Hochschulgebäude am Sanderring 8 a in Würzburg

Die Hochschule Würzburg-Schweinfurt baut ihre Kooperation mit Finnland kontinuierlich weiter aus

Ziele waren u.a. der Aufbau neuer Kooperationsprojekte in der Informatik und den Angewandten Sozialwissenschaften

Kurz vor Beginn des Wintersemesters war eine Delegation der Hochschule Würzburg-Schweinfurt mit FHWS-Präsident Professor Dr. Robert Grebner zu Gast an der langjährigen Partnerhochschule „Saimaan ammattikorkeakoulu“ im finnischen Lappeenranta. Das Ziel des Besuchs war neben der Vertiefung der bisherigen Zusammenarbeit in den wirtschaftswissenschaftlichen und technischen Fächern der Aufbau neuer Kooperationsprojekte in der Informatik und den Angewandten Sozialwissenschaften.

Über die inhaltlich ausgerichteten Gespräche auf Professorenebene hinausgehend war die Leitung der finnischen Partnerhochschule besonders an der Entwicklung des FHWS i-Campus interessiert. Auch in Finnland beginnt sich allmählich der demographische Wandel bemerkbar zu machen, der die Hochschulen zunehmend über die Gewinnung ausländischer Studierender nachdenken lässt, um den konstant hohen Bedarf der Wirtschaft an sehr gut ausgebildeten Experten weiterhin gewährleisten zu können.

Aus Sicht der FHWS ist vor allem die sehr weit fortgeschrittene Internationalisierung der finnischen Hochschule von Interesse. Bereits vor über zehn Jahren hat sich die sie sich zum Ziel gesetzt, die internationale Hochschule in ihrem Land zu werden. Dieses Ziel kann nach einem guten Jahrzehnt als erreicht gelten – keine andere finnische Hochschule hat einen größeren Anteil an Bildungsausländern unter ihren Studierenden oder kann eine höhere Quote an Austauschstudierenden vorweisen.

Auf Grund der unterschiedlichen Ausrichtungen der Hochschulinternationalisierung kamen die Teilnehmer zu dem Ergebnis ihrer Kooperationsgespräche, im kommenden Jahr im Rahmen des Erasmus-Programms der Europäischen Union die Leiter der jeweiligen Auslandsämter für eine einwöchige Hospitanz auszutauschen. Schließlich ist der Austausch von Wissen und Erfahrungen eine der Grundlagen der europäischen Hochschulkooperationen.

Im akademischen Bereich konnten inhaltliche Gemeinsamkeiten festgestellt werden, die ebenfalls zu einem Expertenaustausch führen werden; im November dieses Jahres werden zwei finnische Mitarbeiter des Hochschulservices für angewandte Forschung der zu Besuch an der FHWS sein, während im kommenden Frühjahr Vertreter der Fakultäten Angewandte Sozialwissenschaften sowie Informatik und Wirtschaftsinformatik der FHWS nach Lappeenranta reisen werden.

Letztlich wurde auch die Unterzeichnung eines neuen Erasmus-Austauschvertrages beschlossen, der künftig den Studierenden der Sozialwissenschaften die Möglichkeit bieten wird, mit Förderung der Europäischen Union ein oder zwei Hochschulsemester in Finnland zu verbringen.