Studierende vor dem Haupteingang der FHWS in Schweinfurt

26 Länder an der FHWS – europäische und deutsche Spitzenereignisse der Musiktherapie in Würzburg

130 Teilnehmer besuchten das Symposium in Würzburg

Das Symposium „Europäische Perspektiven zur Musiktherapie für Menschen mit Behinderung und in der Geriatrie“, veranstaltet von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, der Hochschule für Musik Würzburg, der BAG-Musiktherapie (ein Zusammenschluss der musiktherapeutischen Berufs- und Fachverbände in Deutschland) sowie der EMTC (European Music Therapy Confederation, dem höchsten EU-Gremium der Musiktherapie mit Landesdelegierten aus allen EU-Ländern), besuchten in Würzburg 130 Teilnehmer aus Deutschland und ganz Europa. Es wurde im Vorfeld der diesjährigen Vollversammlung der EMTC veranstaltet, das erstmals in Deutschland stattfand.

Ziel des Symposiums war es, so die Veranstalter, den aktuellen Stand in der Forschung und klinischen Praxis in den beiden Anwendungsfeldern für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und in der Geriatrie in Europa vorzustellen. Dabei wurden sowohl neueste Untersuchungen und Anwendungen präsentiert, als auch die aktuell anstehenden weiteren Herausforderungen diskutiert.

Die Präsidenten der Hochschulen - Professor Dr. Bernd Clausen von der Hochschule für Musik sowie Professor Dr. Robert Grebner von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt - begrüßten die Teilnehmer und betonten die Wichtigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit. Für die Hochschule für Musik sorgte Professor Dr. Andreas Lehmann, für die Hochschule Würzburg-Schweinfurt Professor Dr. Thomas Wosch für die Organisation und zusammen mit vielen FHWS-Studierenden der Musiktherapie für die Durchführung des Symposiums.

Das Tagungsprogramm umfasste acht Vorträge und ein Panel zu folgenden Themen: „Die Wirkung der Musiktherapie bei Menschen mit Demenz“ (Annemiek Vink, Holland), „Möglichkeiten der aktiven Musiktherapie in der Rehabilitation nach Schlaganfall“ (Esa Ala-Ruona, Finnland), „Spanische Musiktherapieforschung zu Demenz und Behinderung“ (Maria Teresa del Moral, Spanien), „Musiktherapie in der Neurorehabilitation – Praxis und Forschung“ (Marketa Gerlichova, Tschechien), „Zusammenarbeit mit Eltern in der Musiktherapie für Eltern von Kindern mit ASS“ (Tali Gottfried, Israel), „Sieh’ mich – hör’ mich. Das Kind mit besonderen Bedürfnissen in einem Schulsetting“ (Ingeborg Nebelung, Norwegen), „Die signifikante Wirkung von Musiktherapie auf den Selbstausdruck, Kommunikation, Sozialisation und Selbstwert von jungen Erwachsenen mit Sehstörungen und Blindheit“ (Elide Scarlatta, Italien), „Die Störung gemeinsam angehen: Gedanken zur musiktherapeutischen Arbeit mit Menschen mit schweren geistigen Behinderungen“ (Tessa Watson, Großbritannien) sowie das Panel „Die Ausbildung von Musiktherapeuten für die Arbeit mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Demenz“.

Dieses Symposium war eingebettet in die Vorstandssitzungen und die Jahresvollversammlung der EMTC vom 14. bis 17. Mai an beiden Hochschulen. Des Weiteren fand am 16. Mai die Mitgliederversammlung der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) an der Hochschule Würzburg statt, in der auch der Vorstand der DMtG neu gewählt wurde. Mit ihrem Tagungsort unterstützte damit die DMtG sehr die Teilnahme ihrer Mitglieder am EMTC-Symposium. Die Internationalität abrundend, waren auch zehn Musiktherapie-Studierende der Universität Louisville (USA) mit ihren beiden Professorinnen Dr. Darcy DeLoach und Dr. Petra Kern zum Symposium nach Würzburg gekommen. Petra Kern ist Absolventin der Hochschule in Würzburg und seit mehr als zehn Jahren Professorin in den USA. Am Tag nach dem Symposium trafen sich die Studierenden aus Louisville mit Studierenden der Hochschule in Würzburg zum Austausch.