Blick in einen Flur am FHWS Standort Sanderheinrichsleitenweg in Würzburg

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt ist unter den Finalsten

25.04.2017 | Pressemeldung, FM
Die Fakultät Maschinenbau steht im Finale für den VDMA-Preis „Bestes Maschinenhaus 2017“
  • Am Dienstag, 9. Mai, vergibt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Berlin den Preis „Bestes Maschinenhaus 2017“ an ingenieurwissenschaftliche Fachbereiche und Fakultäten.
  • Die Fakultät Maschinenbau der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) ist einer von drei Anwärtern auf den ersten Platz, der mit 100.000 Euro Preisgeld dotiert ist.
  • Der Hochschulpreis ist Teil der VDMA-Initiative „Maschinenhaus – Campus für Ingenieurinnen und Ingenieure“ für mehr Studienerfolg in den technischen Studiengängen.

Projektarbeit von Anfang an – das ist die Antwort der Hochschule Würzburg-Schweinfurt auf ein Problem in den Studiengängen Maschinenbau und Elektrotechnik: Überdurchschnittlich viele Studienanfänger springen nach einigen Semestern ab. Die FHWS motiviert ihre Studierenden auf besondere Weise und steht dafür im Finale für den Hochschulpreis des VDMA. In Berlin hat sie die Chance, bei der Verleihung des Preises „Bestes Maschinenhaus 2017“ den ersten Platz einzunehmen.

„Mit dem höchstdotierten Lehrpreis für die Ingenieurwissenschaften in Deutschland will der VDMA ein deutliches Zeichen für gute Didaktik und moderne Curricula setzen und Hochschulen ermutigen, in Lehrveranstaltungen neue Wege zu gehen. Innovationen sollen belohnt werden“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA. Die Fakultät Maschinenbau der FHWS konkurriert mit zwei weiteren Fakultäten um den ersten Platz, der mit 100.000 Euro dotiert ist: Mit der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik der Hochschule München und dem Department Informations- und Elektrotechnik der HAW Hamburg. Die zweit- und drittplatzierten Fakultäten erhalten 35.000 beziehungsweise 15.000 Euro Preisgeld.

Nah an der Praxis – fit für den Beruf

Der diesjährige Fokus des Preises liegt auf dem Thema Praxisorientierung und Berufsvorbereitung. 24 Fachbereiche und Fakultäten reichten ihre Lehrkonzepte ein. Die Fakultät Maschinenbau der FHWS hatte sich in den Augen einer Experten-Jury aus Industrie, Hochschulen, Verbänden und Initiativen sowie Politik mit ihrem Ansatz besonders ausgezeichnet.

Problemlösung wie in der Industrie

Die Hochschule verfolgt ein projektorientiertes Studien- und Lehrkonzept: Die Studierenden arbeiten in Gruppen an praktischen Aufgaben unter industrieähnlichen Bedingungen. Gleich im ersten Semester geht es los mit dem Einführungsprojekt. Hier sollen die Studierenden z. B. eine lange Kugelbahn mit einem kräftigen Aufprall am Ende bauen. Dabei ist jede Gruppe für einen Teil der Bahn zuständig. „Das Spannende dabei sind die Übergänge – sowohl sozial zwischen den Gruppen als auch physisch zwischen den Bauabschnitten“, sagt Professor Dr.-Ing. Winfried Wilke, der an der Fakultät Maschinenbau lehrt. „Das ist das in der Industrie bekannte Schnittstellenproblem: Man muss erst miteinander reden und dann bauen.“

Beste Einstiegschancen

Über komplexer werdende Vorhaben lernen die Studierenden den Arbeitsalltag von Ingenieuren kennen. Bis hin zum abschließenden Industrieprojekt: Die Studierenden müssen eine reale Aufgabe lösen, die ihnen ein Industriepartner stellt. Das treibt an: Die Studierenden sehen die Ergebnisse ihrer Arbeit und sind stolz auf ihre Leistungen. Außerdem haben sie beste Chancen beim Berufseinstieg: „Die Absolventen werden uns aus den Händen gerissen“, sagt Professor Dr.-Ing. Johannes Paulus, Dekan der Fakultät Maschinenbau, „für uns eine tolle Motivation, mit unserem Konzept weiterzumachen.“

Hintergrund-Information:

Der Hochschulpreis ist eines von fünf Teilprojekten der VDMA-Initiative „Maschinenhaus - Campus für Ingenieurinnen und Ingenieure“, die sich für mehr Studienerfolg im Maschinenbau, der Elektrotechnik und eng verwandter Disziplinen an allen deutschen Hochschulen einsetzt. Der VDMA hat zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung Studien und Befragungen zu den Themen Studienabbruch, Qualitätsmanagement sowie Verbesserungsbedarfe in der Lehre durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse bietet die Initiative Maschinenhaus Hochschulen Beratung und eine Toolbox möglicher Maßnahmen an.

Der Hochschulpreis wird am Dienstag, 9. Mai 2017, in Berlin verliehen. Als Redner werden u.a. die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professorin Johanna Wanka, und die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer, erwartet.

Mehr Informationen unter VDMA Hochschulpreis und VDMA Maschinenhaus.

Videoportrait: VDMA FHWS