Qualitätspakt Lehre

Mit dem Bund-Länder-Programm Qualitätspakt Lehre (QPL) unterstützte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von 2011 bis 2020 die Verbesserung der Studienbedingungen und der Lehrqualität an deutschen Hochschulen.

Programmziele

Eines der wichtigsten Ziele des Programms war, eine bessere Personalausstattung in den Hochschulen zu erreichen. Zudem wurden die Hochschulen dabei unterstützt, ihr Personal für die Lehre, Betreuung und Beratung zu qualifizieren. Weitere Ziele waren die Sicherung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen Hochschullehre. Insgesamt zwei Milliarden Euro standen hierfür für Hochschulen in allen 16 Bundesländern zur Verfügung. Die bearbeiteten Themenfelder und durchgeführten Maßnahmen umfassten alle Bereiche der Hochschullehre. Sie bildeten die komplexen Herausforderungen ab, die die Hochschulen zu bewältigen haben. Dabei waren sie gesellschaftlich hochrelevant und fragten etwa danach, wie eine Integration von Studierenden verschiedener Kulturen und Herkunftsländer gelingen kann. Viele Hochschulen sehen den entscheidenden Schlüssel zum individuellen Studienerfolg darin, die Studieneingangsphasen zu optimieren. Sie berücksichtigten z. B. die vielfältigen Startvoraussetzungen und Vorkenntnisse von Studienanfängerinnen und -anfängern. Die Digitalisierung der Lehre und die damit verbundene Integration elektronischer Lernmodule in das reguläre Curriculum sind eine weitere große Herausforderung für die Hochschulen.

Teilnehmende Hochschulen

Das BMBF förderte in der ersten Periode bis 2016 insgesamt 186 Hochschulen mit 253 Projekten. Darunter waren 78 Universitäten, 78 Fachhochschulen und 30 Kunst- und Musikhochschulen. In der zweiten Förderperiode bis 2020 erhielten 71 Universitäten, 61 Fachhochschulen sowie 24 Kunst- und Musikhochschulen die Möglichkeit, ihre erfolgreichen Konzepte nach positiver Zwischenbegutachtung weiterzuentwickeln und auf andere Hochschulbereiche zu übertragen.

Auswahlgremium

Ein Gremium unter Vorsitz von Prof. Dr. Karin Donhauser (HU Berlin) entschied über die Auswahl der Anträge. Ihm gehörten zwölf Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Hochschulmanagement und Studierendenschaft an sowie Vertreter des Bundes und der Länder.
Quelle: http://www.qualitaetspakt-lehre.de/de/qualitat-von-hochschullehre-und-studienbedingungen-verbessern-1764.php


Das Projekt BEST-FIT

Mit dem Projekt BEST-FIT wurde die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des „Qualitätspaktes Lehre“ gefördert. Grund für dieses Projekt waren die bundesweit hohen Abbrecherquoten in den sogenannten MINT-Fächern. Daher sollten im Rahmen von BEST-FIT die Quote der Studienabbrecher insbesondere in den technischen Studiengängen deutlich gesenkt, die Bestehensquote bei Prüfungen verbessert, ein zügiger Übergang von der Hochschule in das Berufsleben und die optimale Fitness der Absolventinnen und Absolventen für die Praxis erreicht werden.

In der ersten Förderphase standen der FHWS insgesamt 3,2 Mio. Euro für eine Laufzeit von knapp fünf Jahren bis 31.12.2016 zur Verfügung. Auch im zweiten Durchlauf des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre („Qualitätspakt Lehre“) konnte sich die FHWS mit ihrem Konzept des BEST-FIT-Projektes „Maßnahmen zur Erhöhung der BESTehensquoten und Kompetenzentwicklung (insbesondere PraxisFITness)“ im Auswahlverfahren vor der Expertenkommission durchsetzen. Bis Ende 2020 erhielt sie für ihre Ideen und Konzepte in der Lehre und den damit angestrebten Verbesserungen der Studienbedingungen an der Hochschule weitere 5,5 Millionen Euro, die vom Bund bereitgestellt wurden.

1. Förderphase

Mit dem Projekt BEST-FIT wurde die Hochschule für angewandte Wissen- schaften Würzburg-Schweinfurt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des „Qualitätspaktes Lehre“ mit insgesamt 3,2 Mio. Euro über eine Laufzeit von knapp fünf Jahren bis 31.12.2016 gefördert.

Grund für dieses Projekt waren die bundesweit hohen Abbrecherquoten in den sogenannten MINT-Fächern. Daher sollten im Rahmen von BEST-FIT die Quote der Studienabbrecher insbesondere in den technischen Studiengängen deutlich gesenkt, die Bestehensquote bei Prüfungen verbessert, ein zügiger Übergang von der Hochschule in das Berufsleben und die optimale Fitness der Absolventinnen und Absolventen für die Praxis erreicht werden.

Dies sollte durch die folgenden fünf Teilprojekte realisiert werden, die zu verschiedenen Zeitpunkten des Studiums ansetzen.

Eingangs-Assessment:
Beim Eingangs-Assessment handelte es sich um eine Online-Selbsteinschätzungshilfe für Studienbewerber.

Projektorientierte Studieneingangsphase (ProStep):
ProStep wendete sich an Erstsemester, die wissenschaftlich angeleitet eine praxis- bezogene und industrienahe Aufgabenstellung bearbeiteten.

Kleingruppentutorien und Internationalisierung:
Kleingruppentutorien ermöglichten insbesondere in MINT-Fächern eine gezielte und  individuelle Unterstützung in kleinen Lerneinheiten von 2-5 Studierenden. Zudem wurden Sprachkurse in deutscher und englischer Sprache sowie interkulturelles Training angeboten.

Living Case LearnFab:
LearnFab begleitete und unterstützte Studierende bei der Gründung und dem Betrieb eines realen Unternehmens.

Zentralstelle für Qualitätssicherung und Wissenstransfer (ZEQ):
ZEQ übernahm die Begleitung, Vernetzung und Evaluation der Teilprojekte als übergreifende Stelle innerhalb des BEST-FIT Projektes.

2. Förderphase

Neben der Erhöhung des Studienerfolgs und der Praxisfitness der Studierenden als übergeordnete Zielsetzungen standen als konsequente Weiterentwicklung des BEST-FIT-Projektes für die zweite Förderphase die Kompetenzorientierung und individuelle Kompetenzentwicklung im Fokus. Im Rahmen der Studienerfolgs- und Kompetenzforschung sollten Einflussfaktoren, die Auswirkungen auf den erfolgreichen Studienverlauf erkennen ließen, ermittelt und visualisiert werden. Grundlage hierfür bildete die Schaffung einer integrierten Datenbasis und Bereitstellung eines Analysewerkzeugs zur Verfolgung individueller und kollektiver Studien- und Kompetenzverläufe. Angestrebt wurde die Überführung des entwickelten Studienerfolgs- und Kompetenzmonitoring-Systems in den Produktivbetrieb und die Integration in die Systemlandschaft der Hochschule. Ein innovatives, kompetenzorientiertes, praxis- und anwendungsorientiertes Studienmodell, das theoretisches und praktisches Lernen verbindet und durch Kompetenzorientierung den Studierenden differente und individualisierte Lernzugänge ermöglicht und dabei die Entwicklung unternehmerischer Kompetenzen unterstützt, sollte ein wesentliches Element zur Verbesserung der Qualitätsstandards in der Lehre werden.

Mit insgesamt 5,5 Mio. Euro wurde die FHWS bei der Umsetzung dieses Konzeptes ab 2017 bis einschließlich 2020 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Durch Aktivieren des Elements wird eine vergrößerte Bildansicht geöffnet

Maßnahmen

Coaching-Konzept für die Studienfachberatung

Durch Aktivieren des Elements wird eine vergrößerte Bildansicht geöffnet
Entwicklung eines Coachingkonzeptes für die Studienfachberatung

Die Ergebnisse der BEST-FIT Studienabbrecherbefragungen hatten gezeigt, dass die Gründe für einen Studienabbruch sehr heterogen und multikausal sind. Daher sollten auch Unterstützungsmaßnahmen für Studierende in herausfordernden Situationen individuell auf diese Gründe eingehen. Im systemischen Coaching standen die zu coachende Person, ihre Bedürfnisse und ihr individuelles Umfeld im Vordergrund. Ziel war es, die Selbstmanagementkompetenzen des zu Coachenden zu fördern und so Hilfe zur Selbsthilfe bei der Bewältigung von Studienanforderungen zu leisten. Eine wichtige Anlaufstelle für Studierende in herausfordernden Situationen sind die Studienfachberater/innen an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS). Daher entwickelte das Modul FEM (Forschungs- und Evaluationsmodul) ein Coaching-Konzept für die Studienfachberatung, dass den Studienfachberater/innen Coachingmethoden für die Beratung der Studierenden zur Verfügung stellt.

Neben dem aktuellen Forschungsstand wurden bereits in der Entwicklung des Coachingkonzeptes die Zielgruppen Studierende und Studienfachberater/innen einbezogen, um das Konzept an deren Bedürfnissen ausrichten zu können. So wurden einzelne Coachingmethoden in der Beratung von Studierenden erprobt und für das Konzept ggf. angepasst. Zudem wurden die Studienfachberater/innen zum Bedarf an Coachingmethoden sowie Anforderungen ihrer Arbeit und an ein solches Coachingkonzept befragt. Hierfür fand zunächst ein leitfadengestütztes Interview mit einem/r Studienfachberater/in statt. Auf Grundlage des Interviews und des aktuellen Forschungsstandes zum Thema Coaching und Studierendenberatung wurde eine quantitative Befragung aller Studienfachberater/innen konzipiert und durchgeführt. Aus allen gesammelten Erkenntnissen entstand dann ein Coachingkonzept für die Studienfachberatung.

Digitalisierung in der Lehre

Das BEST-FIT-Modul Coaching and Autonomous Learning Matters (CoMa) bot von Februar 2018 bis April 2019 eine Unterstützung der Digitalisierung in der Lehre. Durch innovative Lehr-/Lernszenarien mit digitalen Elementen wurde ein individuelles Eingehen auf Studierende ermöglicht. Es wurden interne Schulungen und Workshops für alle Lehrenden der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) offeriert. In praxisorientierten Einheiten erfuhren die Lehrenden dabei, wie Sie mithilfe einfacher digitaler Tools auf der an der FHWS genutzten Lernplattform Moodle (aber auch darüber hinaus) ihre Lehre mediendidaktisch bereichern können.

Das Angebot an kostenfreien, internen Schulungen und Workshops wurde stets erweitert und aktualisiert. Themen waren zum Beispiel:

  • Moodle – Stufe 1: Basics für Einsteiger
  • Moodle – Stufe 2: Vertiefung und Organisation einer Lehrveranstaltung
  • Moodle – Stufe 3: Blended-Learning-Elemente
  • Neue Tools in Moodle
  • PINGO & Co – Votingtools in der Lehre
  • Adobe Connect in der Lehre
  • Blended Learning

Neben den Schulungsterminen bestand für die Lehrenden der FHWS auch die Möglichkeit eines persönlichen Supports zur Konzeption, Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Prototypen der digitalen Lehre, die dann als „Best-Practice“-Beispiele der Hochschulöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden konnten.

Im Sinne der Verstetigung der in BEST-FIT entwickelten und umgesetzten Inhalte konnte dieses Maßnahmenpaket erfolgreich an das Zentrum Digitale Lehre (ZDL) der FHWS überführt werden.

Frau Schmitt ist Professorin und Herr Müller Lehrbeauftragter an der FHWS. Beide möchten ihre Lehre gerne noch moderner und innovativer gestalten. Sie wissen bereits, dass sie mithilfe digitaler Lehrszenarien ihre Studierenden individueller und effizienter beim Lernen fördern können. Im E-Learning finden sie den Kursraum „Interne Schulungen für Lehrende“. Dort gibt es Infos und Termine für verschiedene Angebote, die sie an der FHWS nutzen können. (Diese entstanden im Hochschulprojekt BEST-FIT und werden nun vom Zentrum Digitale Lehre organisiert.) Es gibt dabei kompakte Schulungen zu einzelnen digitalen Tools für die Lehre. Diese dauern jeweils maximal 2 Stunden, in denen das technische Know-how vermittelt wird, um die Werkzeuge anschließend direkt einzusetzen. Neben den eher technischen Schulungen gibt es aber auch Weiterbildungsangebote, die sich intensiver mit didaktisch-konzeptionellen Fragestellungen auseinandersetzen. Herr Müller und Frau Schmitt sind froh, im Schulungsangebot zu digitaler Lehre genau das gefunden zu haben, was sie in ihrer Lehre weiterbringt.

GRÜNDER:portfolio

Es wurde für Studierende, die nach dem theoretischen Basismodell die Umsetzungsphase im praxisbezogenen MakerSpace erfolgreich absolvieren und sich dort detaillierter mit den Themen Prototyping und Ideenumsetzung beschäftigten, ein dreistufiges Zertifikat GRÜNDER:portfolio Unternehmertum und Intra-/Entrepreneurship konzipiert. Begleitend dazu wurden innovative Start-Up-Events, internationale Workshops und kooperative Beratungen mit relevanten Inhalten angeboten. Das Abschlussportfolio stellt eine Sammlung der interdisziplinären gründungsrelevanten Aktivitäten der Studierenden dar und kann als Grundlage für eigene Start-up-Aktivitäten herangezogen werden.

Kompetenzfeststellungsverfahren

Für den Pilotstudiengang Maschinenbau wurde ein individuelles und praxisnahes Kompetenzprofil ermittelt, welches dem angestrebten Testverfahren zugrunde liegen sollte. Für die fundierte Ermittlung der Kompetenzen wurden Lehrende und Absolventen mit Berufspraxis befragt. Darüber hinaus wurden Vertreter aus Fachvorgesetzten und Personalverantwortlichen der regionalen Industrie interviewt, um zusätzlich die geforderten beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Maschinenbauabsolventen zu ermitteln.

Das entwickelte Testverfahren bildet sowohl fachliche als auch überfachliche Kompetenzen ab, die durch Selbst- und Fremdeinschätzungselemente die vorhandenen Kompetenzen der Studierenden zu verschiedenen Zeitpunkten im Verlauf des Studiums feststellen.

Kompetenzmonitor

Durch Aktivieren des Elements wird eine vergrößerte Bildansicht geöffnet
Schaubild Kompetenzforschung

Mit Hilfe des Kompetenzmonitors sollen die vorhandenen Kompetenzen der Studierenden zu verschiedenen Zeitpunkten im Studium sichtbar gemacht werden. Die mit dem Testverfahren erhobenen Kompetenzen werden technisch aufbereitet und fließen in ein Data Warehouse ein. Über den Kompetenzmonitor werden die Kompetenzen dann zielgruppenspezifisch visualisiert. Studierende erhalten individuelle Auskunft über ihre eigenen Kompetenzen und ihre Kompetenzentwicklung im Vergleich zu ihrer Jahrgangskohorte. Lehrende bekommen Informationen über die Kompetenzverteilungen in den Kohorten ihrer Lehrveranstaltungen, um ihre Lehrveranstaltung darauf abstimmen zu können. Zudem soll das Hochschulmanagement Informationen zur Kompetenzentwicklung der Studierendenkohorten erhalten, um daraus Maßnahmen zu Hochschul- und Studiengangentwicklungen ableiten zu können.

Das Modul PROPHET definierte die Anforderungen an den Kompetenzmonitor, das Modul SEISMO setzte diese technisch um.

  

Labor des Moduls PIONIER

Während des theoretischen Basismoduls gründen@fhws begann die praktische Umsetzungsphase in den Räumlichkeiten des neugegründeten Labors des Moduls PIONIER. Studierende aller Fachrichtungen fanden dort eine innovative Lern- und Werkumgebung, um Ihre entwickelten Ideen in Pretotypen zu erproben, und bei Anwendern erstmalig zu testen. Materialien, Ausstattung und Beratung unterstützen diese ersten Testphasen und beförderten den interdisziplinären Erfahrungsaustausch in das theoretische Basismodul hinein. Auf Fortschritte, die sich während dieser Testphasen ergaben, konnte so verzahnt auch im theoretischen Modul Bezug genommen werden und Inhalte konnten entwicklungsbezogen agil angepasst werden. Das PIONIER-Labor nahm somit die Funktion eines Kommunikations- und Kooperationslabors zur standortübergreifenden und interdisziplinären Zusammenarbeit der Studierenden ein und bot eine lokale Möglichkeit, die Vernetzung auch zu Kooperationspartnern zu  unterstützen. Die Zusammenfassung aller gründungsrelevanten Aktivitäten der Studierenden, fand Eingang in das GRÜNDER:portfolio.

Online-Assessment and Self-Evaluation (OASE)

Bei der Maßnahme OASE handelt es sich um ein digitales Feedback-Instrument für Studierende und Lehrende zur Analyse des Lernfortschritts.

Der Name OASE setzt sich aus den Begriffen Online-Assessment and Self-Evaluation zusammen und umfasst einen weitgefächerten Charakter eines hybriden Verfahrens aus Fremd- und Selbsteinschätzungskomponenten.

Ziel ist es, die Motivation und das Involvement der Studierenden insbesondere für Studienmodule mit hohen Durchfallquoten zu erhöhen und so die Bestehensquoten zu verbessern.

Durch Aktivieren des Elements wird eine vergrößerte Bildansicht geöffnet
Darstellung der drei Messpunkte

Hierfür wird der Lernfortschritt von Studierenden modulbezogen durch ein Online-Tool sowohl zu Beginn (PreTerm) als auch im Verlauf des Semesters (MidTerm) erfasst und am Ende mit den Anforderungen der Prüfung (PreExam) abgeglichen. Den Studierenden wird so durch die Kombination aus Selbst- und Fremdeinschätzung der eigene Lernfortschritt offengelegt. Hierdurch werden ihre individuellen Defizite themenspezifisch transparent gemacht, wodurch sie diese aktiv und gezielt angehen können. Lehrende bekommen kollektive Defizite der Studierenden aufgezeigt, auf die sie in den folgenden Lehrveranstaltungen durch gezielte Wiederholung oder Vertiefung des Lernstoffes reagieren können.

Neben den zentralen Messpunkten waren Online-Lerneinheiten geplant, die in den Studienverlauf eingebaut werden sollten, um darauf abzuzielen, die intrinsische Motivation der Studierenden zu fördern. Dies hätte durch motivierende, aktivierende Elemente bewirkt werden können (Gamification-Elemente), die man in den Lehralltag und die -veranstaltungen integriert hätte.

Online-Selbstlerneinheiten

In den englischsprachigen Studiengängen der Hochschule für angewandte Wissenschaften (FHWS), die vorwiegend von außereuropäischen Studierenden aus insgesamt mehr als 80 Ländern besucht werden, ist ein gutes Verständnis der englischen Sprache Grundvoraussetzung für den Studienerfolg. Seit dem Sommersemester 2020 bietet das BEST-FIT-Modul „Coaching and Autonomous Learning Matters“ (CoMa) daher für alle Angehörigen der FHWS kostenlose Online-Selbstlerneinheiten an. Diese werden durch die Anbieter Speexx, in Form des Zugangs zur Lernplattform Speexx Campus (v. a. für Wirtschaftsenglisch) und TechnoPlus (v. a. für technisches Englisch), in Form der Online Extensions und einer Vokabel-App (VocabApp), zur Verfügung gestellt. Außerdem können die Selbstlerneinheiten auch in das didaktische Konzept der Präsenzlehre an der Hochschule eingebunden werden, um dieses um digitale Elemente zu erweitern. Über einen entsprechenden Selbstlerneinheiten-Kurs im E-Learning kann man sich über die Lernpakete informieren. Die Angebote für Englischkurse zum Selbststudium sind noch bis Ende März 2022 nutzbar! Im Rahmen einer ebenfalls für alle FHWS-Angehörigen kostenlosen Sprachlernberatung konnten unter anderem die effektive Nutzung der Online-Selbstlerneinheiten und der eigene Lernfortschritt besprochen werden.

Online-Self-Assessments (OSA)

Bei der Maßnahme OSA handelt es sich um ein internetbasiertes Studienorientierungsangebot. Durch die OSAs sollen sich Studienbewerber/innen mit den Anforderungen eines Studiengangs vorab beschäftigen und diese mit ihren individuellen Neigungen und Begabungen abgleichen. Die studiengangspezifischen OSAs geben den Studieninteressierten somit in der Vorstudienphase Orientierung bei der Wahl des richtigen Studiengangs.

In der ersten Förderphase konnten bereits zehn OSAs aus fünf Fakultäten erstellt werden. Dieses Angebot sollte weiter systematisch ausgebaut werden.

Dabei hatten die Erfahrungen aus der ersten Förderphase gezeigt, dass durch die Freiheit in der Erstellung eine große Heterogenität der unterschiedlichen OSAs entstanden war, was insbesondere in Bezug auf die Auswertbarkeit und Vergleichbarkeit unvorteilhaft war. Um diese Heterogenität zu beseitigen und die OSAs vergleichbarer und besser auswertbar zu machen, fiel die Entscheidung für die Überarbeitung des zugrundeliegenden Rahmenkonzepts.

Bei der Überarbeitung stand eine stärkere Standardisierung im Vordergrund, durch die es auch möglich ist, die Ergebnisse der OSAs in das zukünftige Data-Warehouse-System der FHWS zu integrieren und dort zu analysieren. Darüber hinaus ermöglicht die Standardisierung eine höhere Vergleichbarkeit zwischen den Studiengängen und die Wahrung von einheitlichen Qualitätsstandards.

Sie finden die OSAs auf der Orientierungs-Plattform der Hochschule.

Orientierungsprojekt für Studieninteressierte

Das Orientierungsprojekt zur Eignungsfeststellung in der Vorstudienphase diente der praxisbezogenen Orientierung von Studieninteressierten mit differenten Bildungsbiografien als sogenanntes Eingangs-Assessment. Jährlich bis zu 300 Studieninteressierten konnten projektorientiert Kompetenzen aufgezeigt werden, die sie für ein ingenieurwissenschaftliches Studium benötigen. Gegliedert wurde das Projekt in die Projektbearbeitung durch Studieninteressierte und Informationsveranstaltungen, die sich mit der Hochschule, den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen und deren Anforderungen an die Studierenden und dem Berufsbild des Ingenieurs auseinandersetzten. Das Orientierungsprojekt wurde im Vorfeld der Bewerbungsphase für ein Studium in Kooperation mit allgemein- und berufsbildenden Schulen sowie der ansässigen regionalen Industrie durchgeführt.  Des Weiteren konnten in Kooperation mit den Schnuppertagen der FHWS durch das Orientierungsprojekt gezielt Frauen (z. B. Schülerinnen) an ein Ingenieursstudium herangeführt werden.

Ringvorlesung Gründen@FHWS

Im Modul PIONIER wurde ein praxisorientiertes Basismodul zum Unternehmertum und Intra-/Entrepreneurship entwickelt, um den Studierenden einen ersten Einblick in das Thema Unternehmertum und Selbständigkeit zu vermitteln und sie für die Gründung neuer Unternehmungen zu sensibilisieren. Dazu wurden Lehrangebote für ein moduleigenes und ständiges Wahlpflichtfach gründen@fhws konzipiert und in interaktiver Vorlesungsform in jedem Semester angeboten. Die Inhalte wurden speziell auf kreative Ideenentwicklung, unternehmerische Kompetenzen und die Anforderungen der Selbständigkeit ausgelegt. Ziel war es, die interdisziplinären Studierenden unter Betreuung systematisch an Produkt- und Dienstleistungsideen arbeiten und dabei fachliche sowie überfachliche Führungsqualitäten entwickeln zu lassen.

Emma, Jan, Lucy und Rashid lernen sich an der FHWS kennen. Obwohl sie unterschiedliche Studienfächer studieren, verbindet sie eine Gemeinsamkeit. Alle 4 können sich vorstellen, ein eigenes Unternehmen zu gründen, um in Zukunft an ihren eigenen Projekten und Ideen zu arbeiten. Es ist cool Verantwortung zu übernehmen und mit Mut Lösungen für Herausforderungen zu finden. Doch wie beginnt man richtig mit dem Gründen? Die vier informieren sich über die Unterstützung, die die Hochschule dazu bietet und sie lesen vom AWPF gründen@fhws. Themen wie Business Plan und Dialoge mit Startups – das hört sich richtig gut an. Sie wählen das Wahlfach und freuen sich, egal aus welchem Studienfach sie kommen, gemeinsam daran teilnehmen können. Nach einem Design Thinking Workshop, bei dem sie erste Geschäftsideen kreieren, arbeiten sie mit einem Profi an ihrer Business Modell Canvas. Ihr eigenes Geschäftsmodell entsteht. Sie testen ihre bisherigen Ergebnisse im interaktiven Planspiel gegen die Konkurrenz am Markt. In der Campus Startup Night stellen sie ihr Geschäftsmodell dann das erste Mal vor und holen sich die Unterstützung von Profis und Unternehmern, um ihre Vision voranzubringen. Am nächsten Morgen liefern sie den perfekten Pitch und gewinnen den Startup Award der Nacht. Während ihres Studiums arbeiten sie weiter an Ihrer Idee und die FHWS unterstützt auf vielfältige Weise: so bauen sie Prototypen in den Hochschullaboren und lassen sich vom Campus für Angewandte Forschung über Gründerstipendien beraten. Im Startup Club geben sie ihre eigene Erfahrung regelmäßig weiter und lernen dort auch Gleichgesinnte kennen. Du kannst Dir auch vorstellen, Dein ganz eigenes Ding zu starten? Dann mach es wie die vier und starte mit dem AWPF gründen@fhws oder einem der vielen anderen Gründerangebote durch. Infos dazu findest du unter FHWS PIONIER oder einfach via email gründen@fhws.de .

Schreibberatung

Die Schreibberatung zielte darauf ab, die Erfolgsquote im Studium zu erhöhen sowie der Internationalisierungsstrategie der Hochschule Rechnung zu tragen, indem Studierende beim Schreiben von Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten sowie Lehrende beim Erstellen von Journalartikeln und Konferenz-Papers, auch in englischer Sprache, unterstützt wurden. Die Schreibberatung sollte helfen, künftig eigenständig besser schreiben zu lernen und sich somit kontinuierlich zu verbessern. Hierbei spielten zum Beispiel Hinweise zur Struktur von wissenschaftlichen Arbeiten und Journalartikeln, zu Ressourcen zum Schreiben (in Form von Print- und Online-Wörterbüchern, Korpora- und Terminologie-Datenbanken), zur Schaffung eines Bewusstseins für typische sprachliche Wendungen und Grammatikstrukturen in deutschen und englischen Wissenschaftstexten (u. a. auch mit Hilfe sogenannter Online Phrase Banks), zur Vermeidung von typischen Fehlern und zur Vermittlung von Interpunktionsregeln, eine wichtige Rolle. Es wurde mit Schreibenden aller Niveaustufen gearbeitet und damit ein Angebot, sowohl für erfahrende Schreibende als auch für Erstschreibende, bereitgestellt.

Die Beratungen, Workshops und Schreibgruppen basierten auf dem Prinzip des gemeinsamen Arbeitens. Dadurch wurde ein Dialog über verschiedene Aspekte des Schreibens und des Schreibproduktes angeregt. Dabei blieben die Schreibenden immer für ihren Test selbst verantwortlich. Der Schreibberater coachte „lediglich“ und förderte ein kritisches Denken über den Schreibprozess. Der nachhaltige Lernprozess der Schreibenden stand im Mittelpunkt. Es wurde mit den Schreibenden nicht nur an konkreten Schreibaufgaben gearbeitet, sondern vor allem Techniken und Methoden vermittelt, mit denen auch zukünftig weitere Schreibprojekte selbständig bewältigt werden können.

Bei der Schreibberatung wurde auf eine Reihe elektronischer Ressourcen zurückgegriffen, die den Schreibprozess unterstützen, darunter elektronische Wörterbücher und Terminologie-Datenbanken, Korpora, akademische Phrasendatenbanken sowie Kollokationsfinder, die ergänzend zu Wörterbüchern ermöglichen, während des Schreibprozesses elektronisch und automatisch die typischen Wortverbindungen in Wendungen der akademischen Sprache zu ermitteln (dies stellt eine Hauptschwierigkeit beim akademischen Schreiben, sogar bei Muttersprachlern, dar).

Für alle Angehörigen der Hochschule für angewandte Wissenschaften (FHWS) wurde die Schreibberatung kostenlos angeboten. Interessierte können sich im E-Learning-Kurs Schreibberatung über das Angebot informieren und die erstellten Materialien unabhängig vom Beratungsangebot langfristig nutzen.

Alle Informationen aus der Postkarte enthällt der obenstehende Text.

Sprachkurse

Um einen Beitrag zur Internationalisierungsstrategie der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) zu leisten, förderte das BEST-FIT-Modul CoMa (Coaching and Autonomous Learning Matters) Sprachkurse, die durch den Campus Sprache angeboten und durchgeführt werden.

Von den Sprachkursen „Deutsch als Fremdsprache“ profitieren vor allem Studierende, die aus dem Ausland kommen und auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen. Es handelt sich hierbei in der Regel um Studierende der rein englischsprachigen Bachelorstudiengänge Business and Engineering, Mechatronics, Logistics und International Management. Insbesondere Kurse der Sprachniveaus B1 bis C1 werden in diesem Rahmen angeboten. Seit dem Wintersemester 2018/19 können durch gezielte Blended-Learning-Szenarien bereits zukünftige Studierende gefördert werden. Obwohl die Studieninhalte in Englischer Sprache dargeboten werden, ist für die sonstige Administration, Praktika in deutschen Firmen und generell das Leben in Deutschland eine gewisse Sprachkompetenz nötig. Der Studienerfolg der häufig von höheren Studienabbruchquoten betroffenen „incoming students“ wird durch die Steigerung der Sprachkompetenzen erhöht. Außerdem können durch diese Maßnahmen in Deutschland ausgebildete Fachkräfte besser in die deutsche Arbeitswelt integriert werden, wenn sie bereits während ihres Studiums erfolgreich Praktika in deutschen Firmen absolvieren, anstatt aufgrund der Sprachbarriere im Ausland ihre Erfahrungen zu sammeln.

Des Weiteren gibt es Englischkurse für Studierende, die sich auf die Arbeitswelt im Ausland vorbereiten wollen, da sie ein Auslandssemester, ein Praktikum bei einer dortigen Firma oder gar einen längeren Auslandaufenthalt planen.

Bei den meisten Kursen haben die teilnehmenden Studierenden die Möglichkeit, ein UNICert-Zertifikat zu erwerben. Hierbei handelt es sich um ein Fremdsprachenzertifikat spezifisch für den Hochschulbereich.

Ansprechpartnerinnen Campus Sprache

Elisabeth Nörl 

Mail: elisabeth.noerl[at]fhws.de

Eva Scholtyssek 

Mail: eva.scholtyssek[at]fhws.de

Mail: campus.sprache[at]fhws.de

Sprachlernberatung

Das innovative Lehr-/Lernkonzept, welches auf das autonome Sprachenlernen rekurriert, stellte sicher, dass auch solche Studierende, die aktuell keinen Englischkurs belegten, ihre Fachenglischkenntnisse verbessern konnten, um den englischsprachigen Vorlesungen folgen zu können. Zudem diente die Beratung zur Vorbereitung auf Auslandssemester und zur Verbesserung der Sprachkenntnisse für Prüfungen und Praktika. Ebenso profitierten die Mitarbeitenden der FHWS aus Verwaltung und Lehre von dem neuen Angebot im BEST-FIT-Modul Coaching and Autonomous Learning Matters (CoMa) mit dem Ziel, mit internationalen Studierenden auf einem höheren Niveau kommunizieren zu können. Die Sprachlernberatung war für Lernende aller Niveaustufen nutzbar.

Für alle Angehörigen der Hochschule für angewandte Wissenschaften (FHWS) standen seit dem Sommersemester 2020 Online-Selbstlerneinheiten der Anbieter Speexx und TechnoPlus zur Verfügung. Derartige Blended Learning- und E-Learning-Angebote werden dann besser wahrgenommen, wenn sie entweder in einen Präsenzkurs eingebunden sind oder von einer Lehrkraft unterstützt werden, die längerfristig Ansprechperson ist, ein Kursprogramm erstellt und regelmäßig den Lernfortschritt bespricht. Die Blended Learning- und Selbstlernangebote wurden zu Beginn von der Sprachlernberatung im Rahmen einer Einführungsveranstaltung vorgestellt und die Möglichkeiten zur Verbesserung des Sprachniveaus aufgezeigt. Seither konnten interessierte Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Verwaltung Beratungstermine mit der Sprachlernberatung vereinbaren, bei denen jeweils speziell auf die individuellen Bedürfnisse und die Lernerbiographie zugeschnittene Programme erstellt wurden, die die Lernenden dann autonom bearbeiten konnten. Außerdem stand die Sprachlernberatung für alle hierbei aufkommenden Fragen inhaltlicher und lernpsychologischer Natur zur Verfügung und besprach regelmäßig den Lernfortschritt. Weiterhin wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie neben den Blended Learning- und E-Learning-Tools diverse Medien der FHWS-Bibliothek sowie Arbeitsmittel aus dem Internet wie z.B. Sprachkorpora als weitere Ergänzung genutzt werden können, um den individuellen Lernbedürfnissen gerecht zu werden.

Für alle FHWS-Angehörigen war die Sprachlernberatung kostenlos. Interessierte können sich im E-Learning-Kurs Sprachlernberatung über die Beratung informieren.

Alle Informationen aus der postkarte finden sie im obenstehenden Text

Studienerfolgsforschung

Durch Aktivieren des Elements wird eine vergrößerte Bildansicht geöffnet
Einflussfaktoren auf den Studienerfolg

Das Modul FEM (Forschungs- und Evaluationsmodul) untersuchte Einflussfaktoren auf den Studienerfolg. Die Erreichung des jeweiligen definierten Ziels des Studiums kann dabei als Studienerfolg verstanden werden (vgl. Berthold et. al. 2015). Dies kann wie folgt gedeutet werden: Ein Studium ist erfolgreich, wenn ein berufsqualifizierender Abschluss in einem angemessenen Zeitraum und mit einer angemessenen Abschlussnote erreicht wird. Was dabei als angemessen betrachtet werden kann, hängt vom jeweiligen Kontext ab (Hochschule, Studiengang, Kohorte etc.).

Um ein Studium erfolgreich abschließen zu können, müssen Herausforderungen im Studium aber auch im privaten Umfeld von den Studierenden bewältigt werden. Die Überzeugungen bezüglich der eigenen Kompetenzen sowie der Wirksamkeit von eigenen Handlungen wird dabei eine wichtige Rolle in der Bewertung von Belastungen zugeschrieben (Schwarzer & Jerusalem, 2002). Daher steht im Fokus der Studienerfolgsforschung die Untersuchung des Einflusses des akademischen Selbstkonzeptes, der Motivation, der Selbstwirksamkeitserwartung sowie des Belastungserlebens und der Bewältigungsstrategien. Neben diesen psychosozialen Einflussfaktoren, haben Eingangsvorrausetzungen (z.B. die schulische Vorbildung), die Studienbedingungen und Kontextbedingungen, wie Ressourcen und Belastungen aus dem Umfeld, Einfluss auf den Studienerfolg.

Durch Aktivieren des Elements wird eine vergrößerte Bildansicht geöffnet
Befragungskonzept zur Untersuchung des Studienerfolgs

Zur Untersuchung der Einflussfaktoren werden quantitative und qualitative Daten im gesamten Studienverlauf erhoben. Die Daten von Studienanfänger/innen, Bachelorstudierenden im vierten und sechsten Fachsemester, Masterstudierenden im zweiten und dritten Fachsemester sowie Studienabbrecher/innen und Absolventen/innen werden dabei mittels quantitativer hochschulweiter Studierendenbefragung erhoben. Zudem werden die Zielgruppen Studienabbrecher/innen, Absolvent/innen und Lehrende mittels qualitativer leitfadengestützter Interviews zum Thema Belastungserleben und Bewältigungsstrategien im Studium befragt. Aus den qualitativen und quantitativen Forschungsergebnissen sollen Handlungsempfehlungen zur Erhöhung des Studienerfolgs für die Hochschule abgeleitet werden. Zudem wird ein Forschungsbeitrag zum Thema Studienerfolgsforschung geleistet.

Studienmonitor

Durch Aktivieren des Elements wird eine vergrößerte Bildansicht geöffnet
BEST-FIT Studienmonitor nach Zielgruppen und Zielsetzung

Der Studienmonitor ist eine Maßnahme der BEST-FIT-Module SEISMO und FEM, mit der eine neue Online-Plattform zur Visualisierung und Analyse von studienerfolgsrelevanten Kennzahlen entstand. Die Zielgruppen Studierende, Lehrende, Fakultätsverantwortliche und Hochschulmanagement erhalten über Kennzahlen, wie Bestehensquoten oder Creditpointanalysen, Rückmeldung über individuelle und kollektive Studienverläufe sowie Informationen über Entwicklungspotenziale in Studiengängen und der Hochschule. Zudem bekommen die Studierenden durch ein Frühwarn- und Empfehlungssystem (bei studienerfolgskritischen Verläufen, aber auch herausragend positiven Ergebnissen) Hilfestellungen während ihres Studiums. Durch eine einheitliche Datenbasis und Vernetzung verschiedener Kennzahlen, haben die unterschiedlichen Zielgruppen mit einem Klick alles im Blick.

Durch Aktivieren des Elements wird eine vergrößerte Bildansicht geöffnet
Datenfluss des Studienmonitors

Das Modul SEISMO entwickelte eigens ein Datawarehouse, mit dem verschiedene Datenquellen, wie die Datenbank des Prüfungsamtes oder Befragungen, angebunden und vernetzt wurden. Das Modul FEM definierte auf Basis von leitfadengestützten Interviews mit den unterschiedlichen Zielgruppen Kennzahlen (z.B. Gesamtnote und durchschnittliche Studiendauer), welche anschließend mittels quantitativer Zielgruppenbefragungen priorisiert wurden. Die Kennzahlen wurden zielgruppenspezifisch aufbereitet und über unterschiedliche, bereits an der Hochschule existierende Benutzeroberflächen (Studentenportal ⇒ Studierende/Micro Strategy ⇒ andere Zielgruppen) dargestellt.

Der Studienmonitor steht für Studierende seit dem Wintersemester 2018/19 zur Verfügung. Für die Zielgruppen Lehrende, Fakultätsverantwortliche und Hochschulmanagement war eine Veröffentlichung für das Sommersemester 2019 geplant. Anschließend wurde der Studienmonitor anhand von Zielgruppenbefragungen stufenweise ausgebaut und im Sinne einer formativen Evaluation optimiert. Somit wurde sichergestellt, dass der Studienmonitor optimal auf die Wünsche der Zielgruppen abgestimmt ist.

Terminologie-Datenbank

Zur Vereinheitlichung der sprachlichen Standards an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) und der besseren Vernetzung der englisch- und deutschsprachigen (TWIN-)Studiengänge, wurde eine Terminologie-Datenbank, die FHWS Language Base, im Rahmen des BEST-FIT-Moduls „Coaching and Autonomous Learning Matters” (CoMa) erstellt und gepflegt. Die FHWS Language Base entstand außerdem als Kooperationsprojekt mit dem Hochschulservice Kommunikation und steht allen Lehrenden und Studierenden der FHWS (und auch der allgemeinen Öffentlichkeit) online zur Verfügung. Die Terminologie-Datenbank soll insofern eine Hilfe für die Lehrenden sein, als dass die Lehrunterlagen auch sprachlich auf einem hohen Niveau gehalten werden können, welches akademischen Standards gerecht wird. Anstatt auf Paraphrasierungen zurückzugreifen, welche zwar verständlich, aber im internationalen Austausch zwischen Fachleuten unüblich sind, sollen sich die Studierenden möglichst früh an die Verwendung der treffenden Fachworte gewöhnen. Selbstverständlich bietet die Datenbank aber auch für die Studierenden eine Unterstützung, welche sie z.B. als Hilfsmittel für das Verfassen von Projektberichten sowie Bachelor- und Masterarbeiten nutzen können.

Die Begriffe sind, wenn möglich, mit einem Kontextbeispiel versehen und es ist erkennbar, welcher Fachrichtung die Termini zuzuordnen sind. Momentan umfasst die FHWS Language Base rund 4.000 Einträge (Stand: März 2021). Erreichbar ist sie unter https://languagebase.fhws.de.

 

Bei Fragen und Anregungen rund um die FHWS Language Base wenden Sie sich bitte an uebersetzungen[at]fhws.de.

Das ist Sven. Er studiert im TWIN-Studiengang Mechatronics an der FHWS. Er soll eine Hausarbeit in englischer Sprache verfassen. Ganz schön viele Fachbegriffe. Er erwähnt die Problematik in der Sprechstunde bei seiner Professorin, Frau Bauer. Frau Bauer hat gleich eine Lösung parat: Sie empfiehlt ihm, die FHWS Language Base für seinen Text zu nutzen. Wieder zu Hause, gibt Sven die Adresse https://languagebase.fhws.de in seinen Browser ein. Die FHWS Language Base enthält über 2000 Fachbegriffe in deutscher und englischer Sprache, und wird stetig erweitert. Sven verwendet den Filter und findet die benötigten Begriffe aus seiner Lehrveranstaltung. Viele seiner dicken Fach-Wörterbücher kann er jetzt zuhause lassen.

Tutorien

Im Rahmen des BEST-FIT-Moduls CoMa (Coaching and Autonomous Learning Matters) wurden zumeist antizyklische Tutorien zur Erhöhung des Studienerfolgs angeboten. Der Fokus lag hierbei auf Studierenden aller Studiengänge, die eine Prüfung wiederholen mussten, oder diese in vorangegangenen Semestern geschoben hatten. Außerdem konnte BEST-FIT bei der Einrichtung von Tutorien Starthilfe leisten, wenn von Seiten der Fakultät in einem bestimmten Fach bisher noch kein Angebot bestand.

Durch die Tutorien sollten Defizite erkannt und Studierende gezielt in schwierigen Phasen ihres Studiums gefördert werden. Die persönliche Betreuung durch Tutorinnen und Tutoren, die Ansprechpartner/-innen für alle Fragen sind, sorgte nicht nur für den Erwerb fachlicher, sondern auch überfachlicher Kompetenzen der teilnehmenden Studierenden. So erhielten Teilnehmende beispielsweise durch diese Form des Mentorings Kenntnisse im Selbst- und Zeitmanagement, sowie in Lernstrategien. Die Tutorien wurden besonders dann nachgefragt, wenn sie durch studentische Tutorinnen und Tutoren durchgeführt wurden, da das Peer-to-Peer-Learning von den Studierenden sehr geschätzt wird.

Durch Einsatz des im Studierendenportal implementierten Studienmonitors der BEST-FIT-Module SEISMO und FEM, wird seit dem Wintersemester 2018/19 den Studierenden, deren Prüfungserfolg unter Umständen gefährdet sein könnte, empfohlen, ein Tutorium zu besuchen. Darüber hinaus werden besonders leistungsstarke Studierende identifiziert. Ihnen wird angeboten, bei Eignung und Interesse, in bestimmten Fächern die Durchführung von Tutorien zu übernehmen.

Zur besonderen Förderung von internationalen Studierenden sowie im Hinblick auf die Verstetigung des Tutorienangebots, bestand seit dem Wintersemester 2018/19 eine Kooperation des Teilprojekts CoMa mit dem Projekt „i-Confidence“ des International Career Service.

Um die Qualität der angebotenen Kurse zu gewährleisten und zu verbessern, wurden die Lehrenden und Lernenden regelmäßig quantitativ und qualitativ evaluiert.

Unterstützung des Qualitätsmanagements

Durch Aktivieren des Elements wird eine vergrößerte Bildansicht geöffnet
Beitrag der BEST-FIT Maßnahmen zur internen Qualitätssicherung der FHWS

Im Rahmen des BEST-FIT Projektes wurden hochschulweite Befragungen durchgeführt, mit deren Hilfe Studierende u. a. zu Studienbedingungen, ihrem Lernverhalten sowie Unterstützungs- und  Beratungsangeboten befragt wurden. BEST-FIT hatte eine hochschulweite Befragung aller Studienanfänger/innen, eine Studienzufriedenheitsbefragung, eine Studienabbrecherbefragung sowie eine Studienabschlussbefragung konzipiert und durchgeführt. Die Befragungen fanden jährlich statt und konnten während der Projektlaufzeit an das Qualitätsmanagement der Hochschule übergeben und so in den Hochschulbetrieb überführt werden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der BEST-FIT Befragungen wurde u. a. auf der FHWS-Homepage auf den Seiten des Qualitätsmanagements veröffentlicht. Die Ergebnisse der BEST-FIT Befragungen wurden der Hochschulleitung, dem Qualitätsmanagement der FHWS und den einzelnen Fakultäten zur Verfügung gestellt, um diese für ihre Qualitätsentwicklung nutzen zu können. Zudem war geplant, dass den Zielgruppen Studierenden, Lehrenden, Studiengangsverantwortlichen und dem Hochschulmanagement über den Studienmonitor Befragungsergebnisse zielgruppenspezifisch zur Verfügung gestellt werden. Die Zielgruppen erhielten, neben Befragungsergebnissen, weitere Kennzahlen zum Studienerfolg, wie Bestehensquoten sowie Studienverlaufsanalysen. Kennzahlen und Befragungsergebnisse aus dem Studienmonitor sollten in die Lehrberichte der Fakultäten einfließen und den institutionalisierten Austausch auf allen Hochschulebenen fördern. Ein wichtiges Ziel des Studienmonitors war es, eine Datenbasis für die Studiengangs- und Hochschulentwicklung bereitzustellen. Somit wurde durch die BEST-FIT Maßnahmen ein wichtiger Beitrag zur internen Qualitätssicherung der FHWS geleistet.

Übersetzungsleistung

Die internationale Ausrichtung ist einer der wichtigsten Themenbereiche an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS). Bereits seit über 30 Jahren begrüßt die FHWS internationale Studierende aus über 80 Ländern, weltweit steht sie mit mehr als 230 Partnerhochschulen in Verbindung.

Die Lehrqualität der englischsprachigen Studiengänge an der FHWS, Mechatronics, Robotics, Business and Engineering, Logistics und International Management, konnte durch Fachübersetzungen deutlich gesteigert werden. Skripte aus dem Bereich der Lehre wurden durch einen Fachübersetzer im BEST-FIT-Modul „Coaching and Autonomous Learning Matters“ (CoMa) vom Deutschen ins Englische übersetzt. Über die Projektlaufzeit handelte es sich hierbei um ca. 750.000 Wörter.

Kontakt: uebersetzungen[at]fhws.de.


Veröffentlichungen

 

Als Download:

 

Als Link:

DiNa

Titel: Didaktik-Nachrichten (DiNa) 12/2020
Herausgeber: DIZ Zentrum für Hochschuldidaktik
kostenloser Download als PDF

 

Zeitschrift für Empirische Pädagogik – 2020 – 34 (3)

Herausgeberin: Prof. Dr. Rebecca Löbmann
kostenloser Download oder kostenpflichtige Printausgabe unter www.vep-landau.de

Tagungsbeiträge (Videos)


Kontakt

Stabsstelle Qualität und Hochschulentwicklung

E-Mail-Postfach: qm[at]fhws.de