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Der „Fluchtatlas“ dreier FHWS-Studentinnen erhält in Frankfurt den „German Design Award 2016“

12.02.2016 | Pressemeldung, FG
Buchprojekt mit komplex zusammenhängenden, politischen Sachverhalten und menschlichen Komponenten überzeugt

In der Kategorie “Excellent Communications Design – Books and Calendars” erhielten die Studentinnen Lilli Scheuerlein, Yvonne Moser, Laura Markert der Fakultät Gestaltung an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt für ihren „Fluchtatlas – Gefangen in der Freiheit“ die Auszeichnung “German Design Award 2016”.

Die Begründung der Jury: „Flucht und Asyl sind höchst aktuelle Themen. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Atlas steht der Fluchtatlas nicht für Freiheit, sondern für den unfreien Menschen, der gezwungen ist, seine Heimat zu verlassen. In den Kapiteln `Heimat`, `Flucht` und `Schutz` begleitet der Leser die Flüchtlinge auf ihrem schier endlosen Weg. Klare Grafiken verdeutlichen das Ausmaß des Problems, emotionale Bilder und Einzelschicksale durchbrechen das Raster und schaffen Nähe und Empathie. Der `Fluchtatlas` ist ein außergewöhnliches Buchprojekt, das sich der neutralen Sprache eines Atlasses bedient, um komplex zusammenhängende, politische Sachverhalte zu beschreiben, ohne die menschliche Komponente zu vernachlässigen. Aufschlussreich und bewegend.“

Der „German Design Award“ ist ein internationaler Preis des Rats für Formgebung mit dem Ziel, Gestaltungstrends zu entdecken, zu präsentieren und auszuzeichnen: „Jährlich“, so der Rat, „werden daher hochkarätige Einreichungen aus dem Produkt- und Kommunikationsdesign prämiert, die alle auf ihre Art wegweisend in der internationalen Designlandschaft sind.“

Die drei Studentinnen der Fakultät Gestaltung an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, Laura Markert, Yvonne Moser sowie Lilli Scheuerlein, haben in ihrem 120 Seiten umfassenden „Fluchtatlas“ Fotos, Texte und Grafiken zusammengestellt. Sie dokumentieren in Bildern, Zahlen und Fakten sowie Einblicken in Einzelschicksale die Ergebnisse ihrer zahlreichen Gespräche in der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft sowie ihrer umfangreichen Recherchen. Entstanden ist die Idee zum Fluchtatlas im Rahmen des Sommersemester-Projektes „Visual Translation“ mit Professor Christoph Barth.

Weitere Informationen unter German-Design-Award sowie Projekt Fluchtatlas.