Blick in einen Flur am FHWS Standort Sanderheinrichsleitenweg in Würzburg

Das Dienstagsgespräch gab neue Einblicke in die Geschichte, Konzepte und Planungen der LGS 2018

10.05.2017 | Pressemeldung, FG
Gärten, Geschichte, Gestaltung erwartet die Besucher im kommenden Jahr auf dem historischen Gelände am Hubland

In der Vortragsreihe „Dienstagsgespräche“ an der Fakultät Gestaltung Würzburg an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt gaben vier Referenten Einblicke in Geschichte, Konzepte und Planungen der Landesgartenschau, zu der Würzburg einlädt an 179 Tagen vom 12. April bis zum 7. Oktober 2018. Klaus Heuberger (Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH), Reinhard Meerwein (Ausstellungsdesigner und Inhaber der Agentur tecton), Dr. Roland Flade (Journalist und Historiker) sowie Christian Loderer (plancontext Landschaftsarchitektur) erläuterten dem interessierten Publikum in einer einstündigen Präsentation mit anschließender Diskussion Hintergründe, Details und Ideen, die realisiert werden auf dem historischen Areal, das zuletzt militärisch genutzt wurde und künftig auf 95 Hektar rund 4.000 Bewohnern zur Verfügung stehen wird sowie Unternehmen, Forschungsinstitutionen sowie Hochschulen. Auch das landschaftsarchitektonische Konzept der Berliner hutterreimann Landschaftsarchitekten konnten die Zuschauer im Fotostudio der FHWS mitverfolgen.

Klaus Heuberger zeigte auf, wie sich der Zeitstrahl, angefangen von der Bewerbung der Stadt Würzburg im November 2009 bis hin zur Eröffnung im April 2018, über knapp zehn Jahre entwickelte. Würzburg „könne“ Landesgartenschau und habe bereits 1990 mit einem Konzept überzeugt, dessen Erbe noch heute Bestand habe. Die Besucher erwarte ein offener neuer Stadtteil mit rund siebzig bis hundert Ausstellern.

Dr. Roland Flade führte in seinem Vortrag ein in die rund dreihundertjährige Geschichte des Hubland-Areals, angefangen mit dem Kartoffeldenkmal, das zu Ehren des Professors Philipp Adam Ulrich im Jahr 1737 aufgestellt wurde, über einen gemauerten Galgen, das Kriegsgefangenenlager aus der Zeit des ersten Weltkrieges über eine Fliegerschule aus den 1920er Jahren, die Nutzung des Geländes, um Vertriebene des zweiten Weltkrieges unterzubringen bis hin zum deutsch-amerikanischen Volksfest. Die Geschichte des neuen Stadtteils könne auf rund zwanzig Stelen auf dem Landesgartenschau-Gelände nachgelesen werden.

Reinhard Meerwein stellte das Ausstellungskonzept vor mit vielen Lebens- und Gestaltungswelten, die u.a. in historischen Werkstätten, einer alten Tankstelle, einem Kino untergebracht sind und einladen in American Diner-Räumlichkeiten, Ausstellungen sowie Lichtspiele.

Christian Loderer gab u.a. Einblicke in die Leitmotive der Zeitreisen, der Wissens- sowie die zwölf Themengärten, die zu den Bereichen „Wachsen und Werden“, „Probieren und Genießen“, Wohnen und Leben“ sowie „Entdecken und Erforschen“ angeboten werden.

Weitere Informationen unter Fakultät Gestaltung

LGS 2018 Würzburg

Projekte LGS Würzburg

Tecton Berlin

Plancontext