Ausstellungsplakat "LAB 13"

Medizinelektronik trifft Bioelektrizität – Vernetzung von Physiologie mit Technologie

13.09.2018 - 07.10.2018
FHWS INSTITUT FÜR MEDIZINTECHNIK SCHWEINFURT (IMES)

Bioelektrizität ist ein Grundphänomen in der belebten Natur. Viele biologische Funktionen, wie Bewegung und Informationsübertragung in biologischen Zellen und Pflanzen bis hin zum Menschen, werden durch elektrische Prozesse auf zellulärer Basis ermöglicht.

Aktionspotentiale erlauben manchen Pflanzen die gezielte Bewegung von Blättern beim Beutefang. Elektrische Felder ermöglichen das Sammeln von biologischen Zellen, das reversible Öffnen von Zellmembranen und die Verschmelzung von Zellinhalten.

Die moderne Medizinelektronik koppelt an die bioelektrischen Aktivitäten der Menschen an. Sie erlaubt mittels elektronischen Assistenzsystemen die mobile Informationsübertragung zwischen Patient und Arzt durch telemedizinische Vernetzung. Bei Vorliegen von Muskeldefekten fördern elektronische Systeme die persönliche Mobilität, zum Beispiel durch personalisierte Steuerung von medizintechnischen Hilfseinrichtungen, wie Rollstühlen. Mittels Gedankenkraft sind sogar die Robotersteuerung in der Pflege und die freie Willensäußerung für schwerstbehinderte, vollständig gelähmte Menschen möglich. Die Medizinelektronik eröffnet auf diese Weise völlig neue Möglichkeiten in der Inklusion.

Schließlich unterstützt die Medizinelektronik futuristische, vielversprechende Unternehmen der Menschheit, wie die Erkundung des interplanetaren Weltraums durch die bemannte Raumfahrt. Telemedizinische, mobile Systeme erteilen den Astronauten im Weltall detaillierte Auskünfte über ihren aktuellen Gesundheitszustand und erhöhen die persönliche Sicherheit durch Vernetzung mit der Bodenstation auf der Erde.

Sie finden die temporäre Ausstellung in Raum D des LAB 13