Studierende der FHWS auf einer Wiese, c Jonas Kron

Livestreams des Bühnenprogramms der Mainfrankenmesse

Für einige Highlights des Bühnenprogramms der Mainfrankenmesse 2021 bietet die FHWS zudem einen Livestream für Interessenten an, die uns leider nicht persönlich auf der Messe besuchen können. Bitte beachten Sie, dass die Links erst kurz vor Beginn der Veranstaltungen funktionieren.

Podiumsdiskussionen

Samstag, 25.09.2021, 11:45 – 12:15 Uhr

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youtu.be/v5pd6vIjBLc

Wasserstoff als Gamechanger für die Klimakrise - Chancen für die Industrie?

Wasserstofftanks, Windkrafträder und Solaranlagen
Wasserstoff lässt sich nachhaltig aus regenerativ erzeugtem elektrischem Strom und Wasser erzeugen, eignet sich hervorragend als Energiespeicher und ist klimaneutral. (Foto: Audio und werbung/Shutterstock.com)
Titel, Name Funktion Arbeitgeber/Einrichtung
Dr. Sascha Genders Stellvertretender Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt
Prof. Dr. Robert Grebner Präsident Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Prof. Dr. Johannes Paulus Dekan der Fakultät Maschinenbau Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Norbert Zösch Geschäftsführer Stadtwerk Haßfurt GmbH

Exposee

Die Klimakrise ist in vollem Gange – Dürreperioden mit daraus resultierenden Waldbränden und Überschwemmungen in noch nie dagewesenen Ausmaßen, auch in Deutschland, lassen keinen Zweifel daran, dass es höchste Zeit zum Handeln ist. Der CO2 Ausstoß muss drastisch gesenkt werden, die Politik fordert Klimaneutralität. Eine Lösung dafür ist die Umstellung der Energieversorgung auf regenerative Energieträger und die Nutzung von Wasserstoff. Wasserstoff lässt sich nachhaltig aus regenerativ erzeugtem elektrischem Strom und Wasser erzeugen, eignet sich hervorragend als Energiespeicher und ist klimaneutral. Er lässt sich in industriellen Anwendungen, der Wärmeerzeugung und der Mobilität nutzen und kann vollständig fossile Energieträger wie Kohle, Öl oder fossiles Erdgas ersetzten. Bereits in den Ölkrisen der Vergangenheit, wurde der „solare Wasserstoff“ als Lösung aller Energieprobleme entdeckt und interessant. Die technischen Grundlagen für die Nutzung von Wasserstoff sind allesamt vorhanden, aber die Umstellung ist zunächst mit hohen Anlaufkosten verbunden. Vor diesen Herausforderungen steht die Politik heute. Wie geht es also weiter und wie können wir die Umstellung vorantreiben?

Auf dem Podium diskutieren Dr. Sascha Genders, stellvertr. Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg, Prof. Dr. Robert Grebner, Präsident der FHWS, Prof. Dr. Johannes Paulus, Dekan der Fakultät Maschinenbau, Norbert Zösch, Geschäftsführer der Stadtwerk Haßfurt GmbH.

Sonntag, 26.09.2021, 11:45 – 12:15 Uhr

Corona – wie leben wir weiter mit dem Virus?

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Gruppe junger Menschen sitzt ohne Maske eng beisammen, daneben Bild von masketragenden Menschen, die Abstandsregeln einhalten
Die Pandemie hat das soziale Miteinander verändert. Die Diskussionsteilnehmen tauschen sich darüber aus, was aus medizinischer, psychologischer, soziologischer und wirtschaftswissenschaftlicher Sicht vertretbar ist und was nicht. (Fotos: Golubovy/Shutterstock.com (li.) und DisobeyArt/Shutterstock.com (re.))
Titel, Name Funktion Arbeitgeber/Einrichtung
Prof. Dr. med. Oliver Kurzai Vorstand des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Prof. Dr. Andreas Göbel Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Exposee

Die Pandemie hat unsere Rituale und unser Miteinander verändert. Anstatt eines herzlichen Handschlags, einer Umarmung oder eines Schulterklopfens stehen wir weit voneinander entfernt, unschlüssig, wie wir unser Gegenüber begrüßen sollen. Social Distancing ist angesagt. Die freundschaftliche Intimität ist überschattet vor der Angst, angesteckt zu werden oder das Virus selbst zu übertragen. Die Gesichter sind mit Masken bedeckt, die Mimik schlecht zu erkennen. Wir treffen uns online, nicht persönlich und merken, dass Dienstreisen ins Ausland gar nicht mehr nötig sind.

Auch wenn die Impfung uns mehr Sicherheit gibt und der Verlauf der Erkrankung mit Corona dadurch stark abgemildert wird, ist uns längst klargeworden, die Pandemie wird unser Leben nachhaltig verändern.

Aber wie geht es weiter? Ab wann dürfen wir wieder ohne schlechtes Gewissen Hände schütteln, uns umarmen, aufeinander zugehen? Werden wir unsere Begrüßung langfristig auf kontaktlos umstellen müssen oder kehrt die Normalität in ein paar Jahren zurück? Wie lange müssen wir die AHA-Regeln noch in unser Leben integrieren und welche Folgen hat das für die zwischenmenschlichen Beziehungen? Werden wir in Kürze wieder in überfüllten Fliegern um die Welt reisen, in vollen Hörsälen, auf Messen und Konferenzen diskutieren? Wie viel bleibt übrig von der Empfehlung fürs Homeoffice? Was ist aus medizinischer, psychologischer, soziologischer und wirtschaftswissenschaftlicher Sicht vertretbar und was nicht?

Zu diesem Thema diskutieren Prof. Dr. med. Oliver Kurzai, Vorstand des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie, Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg und Prof. Dr. Andreas Göbel, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie.

Montag, 27.09.2021, 14:15 – 14:45 Uhr

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Einsamkeit innerhalb der verschiedenen Generationen

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Einsamer junger Mann in Wohnung, Kind mit Maske alleine auf Spielplatz und traurig aussehende alte Dame
Zum Schutz von Hochrisikopatienten und alten Menschen mündeten die Hygienemaßnahmen in einem Lock-Down, der alle Generationen betraf. Die Expertinnen und Experten diskutieren, inwiefern die Maßnahmen den Verlust der Lebensqualität rechtfertigt. (Modell Fotos: Colourbox.de/Lieferanten #246329, #1104 und #6685 (von li. nach re.))
Titel, Name Funktion Arbeitgeber/Einrichtung
Ruth Belzner Leiterin TelefonSeelsorge Würzburg
Diplompsychologin und Master Sozialmanagement, M.A
TelefonSeelsorge Würzburg
PD Dr. Martin Lauer Geschäftsführender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Universitätsklinikum Würzburg
Prof. Dr. Dagmar Unz Dekanin der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Lauren Weser Studentin der Sozialen Arbeit, ehemals Studentischer Konvent und Mitglied des Krisenstabs,
Mitarbeiterin im ambulant betreuten Wohnen für psychisch kranke Erwachsene
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt,
Erthal-Sozialwerk

Exposee

Zum Schutz von Hochrisikopatienten und alten Menschen, vor allem in Pflegeheimen, mündeten die Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie in einen Lock-Down, der alle Generationen betraf. Die strengen Sicherheitsvorkehrungen in Kombination mit den Impfungen erschienen im hochakuten Pandemiegeschehen als die einzig Möglichen, aber der Preis, den die Gesamtbevölkerung inklusive der Schützenswerten dafür zahlte, war hoch. So mussten schwerkranke Patient:innen alleine in Krankenhäuser verbleiben, Besuche in Altenheimen waren über lange Zeiten verboten, und Kinder- und Jugendliche durften nur noch zu Hause lernen und sich nicht mit Freund:innen treffen. Ebenso hart traf es Personen, die allein in einer Wohnung lebten und sich nur mit einer weiteren Person treffen durften.

In dieser Diskussion soll ein Resümee gezogen werden, wie sich diese Umstände auf die einzelnen Generationen ausgewirkt haben. Haben die lebensverlängerten Maßnahmen den Verlust der Lebensqualität gerechtfertigt?  Wer muss sich in einer Pandemie eigentlich solidarisch mit wem zeigen?

Donnerstag, 30.09.2021, 11:45 – 12:15 Uhr

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche

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Schulkind mit Maske benutzt Händedisenfektionsmittel
Kinder und Jugendliche wurden durch die Kontaktbeschränkungen teilweise erheblich in ihren Entwicklungen beeinträchtigt: Bewegungsmangel, Angststörungen sowie Essprobleme wurden u.a. festgestellt (Colourbox.de/Lieferant #232319)
Titel, Name Funktion Arbeitgeber/Einrichtung
Dr. phil. Norbert Beck Psychologischer Psychotherapeut Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Abteilungsleiter Therapeutisches Heim Sankt Joseph
Verbundleiter Überregionales Beratungs- und Behandlungszentrum (ÜBBZ) Würzburg
Heike Richardt Fachabteilungsleiterin Soziale Dienste, Fachbereich Jugend und Familie Stadt Würzburg
Prof. Dr. med. Marcel Romanos Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Lehrstuhlinhaber für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Zentrum für Psychische Gesundheit
Universitätsklinikum Würzburg

Exposee

Kinder und Jugendliche wurden durch die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie in den Jahren 2020/21 teilweise erheblich in ihren Entwicklungen beeinträchtigt. Der fehlende Sozialkontakt, mangelnde Bewegung im öffentlichen Raum und Einschränkungen im Lernen stellten große Herausforderungen an das System Familie und vor allem an die Schwächsten in unserer Gesellschaft dar. Fachkräfte aus Medizin, Erziehung, Wissenschaft sowie Eltern berichten von Bewegungsmangel, Angststörungen, Essproblemen und anderen, teils schwerwiegenden psychologischen Beeinträchtigungen. Jetzt ist es an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen, um auf diese Einschränkungen und Einflüsse zu reagieren.

In dieser Veranstaltung soll der aktuelle Stand der Initiativen aus verschiedenen fachlichen Perspektiven diskutiert werden.

Freitag, 01.10.2021, 14:15 – 14:45 Uhr

Zukunft der Pflege - wie Künstliche Intelligenz und Robotik die Pflege verändern

Pflegeroboter reicht älteren Dame einen Stift
Die deutsche Gesellschaft altert rapide: Die Frage, wer künftig die Pflege übernehmen soll, drängt sich immer mehr auf. Welche Rolle werden Pflegeroboter, digitale Pflege-Apps oder online angebotene Pflegedienste spielen? (Foto: Shutterstock.com/Miriam Doerr Martin Frommherz)
Titel, Name Funktion Arbeitgeber/Einrichtung
Prof. Dr. Christian Bauer Stv. Leiter Forschungsinstitut IREM/ Vizepräsident für Lehre, Studium und Weiterbildung Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Anna Wittmann Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Vorstandsbereich - Dienste für Menschen
Diakoneo KdÖR
Andrea Weber Wissenschaftliche Mitarbeiterin Forschungsinstitut IFAS Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Prof. Dr. Thomas Wosch Leiter des Labors Musiktherapie, Deutscher Leiter der EU-JPND-research Studie HOMESIDE, Leiter des Master Musiktherapie für Empowerment und Inklusion. Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Exposee

Die Gesellschaft altert. Über 100jährige sind längst keine Seltenheit mehr. Senior:innen mit 70+ pflegen ihre Eltern, obwohl sie selbst ggf. schon pflegebedürftig sind. Auf der anderen Seite ist Pflege- und Therapiepersonal knapp und schwer zu finden. Bereits jetzt zeichnet es sich ab, dass der Bedarf an Pflege- und weiteren Fachkräften langfristig nicht gedeckt werden kann.

Aber wer soll uns zukünftig im Alter versorgen? Schon lange forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Einsatz von Pflegerobotern, digitalen Pflege-Apps und online angebotenen Diensten, sowohl im Bereich der praktischen Unterstützung bei den Aktivitäten des täglichen Lebens, als auch der emotionalen Unterstützung für Seniorinnen und Senioren. Vieles ist technisch schon umsetzbar. Sogenannte Social Robots und via Telemedizin angebotene psychosoziale Interventionen werden aktuell bereits eingesetzt und geprüft. Bei alleinwohnenden Seniorinnen und Senioren übernehmen sie zum Teil sogar die Funktion einer Mitbewohnerin oder eines Mitbewohners, die/der durch Ansprache und Aufmerksamkeit die körperliche und seelische Gesundheit der Alleinstehenden überwacht, beeinflusst und verbessert.

Wo liegen die Grenzen der Machbarkeit, des Zugangs für Menschen im höheren Erwachsenenalter und im hohen Alter sowie die ethischen Grenzen? Welche Therapie- und Pflegeformen können überhaupt durch den Einsatz von Videoübertragung, von Künstlicher Intelligenz oder Robotern übernommen werden? Wie sieht der Bedarf dazu in den Pflegeheimen und bei der ambulanten Pflege tatsächlich aus?