Zwei Studierende im Gespräch

Bergwerk 311: Studierende der Fakultät Gestaltung präsentierten an zwei Tagen 2D- und 3D-Exponate

Studierende, Absolventen, Mitarbeiter und Professoren standen für Informationen und Gespräche zur Verfügung

An zwei Tagen konnten Besucher die Ausstellung „Bergwerk 311“ der Fakultät Gestaltung an der FHWS besuchen. Die 311 Abschlussarbeiten und Semesterprojekte wurden in 2D und 3D präsentiert und sind im Zeitraum Oktober 2014 bis Januar 2015 entstanden in den Kategorien Grafikdesign, Illustration, Fotografie, Film, Typografie, interaktive Medien und Gestaltung. Studierende, Absolventen, Mitarbeiter und Professoren standen für Gespräche und Nachfragen zur Verfügung; Karten mit Informationen, Links und Mailadressen für Rückfragen lagen aus. Studieninteressierte konnten sich über die Designausbildung in Würzburg informieren.

„Bergwerk 311“ - einige Projekte:

Julian Michel stellt sein Projekt „Monument“ vor (www.julian-michel.com/interaktive_monument.html): „Am 16. März 1945 wurde die historische Altstadt Würzburgs zu 90 Prozent zerstört. Das eigentliche Ausmaß der Zerstörung ist heute kaum mehr zu begreifen und kann allein durch Zahlen nicht dargestellt werden. Durch die Möglichkeiten digitaler Medien kann der Blick in die Vergangenheit intensiver wahrgenommen und die Aufmerksamkeit der Nutzer gesteigert werden.“ Durch eine Stereokamera, die Werte über Handposition und Handdrehung übermittelt, werde, so Michel weiter, die Hand erkannt, wenn sie über den mit Stoff bespannten Tisch gleitet und den Stoff eindrückt. Durch das Eintauchen in den Stoff und somit auch das „Eintauchen in die Geschichte Würzburgs“ zoome der Betrachter näher an das Luftbild, durch eine Handdrehung kann man „die Zeit zurückdrehen“ und zwischen dem Luftbild von 1945 und dem heutigen wandern. Durch ein längeres Eintauchen erscheine im Hintergrund eine akustische Untermalung, die das Thema emotionalisiere, ebenso wie einige Flieger und Wolken, die über die Karte fliegen. Insgesamt sind aktuell dreißig unterschiedliche Ansichten der Innenstadt eingebunden.

Die Studentin Ann-Kathrin Bittner führte mit ihrem Projekt „Maschenwunder“ ein in den Bereich des Upcycling (http://cargocollective.com/ann-kathrinbittner/maschenwunder-die-masche-zieht-immer): „Plastiktüten – tagtäglich verwenden wir sie zum Transport unserer Einkäufe. Es gibt sie aus sehr dünnem Plastik für Gemüse und Obst, aber auch aus dickerem Plastik wie in Modegeschäften. Im Durchschnitt verwenden wir sie jedoch nur 25 Minuten, danach landen sie entweder im Müll oder unkontrolliert in der Umwelt. Bei diesem Projekt habe ich mich mit der Verpackung `Plastiktüte` und der Frage, wie man aus ihr durch künstlerische und handwerkliche Weiterverarbeitung einen Mehrwert bekommen kann. Es soll außerdem zeigen, dass Plastiktüten in unserer Konsumgesellschaft für viel mehr Zwecke verwendet werden können als nur zum Tragen von Gegenständen.“