Ausstellungsplakat "LAB 13"

Röntgenmikroskopie

BIS INS KLEINSTE DETAIL: RÖNTGENMIKROSKOPIE AM LRM
LEHRSTUHL FÜR RÖNTGENMIKROSKOPIE (LRM)
Prof. Dr. Randolf Hanke

Die Röntgenmikroskopie ermöglicht Untersuchungen von Strukturen im
Bereich von einigen hundert Nanometern bis Millimeter. Der Lehrstuhl für
Röntgenmikroskopie entwickelt neue Röntgenmethoden und erforscht
damit unterschiedlichste Materialien.

HIGHLIGHTS DER RÖNTGENMIKROSKOPIE
Ein Röntgenmikroskop funktioniert wie ein optisches Mikroskop,
bietet ergänzend aber weitere Vorteile:
• Röntgenstrahlung ist in der Lage, Materialien zu durchdringen.
Zusammen mit dem Verfahren der Computertomographie können
mit Hilfe der Röntgenmikroskopie innere Strukturen bis zu einigen
hundert Nanometern Größe untersucht werden. Beispiele hierfür
sind Knochenstrukturen, Implantate und Pflanzenzellen.
• Mit Hilfe von Phasenkontrast-Methoden können auch »weiche
Materialunterschiede« dreidimensional dargestellt werden,
z. B. Zellwand – Wasser, Kohlefaser – Plastik, Wurzel – Erde.

ENGE ZUSAMMENARBEIT MIT DEM FRAUNHOFER EZRT
Der Lehrstuhl für Röntgenmikroskopie arbeitet mit dem Fraunhofer–
EntwicklungszentrumRöntgentechnik (EZRT) z usammen. Damit wird
eine Vernetzung von Grundlagenforschung und praktischer Anwendung,
z. B. bei Materialprüfungen in der Industrie, gewährleistet. Hier liegt der
Sch werpunkt auf der Entwicklung von kognitiven Sensorsystemen für
die Untersuchung von Produkten entlang ihres gesamten Lebenszyklus.
Eines der Top-Forschungsthemen ist die sogenannte Phänotypisierung,
also die Vermessung und Quantifizierung von Pflanzeneigenschaften
mittels unterschiedlicher Sensoren.

Hochauflösende Messung mittels Röntgenmikroskopie ermöglicht Einblicke
in den zellulären Aufbau einzelner Samen. Es ist somit möglich, genetische
Unterschiede strukturell zu ergründen und die Leistungsfähigkeit des
Saatgutes zerstörungsfrei zu bewerten. Traditionell wurden diese
Untersuchungen bislang mittels optischer Mikroskopie an histologischen
Schnittbildern durchgeführt.

 

Sie finden die Dauerausstellung in Raum D des LAB 13