Blick vom Vorplatz auf den FHWS Standort Sanderheinrichsleitenweg in Würzburg

3. EnergieDialog: Leistungsfähige Speichertechnologien für sichere Energieversorgung gesucht

Professor Dr. Paulus stellte mit „Power to gas“ sein Konzept zur dezentralen, regionalen Energiespeicherung vor

Der 3. EnergieDialog Mainfranken widmete sich der Herausforderung der Energiewende. Diese stellt eine komplexe Aufgabe dar – technisch, wirtschaftlich wie gesellschaftlich. Eine zentrale Herausforderung liegt darin, erneuerbare Energien immer und überall verfügbar zu machen, auch wenn diese nicht immer bedarfsgerecht „produziert“ und häufig nicht am Ort des Verbrauchs erzeugt werden.

Gefragt sind daher leistungsfähige Speichertechnologien, die dem zunehmend fluktuierend anfallenden Energieangebot Rechnung tragen und damit einen maßgeblichen Beitrag für eine sichere, kontinuierliche Energieversorgung leisten. In vier Vorträgen erläuterten die Referenten den rund achtzig Teilnehmern die Aspekte „Energiespeicher für die Energiewende – Technologien und Anwendungen“, „Zuverlässige Stromversorgung durch Batteriespeicher“, „Power to gas“ sowie „Der Dachs. Die Kraft-Wärme-Kopplung“.

In seinem Vortrag „Power to gas“ stellte Professor Dr. Johannes Paulus von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt ein Konzept zur dezentralen, regionalen Energiespeicherung vor. Ziel sei es, in einer Power-to-Gas-Anlage mit Hilfe von überschüssigem, regenerativ erzeugtem Strom mittels Elektrolyse Wasser in Wasser- und Sauerstoff zu trennen. Der so gewonnene Wasserstoff könne anschließend gespeichert oder ins Erdgasnetz gespeist werden. Mit dem gespeicherten Wasserstoff werde dann bei Bedarf durch ein Blockheizkraftwerk wieder Strom erzeugt. Das deutsche Erdgasnetz sei das am besten geeignete Speichermedium, um die für eine erfolgreiche Energiewende notwendigen Kapazitäten bereitzustellen. Ein weiterer Vorteil dieser Speichertechnologie liege in deren „Demokratiekompatibilität“ - im Gegensatz zum Bau von Windkraftanlagen oder Pumpspeichern seien allenfalls marginale Eingriffe in das Landschaftsbild notwendig.

Weitere Informationen unter 3. EnergieDialog