Studierende vor dem Haupteingang der FHWS in Schweinfurt

Ausbau der A3 am Würzburger Katzenberg sowie Auszeichnung von Studierenden

Studienbereich Geo an der FHWS lud zu Fachvorträgen ein

Im Rahmen des Geodätischen Kolloquiums des Studienbereichs Geo an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt referierte Dipl.-Ing. Andreas Hecke von der Autobahndirektion Nordbayern zum Thema „Ausbau der BAB A3 bei Würzburg – eine Kapazitätserweiterung im städtischen Umfeld“.

„Die Bundesautobahn A 3“, so die Autobahndirektion Nordbayern, „ist Europastraße und Bestandteil des transeuropäischen Verkehrsnetzes. Als eine der wichtigsten deutschen Autobahnen verläuft sie von der niederländischen bis zur österreichischen Grenze. Seit der durchgehenden Fertigstellung der A 3 zwischen Aschaffenburg und Nürnberg Mitte der 1960er Jahre hat der Verkehr sich bis heute etwa verdreifacht. Nur mit einem sechsstreifigen Ausbau kann diese Verkehrsmenge sicher und staufrei bewältigt werden.“ Der Ausbau zwischen der Anschlussstelle Würzburg-Heidingsfeld und der Mainbrücke Randersacker sehe vor, die Autobahntrasse um neun (Richtung Frankfurt) beziehungsweise zwölf (Richtung Nürnberg) Meter abzusenken und auf einer Länge von 570 Metern in einen Tunnel zu verlegen.

Hecke schilderte neben den Daten und Fakten – einer Baulänge von 5,4 Kilometern und Baukosten von 221 Millionen Euro mit einer geplanten Fertigstellung Ende 2019 – auch den späten Baustart: Die Planung liefe bereits seit September 2003, habe aber durch 3.500 Einwendungen und zahlreiche Klagen erst neun Jahre später im September 2012 beginnen können.

Im zweiten Teil des Geodätischen Kolloquiums wurde das Thema Ausbau der A3 aus der Sicht von Vermessungsingenieuren betrachtet: Michael Amrhein (Angermeier Ingenieure GmbH), German Hüfner (A.I.T GmbH) und Stefan Stahl (Leonhard Weiss GmbH & Co. KG) stellten die Vermessungsstrategien zur Bauausführung und Bauüberwachung von Brücken vor und hoben die besonderen technischen Herausforderungen Tunnel im Projekt Würzburger Katzenberg hervor. Im Rahmen der Veranstaltung wurden ebenfalls herausragende Abschlussarbeiten durch die mitorganisierenden Verbände prämiert.