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„Bibliothekare sind keine Bibliophilen“: 61. Konferenz der bayerischen Hochschulbibliotheken

13.06.2016 | Pressemeldung, FANG
Themen waren u.a. die Langzeit-Archivierung digitaler Bestände und die Vermittlung von Informationskompetenz

Rund dreißig Teilnehmer trafen sich an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt zur zweitägigen 61. Konferenz der Bibliotheken der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Schweinfurt. An der Sitzung nahmen die Leitungen der 17 staatlichen und der zwei kirchlichen Hochschulbibliotheken teil sowie der Generaldirektor der bayerischen Staatsbibliothek Dr. Klaus Ceynowa und sein Referent Dr. Martin Hermann. Die Konferenz findet mehrmals im Jahr statt, im Sommer zweitägig an wechselnden Standorten in Bayern.

Vizepräsident Professor Dr. Ralf Rosskopf begrüßte die Gäste und erläuterte, dass die Hochschule Würzburg-Schweinfurt für eine optimale Finanzausstattung der Bibliotheken an ihren beiden Hochschulstandorten sorgen werde, es gäbe Schulungen zur Nutzung digitaler Medien, und es sei die Errichtung einer neuen Bibliothek am Standort in Schweinfurt auf dem neuen i-Campus geplant. Zudem lobte er den Bibliotheksverband Bayern für seine hervorragende Tätigkeit.

Dr. Klaus Ceynowa wies darauf hin, dass Bibliothekare keine Bibliophilen seien. Aktuell stelle man sich u.a. der Frage der Digitalisierung und Nachhaltigkeit und der Herausforderung der Langzeit-Archivierung digital zur Verfügung stehender Angebote (Langzeitarchivierung). Auf dem Programm standen darüber hinaus u.a. die Themen digitale Bibliothek, Weiterentwicklung von Dienstleistungen sowie haushalts- und urheberrechtliche Fragen, zudem ein Erfahrungsaustausch der Hochschulbibliotheken untereinander zu Fragen der Ausstattung beim Personal, Etat und bei räumlichen Gegebenheiten, zu neuen Projekten und Entwicklungen und nicht zuletzt zu Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.

Zur Sprache kamen auch die Aspekte der technischen Infrastruktur, die von der aktuellen Entwicklung der Bibliothekssysteme bis zur Verlagerung der Bibliotheksdaten in die Cloud reichen, die digitalen Bibliotheken mit ihrem kontinuierlich wachsenden Bestand an elektronischen Ressourcen (eBooks, eJournals), die die Hochschulbibliotheken in allen bibliothekarischen Geschäftsfeldern vor neue Herausforderungen stellen, das Urheber- und Haushaltsrecht wurde diskutiert und die Vermittlung von Informationskompetenz, um die Hochschulangehörigen wie auch z.B. Schüler bei der Suche nach Literatur und Information zu unterstützen.