Hochschulgebäude am Sanderring 8 a in Würzburg

Zwei hervorragende Abschlussarbeiten der Angewandten Sozialwissenschaften wurden vorgestellt

Die Arbeiten beschäftigten sich mit Integration durch Religion sowie mit der Arbeitszufriedenheit unter Sozialarbeitern

Im Rahmen des Forschungskolloquiums wurden zwei hervorragende Abschlussarbeiten der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften vorgestellt zu den Aspekten „Integration durch Religion" und Arbeitszufriedenheit unter Sozialarbeitern.

Vor zahlreichem Publikum präsentierte zunächst Katharina Heilmann, Bachelorabsolventin der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, ihre preisgekrönte Abschlussarbeit zum Thema „Integration durch Religion". Anhand einer Aufarbeitung des Forschungsstandes zur Integration von Angehörigen verschiedener Religionen in die Aufnahmegesellschaft ging sie der Frage nach, ob Religion ein relevanter Faktor für eine erfolgreiche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist.

Heilmann kam zu dem Schluss, dass Religion zwar eine Ressource sein kann, dies jedoch von mehreren weiteren individuellen Faktoren und dem Ausmaß aktiver Beteiligung seitens der Person mit Migrationshintergrund abhängt. Die Ergebnisse der Studie sind von weitreichendem Interesse, Heilmann stellte die Arbeit bereits im „3. Symposium Migrationsgesellschaft“ an der FHWS vor und wurde darüber hinaus von Vertretern der Stadt Schweinfurt für einen weiteren Vortrag für interessierte Praktiker eingeladen.

Im Anschluss stellte Anne-Kathrin Müller ihre Masterarbeit vor. Als Absolventin des ersten Masterjahrgangs der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften (Jahrgang 2012) beschäftigte sie sich in einer quantitativen Studie mit der Frage nach der Arbeitszufriedenheit unter Sozialarbeitern. Ziel war es, Einflussfaktoren, die die Arbeitszufriedenheit von Sozialarbeitern beeinflussen, zu ermitteln und die Übertragbarkeit entsprechender Modelle der Arbeits- und Organisationspsychologie auf die soziale Arbeit zu prüfen. Neben Design und ersten Ergebnissen erläuterte Müller ausführlich statistische Methoden und stand den interessierten Zuhörern Rede und Antwort.

Es ist geplant, das Forschungsprojekt weiterzuführen und auch auf europäischer Ebene Befragungen durchzuführen.