Ausstellungsplakat "LAB 13"

Botanischer Garten

BOTANISCHER GARTEN
UNIVERSITÄT WÜRZBURG
Prof. Dr. Markus Riederer, Dr. Gerd Vogg

Seit 1696 besitzt Würzburg einen Botanischen Garten. Die Forschungs-
und Lehreinrichtung der Universität ist auch für interessierte Besucher
täglich geöffnet. Auf einer Fläche von 9 Hektar werden etwa 9.000
Pflanzenarten kultiviert. Im Freiland und den Gewächshäusern wird
eine faszinierende Reise durch die Pflanzenvielfalt der Erde ermöglicht.

Schauen Sie doch mal vorbei. Sie werden zu jeder Jahreszeit
Überraschendes, Interessantes und Sch önes entdecken.

ORCHIDEENVIELFALT
Mit über 25.000 Arten stellen die Orchideen die größte Pflanzenfamilie der
Erde dar. Trotz einem einheitlich zu Grunde liegenden charakteristischen
Aufbau bestechen sie durch ihre Vielfalt an Formen und Färbungen der Blüte.
Dies macht sie zu begehrten Sammel- und Zuchtobjekten.
Charakteristisch für Orchideen ist die Produktion von unzählig vielen aber
winzigen Samen ohne Nährgewebe (ca. 4 Millionen Samen / Fruchtknoten).
Nur durch eine Symbiose mit Pilzen, welche die Versorgung des Embryos
mit Nährstoffen gewährleistet ist im Freiland eine erfolgreiche Keimung
der Samen möglich.

PROFESSOR HANS BURGEFF
von 1925 bis 1958 Ordinarius des Botanischen Instituts der Universität
Würzburg.
Der Botaniker beschäftigte sich mit den komplizierten Stoffwechselvorgängen
zwischen Orchideen und den dazugehörigen Pilzen bei der Keimung.
Seine Erkenntnisse führten dazu, dass Orchideen aus Samen
auf besonderen Nährböden ohne Pilz angezogen werden konnten.
Bis dahin mussten exotische Orchideen als ganze Pflanzen nach Europa
gebracht werden. Somit eröffnete die in Würzburg von Burgeff entwickelte
Kulturmethode der Orchideenzucht völlig neue Wege.

BURGEFFS ORCHIDEEN UND DER NEUBEGINN
Ende des 2. Weltkrieges als Würzburg und die Universität in Schutt und
Asche lag, nutzte Professor Burgeff sein Wissen über die Orchideenzucht
und stellte Eigenzüchtungen zum Verkauf. Den Erlös verwendete
er zum Wiederaufbau seines Institutes und machte dadurch den Lehrund
Forschungsbetrieb wieder möglich.

Zusammen mit seinem Freundeskreis ProPlanta bietet der Botanische
Garten ein umfangreiches öffentliches Veranstaltungsprogramm mit
Führungen, Ausstellungen, Vorträgen und einer großen Pflanzenbörse an.
Gruppen und Schulklassen erhalten Führungen auf Anfrage.

Öffnungszeiten:
April bis September: 8 – 18 Uhr
Oktober bis März: 8 – 16 Uhr

Eintritt ist kostenfrei

Informationen unter: www.bgw.uni-wuerzburg.de

 

Sie finden die Dauerausstellung in Raum D des LAB 13