Der Rundbau - Erkennungsmerkmal des Campus 1 am FHWS Standort in Schweinfurt

Die FHWS bietet Projekte für Geschwisterkinder krebskranker Kinder und für Familien mit Demenz an

28.01.2019 | fhws.de, Pressemeldung, FAS
Praxisprojekte der Musiktherapie mit Kooperationspartnern werden im Februar 2019 in einem Symposium präsentiert

Seit 2015 sind Praxisprojekte des Vertiefungsmoduls Musiktherapie im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) im Jahresprogramm der Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V. zusammen mit dem Psychosozialen Dienst der Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg, der Alzheimer Gesellschaft Würzburg/Unterfranken e.V. zusammen mit HALMA e.V. (Hilfen für alte Menschen im Alltag) fest etabliert worden. Unterstützt werden die Projekte von Studierenden und Absolventen des Masterstudiengangs Musiktherapie an der FHWS.

Anfang Januar 2019 wurde die diesjährige Jahresaktion der FHWS für Geschwisterkinder krebskranker Kinder angeboten. Studierende des Vertiefungsmoduls Musiktherapie hatten seit Oktober 2018 in ihrem zweiten Teil des Vertiefungsmoduls diese Interventionen vorbereitet, geplant und geübt. So wurde für zwei Gruppen von Geschwisterkindern „therapeutisches Songwriting“ angeboten, in dem die Kinder gezielt begleitet wurden, mit ihnen Themen zu finden und im Schreiben eines Textes zu einem von ihnen ausgesuchten Song diesen zu bearbeiten sowie in einer eigenen CD einzuspielen. Zu den zentralen Themen zählten bei ihnen, schwierige Situationen bewältigen zu können, positive Momente zu genießen, im Mittelpunkt stehen zu können und ganz eigene Beiträge zum Entstehen des Songs zu leisten. Unterstützt wurde das Angebot von der Elterninitiative und dem Kilianeum in Würzburg. Ein Beispiel des Jahresprogramms dieses Musikprojekt-Angebotes von 2018 kann abgerufen werden unter Station Regenbogen - Veranstaltungen

Im Dezember 2018 wurde die Jahresaktion der FHWS für häuslich gepflegte Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen angeboten im Rahmen der „Kultur für Menschen mit und ohne Demenz“ unter dem Dach von HALMA e.V. und der Alzheimer Gesellschaft Würzburg/Unterfranken. Neben der FHWS bieten die Hochschule für Musik Würzburg, das Museum Kulturspeicher Würzburg, die Stadtbücherei Würzburg, das Mainfranken Theater Würzburg, das Mozartfest Würzburg und weitere Kultur- und Altenhilfeinstitutionen der Stadt spezielle Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen insbesondere zum Ausbau der kulturellen Teilhabe an.

Ebenfalls im Dezember, so Professor Dr. Thomas Wosch, wurde die Jahresaktion 2018 der FHWS für häuslich gepflegte Menschen mit Demenz und deren pflegende Angehörige von Studierenden des Vertiefungsmoduls angeboten, in der Ressourcen von Menschen mit Demenz angesprochen und gestärkt wurden, die durch das Ansprechen und Aktivieren tief emotional verankerter Erinnerungen und Fähigkeiten im Kontext des Advent und dem Singen und Hören von Weihnachtsliedern und Weihnachtsszenen erreicht werden konnten. Für die pflegenden Angehörigen wurden in einem für sie konzipierten Teil ein Austausch zu ihrer Situation und ihren Bedürfnissen, ihrem individuellen Ausdruck und eine Entspannungsstrategie angeboten. Ermöglicht wurde die dafür notwendige materielle Ausstattung durch die Alzheimer Gesellschaft Würzburg/Unterfranken.

Auf der Grundlage des jährlichen Geschwisterkinderprojektes (seit 2015) konnte 2017 erfolgreich ein Projekt zur Untersuchung der Prävention in Stressbewältigung und Lebensqualität von Geschwisterkindern krebskranker Kinder eingeworben und 2018-2019 durchgeführt werden beim Gesundheitsamt Würzburg, bei „Gesund.Leben.Bayern“ und „Gesundheitsregion plus“. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sowie ein Workshop zur dabei entwickelten und eingesetzten Intervention werden am 22. Februar 2019 auf einem Symposium der FHWS vorgestellt und angeboten. Ein weiterer Schwerpunkt dieses Symposiums werden Untersuchungsergebnisse und ein Workshop zur Musiktherapie für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung und deren Familien sein. Weitere Informationen unter Symposium Musiktherapie