Hochschulgebäude am Sanderring 8 a in Würzburg

Das HRK-Audit Internationalisierung der Hochschulen konnte erfolgreich abgeschlossen werden

Fazit des Beraterteams: Die FHWS bringt gute Voraussetzungen für ihre weitere Internationalisierung mit

Mit der „Zukunftswerkstatt“, die im November an der FHWS durchgeführt wurde, ist der Audit „Internationalisierung der Hochschulen“, der von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) angeboten wird, erfolgreich abgeschlossen worden. Die Hochschule Würzburg-Schweinfurt ist nun berechtigt, das Audit-Siegel zu führen. Das HRK-Audit unterstützt die teilnehmenden Hochschulen darin, ihre Internationalisierung profilbildend auszurichten.

An der FHWS studieren aktuell 670 internationale Studierende - ca. sieben Prozent im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt an großen Fachhochschulen von 10,8 Prozent. Das soll nicht so bleiben, denn der Internationalisierung kommt an der FHWS ein hoher Stellenwert zu. Nicht nur die Hochschulleitung engagiert sich sehr, auch weite Teile der Gesamthochschulgemeinschaft tragen dieses Profil als Leitidee. „Mit dem i-Campus“, so die HRK, „hat die FHWS ein durchaus wegweisendes Projekt entwickelt, das geeignet ist, den Grad der Internationalität an der Hochschule auf längere Sicht maßgeblich zu steigern. Dank der Konversionsflächen in Schweinfurt verfügt die FHWS über angemessene, räumliche Kapazitäten. Nicht zuletzt finden sich in der Region Mainfranken diverse, teils exportorientierte Unternehmen, die dem Internationalisierungsprozess überwiegend aufgeschlossen gegenüberstehen, die FHWS auf vielfältige Weise – u.a. durch eine internationale Vernetzung – in ihren Aktivitäten unterstützen können und die im Gegenzug Absolventinnen und Absolventen der FHWS als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gewinnen.“

Zum Hintergrund:

Die Zielsetzung der Zukunftswerkstatt, die von den Projektreferenten der Hochschulrektorenkonferenz, Sarah Grünendahl und Gernot Schmitz, geleitet wurde, war es, den bisherigen Prozess der Internationalisierung an der FHWS zu bewerten und künftige Schritte zu planen. Die Maßnahmen und Umsetzungsschritte orientierten sich am 74-seitigen Empfehlungsbericht der Gutachtergruppe mit drei international erfahrenen Beratern, der Professorin Dr. Anne Klebes-Pélissier (ehemalige Vize-Präsidentin für Internationale Beziehungen an der Universität Straßburg), Professor Dr. Joachim Metzner (ehemaliger Präsident der FH Köln) und Peter Plenge (ehemaliger Kanzler der Universität Aalborg sowie der Universität, Kopenhagen).

Neben der Betrachtung der strategischen Ausrichtung sind die Empfehlungen gegliedert in die vier Handlungsfelder „Planung & Steuerung“, „Studium & Lehre“, „Forschung & Wissenstransfer“ sowie „Beratung & Unterstützung“. Im ersten Handlungsfeld „Planung & Steuerung“ empfiehlt das Beraterteam u.a., die Mobilität des Verwaltungspersonals, insbesondere in den Hochschulservicestellen, weiter zu fördern. Die sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen, die sich die Mitarbeiter im Zuge dessen aneignen, kämen dem Internationalisierungsprozess der Hochschule zugute. Im zweiten Handlungsfeld „Studium & Lehre“ hält das Beraterteam es für unerlässlich, im Zuge der Outgoing-Mobilität Änderungen am Curriculum vorzunehmen: In einem ersten Schritt sollten alle Studiengänge konsequent auf einsemestrige Module umgestellt werden. Das Prinzip der inhaltlichen Flexibilität bei Studienleistungen sollte berücksichtigt werden mit einer Gleichwertigkeit anstelle der Gleichartigkeit bei den Anrechnungsverfahren.

Im dritten Handlungsfeld „Forschung & Wissenstransfer“ erkennt das Beraterteam die Projekte i-Factory und i-Media als mögliche Profilierungsprojekte der Hochschule an. Die FHWS könne in der wissenschaftlichen Community auf internationaler Ebene noch stärker in Erscheinung treten und sich weltweit vernetzen. Im vierten Handlungsfeld „Beratung & Unterstützung“ schlugen die Berater vor, noch mehr Werbung als bisher bei den Studierenden für die Durchführung eines Auslandsaufenthaltes zu machen. Zudem empfahlen sie, um den internationalen Hochschulmitgliedern den Einstieg an der FHWS zu erleichtern, alle Dokumente, Handreichungen sowie internen Mitteilungen durchgängig auf Englisch zur Verfügung zu stellen.

In ihrer Schlussbemerkung wurde der FHWS bescheinigt, sehr gute Voraussetzungen für eine weitere Internationalisierung mitzubringen.