrwerte für die zum Teil schon bestehenden Aktivitäten der Fakultäten schaffen sowie zielgerichtete Angebote (insb. im Bereich digitaler Vernetzung / Social-Media / Marketing und PR) entwickeln, die einfach, aktiv und effektiv genutzt werden können. Zudem soll das enorme Potential der Alumni zukünftig noch intensiver gehoben werden und die Alumni der FHWS als wichtige Hochschul-Botschafterinnen und Botschafter, national wie international, gewonnen werden.

Ansprechpersonen

Teilprojektleitung - Bereich Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs
Prof. Dr. Axel Bialek
axel.bialek[at]fhws.de

Projektkoordinatorin
Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs

Dr. Simone Stork
simone.stork[at]fhws.de

Teilprojektleitung - Bereich Alumnimarketing
Claudia Kunze
claudia.kunze[at]fhws.de

Projektkoordinatorin
Alumnimarketing

Tina Müller
tina.mueller[at]fhws.de

Ziel des Teilprojekts: Steigerung der Attraktivität der FHWS als Arbeitgeberin, durch

  • den Aufbau einer Karriere-Webseite,
  • die Umgestaltung der Stellenausschreibungen,
  • die aktive Beteiligung an Informationskampagnen zum Berufsweg HAW-Professur,
  • die Betreuung des FHWS-LinkedIn-Kanals,
  • gezieltes Recruiting von potentiell geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für eine HAW-Professur,
  • Etablierung und Verbreitung des neuen Hochschulleitbilds.

Um im Wettbewerb um die besten Kandidatinnen und Kandidaten zu bestehen, wird an der FHWS das bereits vorhandene aktive Recruiting weiter ausgebaut. Dazu gehören auch neue Konzepte für das Bewerbendenmanagement und Verbesserungen beim Berufungsverfahren. Als flankierende Maßnahmen dienen innovative Marketingstrategien, um die Sichtbarkeit der FHWS in der Öffentlichkeit zu erhöhen und sie als potentielle Arbeitgeberin zu positionieren.

Ansprechpersonen

Teilprojektleitung
Claudia Kunze
claudia.kunze[at]fhws.de

Projektkoordination
Recruiting

Eva Kaupp
eva.kaupp[at]fhws.de

Projektkoordination
Recruiting

Anna-Lena Karsten
anna-lena.karsten[at]fhws.de

Projektmitarbeiterin
Leitbild & Kampagnen

Anica Deutschmann
anica.deutschmann[at]fhws.de

Ziel des Teilprojektes: Aufbau von Strukturen der akademischen Personalentwicklung, durch

  • Professionelle Onboardingmaßnahmen für Neuberufene
  • Maßnahmen zur Bindung von Professorinnen und Professoren an die FHWS
  • Förderung einer Kultur des Austauschs und der Vernetzung

Das Teilprojekt strebt an, systematisch Strukturen einer akademischen Personalentwicklung aufzubauen. Es werden strukturierte und transparente Prozesse konzipiert, beispielsweise beim Preboarding im Berufungsverfahren oder beim Onboarding von neuberufenen Professorinnen und Professoren. Zudem werden im Rahmen des Teilprojektes Instrumente zur Weiterqualifizierung, zur individuellen Weiterentwicklung sowie zur Vernetzung und zum Austausch erarbeitet. 

Ansprechpersonen

Teilprojektleitung
Prof. Dr. Dagmar Unz
dagmar.unz[at]fhws.de

Projektmitarbeiterin
Akademische Personalentwicklung

Katharina Palm
katharina.palm[at]fhws.de

Projektmitarbeiterin
Akademische Personalentwicklung

Laura Schnaus
laura.schnaus[at]fhws.de

 

 

Ziel des Teilprojekts: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, durch

  • Einrichtung eines Familienservices,
  • Zertifizierung zur familiengerechten Hochschule,
  • Vernetzung in Bündnissen und mit anderen Hochschulen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll an der Hochschule vorangebracht und die Hochschule als Arbeitgeberin familienfreundlicher werden. Dafür wird ein Familienservice an der FHWS aufgebaut, welcher Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist. Es werden neue Konzepte der Beratung und Unterstützung entwickelt, neue Angebote für Beschäftigte mit Kind(ern) oder pflegebedürftigen Angehörigen geschaffen und besser über bestehende Unterstützungsangebote informiert.

Zudem wird sich die FHWS zur familiengerechten Hochschule zertifizieren lassen und im Rahmen des Auditierungsprozesses Strukturen und Rahmenbedingungen an der FHWS im Laufe der nächsten Jahre im Sinne der Familienfreundlichkeit sukzessive verbessern.

Um den Austausch und die Vernetzung mit regionalen Partnern bezüglich des gemeinsamen Zieles der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu stärken, wird die Hochschule in regionalen Bündnissen agieren. Auch der Austausch mit den Familienbüros anderer Hochschulen wird intensiviert.

Ansprechpersonen

Teilprojektleitung
Prof. Dr. Tanja Mühling
tanja.muehling[at]fhws.de

Projektmitarbeiterin
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Maria Diebolder
maria.diebolder[at]fhws.de