Zwei Studierende im Gespräch

Austausch, Vernetzung, Best Practices: Welcome–Studierende engagieren sich für Flüchtlinge

03.11.2017 | Pressemeldung
Das jährliche Regionaltreffen des DAAD Welcome-Projektes fand in Würzburg an der FHWS statt

Die Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) lud ein zum jährlichen Regionaltreffen des DAAD Welcome-Projekts (Deutscher Akademischer Austauschdienst): Bei diesem Vernetzungstreffen ging es um Austausch und Informationen für Studierende, die sich im Rahmen des Welcome-Projekts für die Integration Geflüchteter in die Hochschulen einsetzen.

Julia Kracht, Mitarbeiterin beim Referat Hochschulprogramme für Flüchtlinge des DAAD, begrüßte die Teilnehmenden. Im Anschluss stellte Professor Dr. Roßkopf, Vizepräsident der FHWS und Projektleiter des Welcome-/Integra-Programms, die Hochschule und ihre speziellen migrationsbezogenen Studienangebote vor. Die beiden Projekte „Welcome“ und „Integra“ wurden von der Projektkoordinatorin Anca Aicha sowie deren Vorgängerin Bedia Dag vorgestellt. Beide Projekte werden vom DAAD finanziert und sollen studierfähigen Geflüchteten den Einstieg in ein Studium erleichtern. Ein Geflüchteter und ehemaliger Integra-Kursteilnehmer berichtete in diesem Zusammenhang von seinen positiven Erfahrungen mit dem Projekt und dem Projektteam.

Am Regionaltreffen nahmen zahlreiche Initiativen aus Universitäten und Fachhochschulen verschiedener Bundesländer teil. Diese berichteten, wie an ihren jeweiligen Hochschulen das Welcome-Projekt umgesetzt wird. Hierzu zählen beispielsweise Orientierungsangebote, Kultur- und Freizeitangebote, Hilfe bei behördlichen Fragen, Unterstützung bei der Zeugnisanerkennung und Hilfestellung durch Tutorien für die Geflüchteten.

Anschließend hielt Maria Horschig, DAAD-Referentin für Onlinekommunikation, einen Vortrag darüber, wie Hochschulen ihr Webangebot zielführend gestalten können. So gab es einige Tipps, um über das Studienangebot für Geflüchtete so zu informieren, dass diese die bereitgestellten Informationen schnell und einfach erfassen können.

Im Anschluss fanden Gruppendiskussionen zu vier verschiedenen Themen statt. Im ersten Durchlauf fanden gleichzeitig Gespräche über „Sprache – vom Unterricht in den Alltag. Weiterführende Methoden des Spracherwerbs“ und „Dran bleiben! Betreuung auch während des Studiums“ statt. Es folgten darauf zwei weitere Diskussionsrunden zu den Themen „Frauen ins Studium integrieren – eine Herausforderung?“ und „Alles nur Theorie – Studium und dann? Übergang in Praktika und Beruf“.

Nach den Gesprächsrunden mit teils ähnlichen, teils kontrovers verlaufenden Ansichten folgte eine abschließende Frage- und Austauschrunde. Die Teilnehmer, so Aicha, zeigten sich sehr zufrieden und bereichert über die vielen wertvollen Informationen und Best Practice-Impulse.