Ausstellungsplakat "LAB 13"

Der Mensch: Mittelpunkt des Produktionsablaufs bei Industrie 4.0?

06.09.2018, 16:00-16:30 Uhr, Raum D
Vortrag, Jan Cetric Wagner

Industrie 4.0 ist das Aushängeschild der deutschen Industrie für die Entwicklungsstrategie der kommenden Jahre. Aber was machen Doktoranden wie ich, die sich mit Industrie 4.0. beschäftigen? Forschung in diesem Bereich dreht sich allgemein um Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Maschinen, Maschinen und Materialien, und Maschinen untereinander. Daraus leiten wir Lösungen für Produktionsabläufe ab. Hoch automatisierte Branchen, wie die Automobil- oder Lebensmittelindustrie, sind bei der Optimierung der Abläufe schon sehr weit, und die Interaktion der Maschinen untereinander ist dabei entscheidend. Dagegen stehen In Branchen mit geringerem Automatisierungsgrad, wie z.B.in Luft- und Raumfahrtunternehmen oder im Sondermaschinenbau, auch in Zukunft Menschen im Mittelpunkt des Produktionsprozesses. Eine Möglichkeit, den Industrie 4.0 - Gedanken auch in solchen Unternehmen einzuführen, ist die stärkere Einbindung von Mitarbeitern in Produktionsplanungsprozesse. Solche Ansätze erforsche ich in meiner Dissertation, und ich werde in meinem Vortrag berichten, wie „Smart Devices“ eine bessere Einbindung von Mitarbeitern ermöglichen können. „Smart Devices“ steht dabei für intelligente elektronische Geräte, die es ermöglichen, in Echtzeit auf produktionsbeeinflussende Ereignisse zu reagieren und Störungen möglichst gering zu halten. Eine gewisse Parallele dazu findet sich auch außerhalb von Produktionsprozessen, wie beispielsweise bei den ersten kassenlosen Verkaufsräumen von Amazon.

Zum Vortragenden: Mein Name ist Jan Cetric Wagner. Ich habe an der Hochschule Wismar Maschinenbau studiert und bin dort gegenwärtig als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt. Neben der Betreuung von studentischen Projekt- und Abschlussarbeiten bin ich in der Lehre tätig und arbeite an einem Kooperationsprojekt mit der Hochschule Bremen und der Ariane Group zusammen. Seit Oktober 2016 promoviere ich in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Robotik und Telematik im Rahmen der Graduate School of Science and Technology (GSST) der Universität Würzburg.

Faszination Wissenschaft: Einfach spannend!

Vortragsreihe:19.04., 17.05., 07.06., 14.06., 19.07., 09.08., 06.09., 13.09. und 04.10., jeweils von 16:00-16:30 Uhr

Liebe Besucherinnen und Besucher der Gartenschau und des LAB13,

Doktorandinnen und Doktoranden haben einen großen Anteil an der Forschungsleistung der Universitäten weltweit. Alleine an der Universität Würzburg sind gegenwärtig rund 2700 Promotionsvorhaben registriert. Diese Personengruppe trägt mit ihrer Arbeit wesentlich zum Erkenntnisfortschritt in allen Wissenschaften bei.

Im LAB13 möchten wir Ihnen mit der Vortragsreihe "Faszination Wissenschaft: Einfach spannend!“ neun dieser Leistungsträger der Wissenschaft vorstellen. Zusammen präsentieren sie Ihnen einen kleinen aber bunten Strauß von Promotionsthemen aus den fachübergreifenden Graduiertenschulen der Universität Würzburg. Wir hoffen, Ihnen bereits anhand dieser wenigen Beispiele die Begeisterung vermitteln zu können, mit der sich die Promovierenden der Forschung widmen.

Die Vortragenden freuen sich sehr darauf, Ihnen davon zu berichten, was sie erforschen und mit Ihnen über Ergebnisse und Ausblicke zu diskutieren. Sie sind sich dabei der Herausforderung bewusst und nehmen diese gerne an, Wissenschaft allgemeinverständlich zu vermitteln. Dabei folgen Sie der Maxime von Albert Einstein, der sinngemäß sagte: „Man muss Dinge so einfach machen wie möglich, aber nicht einfacher.“

Lassen Sie sich also ein auf jeweils 30 Minuten aktuelle Forschung und lernen Sie die Personen dahinter kennen.
 
Dr. Stephan Schröder-Köhne
Graduiertenschulen der Universität Würzburg