Blick in die sog. Aula, den größten Hörsaal am Standort Schweinfurt

Die FHWS nahm an der Messe „Hecho en Alemania“ („Hergestellt in Deutschland“) in Mexico City teil

FHWS i-Campus stellte u.a. ihre Studienangebote vor und tauschte sich mit Wirtschaftsvertretern vor Ort aus

Mexiko und Deutschland sind strategische Partner: Im Rahmen des Deutschlandjahrs in Mexiko 2016 und 2017 nahm die Hochschule Würzburg-Schweinfurt zusammen mit dem Bayerischen Hochschulzentrum für Lateinamerika ( Baylat), Invest in Bavaria und der Repräsentanz des Freistaats Bayern in Mexiko an der Messe „Hecho en Alemania“ im World Trade Center Mexico City teil.

Unter dem Motto „Technik, Wissenschaft und Innovation“ nahmen etwa sechzig deutsche Unternehmen, die einen Produktionsstandort oder eine Repräsentanz in Mexiko haben, an der Messe teil. Sie präsentierten die branchenspezifischen technischen Innovationen am Industriestandort Mexiko. Als wissenschaftliches Rahmenprogramm war die Max-Planck-Gesellschaft mit einem Wissenschaftstunnel vertreten.

Diese Messe war die erste große Veranstaltung in Mexiko im Rahmen des von Außenminister Frank-Walter Steinmeier eröffneten dualen Jahres Deutschland-Mexiko „Allianz für die Zukunft“. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, erklärte: „Deutschland ist Mexikos wichtigster Wirtschaftspartner in der europäischen Union, das Land ist der größte Automobilproduzent in Lateinamerika. Unser Handel ist im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent auf über 15 Milliarden Euro gewachsen. Wir wollen unsere Partnerschaft weiter ausbauen. Deshalb muss Mexiko Rechtsstaatlichkeit und Transparenz stärken und die berufliche Bildung verbessern. Die deutsche Industrie bietet Mexiko an, gemeinsam an nachhaltigen Lösungen zu arbeiten. Herausforderungen gibt es im Umweltschutz, in der Stadtentwicklung und der Mobilität.“

Die FHWS war als einzige bayerische Hochschule vertreten. Am gemeinsamen Stand mit bayerischen Repräsentanten konnte die Hochschule ihre Verbindung mit den in der Region Unterfranken ansässigen Unternehmen vorstellen. Relevant war die im Motto des dualen Jahres angesprochene Beziehung zwischen Technik, Wissenschaft und Innovation, die in dem Konzept der Hochschulen für angewandten Wissenschaften durch die Zusammenarbeit zwischen Akademie und Industrie verkörpert wird: So gibt es zwischen Mexiko und Bayern einen Handelsaustausch von etwa 180 Millionen Euro pro Jahr sowie vierzig Produktionsstätten wie z.B. Audi, BMW, Siemens, Bosch, Brose, ZF Sachs, Puma oder Adidas.

In diesem Rahmen standen die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und vor allem die an der FHWS angebotenen internationalen, englischsprachigen Bachelorstudiengänge und der MBA im Mittelpunkt: Das i-Campus Team, vertreten durch den Regionalmanager für Lateinamerika, Juan Pablo Juárez Castro, beriet zusammen mit dem Bayerischen Hochschulzentrum für Lateinamerika viele Schüler und Studierende, die sich für Technik und Ingenieurswissenschaften interessierten. Darüber hinaus nahm die FHWS Kontakt auf mit renommierten mexikanischen Universitäten, die als potentielle Bildungspartner ihre Absicht auf Kooperationen geäußert haben: Dies betrifft den Austausch von Studierenden und insbesondere die Zusammenarbeit in gemeinsamen Projekten und der Internationalisierung der Lehre.

Als Rahmenveranstaltung der Messe lud die Deutsch-Mexikanische Industrie- und Handelskammer zu einem Wirtschaftswissenschaft-Frühstück ein, an dem die FHWS den deutschen Unternehmen ihre Twin-Programme Business and Engineering sowie Logistics vorstellte. Der Bedarf an gut ausgebildeten Ingenieuren wurde thematisiert. Das Studienangebot sei mit Interesse aufgenommen worden, so Juan Pablo Juárez Castro, dadurch erhöhe sich die Möglichkeit für die FHWS-Studierenden, sich optimal in den internationalen Arbeitsmarkt zu integrieren sowie Zugang zu Praktika zu erhalten.

In Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), Baylat sowie dem mexikanischen Außenministerium wurden Konzepte erarbeitet für die Förderung von Drittmittel-Projekten bezogen auf die Mobilität von Professoren und insbesondere den Austausch von Erfahrungen bei der Lehre der Ingenieurwissenschaften.