Studentinnen im Gespräch

Zur Revitalisierung des Brauereigeländes in Motten präsentierten 22 Bachelor-Architekten ihre Ideen

11.07.2016 | Pressemeldung, FAB
Weitere architektonische Konzepte entwickelten sie u.a. für eine Schule, ein Surfcamp sowie für Syrien postwar housing

Professorin Dorothea Voitländer begrüßte im Namen aller Professoren und Mitarbeiter der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen die diesjährigen 34 Bachelor-Absolventen.

Diese präsentierten in jeweils 15 Minuten ihre Konzepte zu unterschiedlichen Themen: 22 Studierende haben das allgemeine Thema „Revitalisierung Brauereigelände Will-Bräu in Motten" bearbeitet, drei weitere junge Architekten haben den „Anbau FHWS-Gebäude am Röntgenring" gewählt. Bei den freien Themen konnten sich die Studierenden selbst einen Aspekt aussuchen: Eine Studentin widmete sich der Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude, ein Student den An- und Umbau einer Schreinerei, mit „Nekropolis“ stellte ein Absolvent den Entwurf einer Friedhof- und Begräbnisanlage vor, ein weiterer den Erweiterungsbau für ein Schweizer Kunstmuseum und eine Stiftung, die Fondation Beyeler in Riehen. Zwei junge Architektinnen entwickeln Konzepte für die Schulanlage Walka mit einem Auditorium in Zermatt, während ein Absolvent seine Ideen für den Förderpreis für Nachwuchsgestalter, den Hawa Student Award, erläuterte. Mit „Syria: postwar housing“ widmete sich ein Architektur-Absolvent einer aktuellen Herausforderung, eine Absolventin stellte ihre Ideen für ein Surfcamp in der Algarve in Portugal vor.

Das von den meisten Absolventen gewählte Thema führt in die Rhön in den Ort Motten: Dort bestand die Aufgabe darin, eine neue Ortsmitte zu schaffen, die aktuell weder durch die Kirche, noch durch das Rathaus oder einen zentralen Platz gegeben ist und dominiert wird vom Brauerei-Areal mit seinen hohen Gebäuden (u.a. Lagerkellerhochhaus, Sudhaus) aus dem 9. Jahrhundert. Geprägt ist der Erholungsort mit 1.700 Einwohnern von drei Bergzügen sowie den durch die Gemeinde fließenden Döllbach.

Franziska Götz stellte mit „DREI3“ ihre Idee der Schaffung eines neuen Ortsmittelpunktes vor durch Abriss einiger Altbauten und der Errichtung dreier zentraler Plätze mit einer regionalen Anbindung an Hopfen, Malz und Wasser. Laura Küllstädt zeigte mit „Himmel und Erde“ die Möglichkeit eines Nischen-Konzeptes im Bereich des Tourismus auf mit einem ökumenischen Kloster-Hotel: Unterirdisch angelegt mit drei Baukörpern sowie drei integrierten Innenhöfen mit den Themen Wasser, Klostergarten sowie Stille und Meditation möchte sie Ruhesuchende nach Motten einladen. Den Döllbach möchte sie erweitern und ihn erlebbar in das Erholungskonzept integrieren.

Die Absolventin Lena Rammler nahm Bezug auf die Altersstruktur in der Gemeinde und erstellte im Ortskern einen multifunktionalen Baukörper, in dem ältere aktive Mitbürger leben und sich z.B. in den neuen regionalen Läden engagieren können. Anja Dietrich hat den Faden der „Fit-drauf“-Initiative der Jugendherbergen aufgenommen und könnte sich für Motten drei Häuser vorstellen, in denen Jugendliche in altersgerechten Programmangeboten zur Gesundheitsförderung unterkommen könnten u.a. mit Radwegen, einer Kneipp-Anlage mit der Nutzung des Döllbaches sowie der Nutzung des ehemaligen Backhauses für eine neue Bäckerei.