Der Rundbau - Erkennungsmerkmal des Campus 1 am FHWS Standort in Schweinfurt

Drei Studierenden-Teams präsentierten ihre Langlaufschlitten für körperbehinderte Sportler

Ziel: ein breitensporttauglicher Langlaufschlitten - bezahlbar, leicht zu handhaben, gefedert und individuell einstellbar

Den Leistungssportlern, die als Körperbehinderte Ski fahren, steht das professionelle Hightechgerät „Snowstrom“ zur Verfügung. Doch für Sportler im Bereich Breitensport für Behinderte, die gern Ski fahren möchten, stellen die hohen Kosten, die fehlende individuelle Einstellung sowie die fehlende Federung eine gewaltige Hürde dar.

Professor Dr. Matthias Diemer von der Fakultät Maschinenbau an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt beauftragte, nachdem er Kontakt aufgenommen hatte zu Professor Dr. Matthias Scherge vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik, im Rahmen eines Entwicklungsprojekts drei studentische Teams mit der Entwicklung eines breitensporttauglichen Langlaufschlittens für Körperbehinderte, der drei Eigenschaften erfüllen soll: bezahlbar zu sein, leicht zu handhaben, gefedert und individuell einstellbar.

Die Studierenden arbeiteten in verschiedenen Arbeitsprozessen an der Aufgabe, erstellten Konzepte, berechneten diese, fertigten eine animierte CAD-Modellierung an und konstruierten einen Prototypen. Bremsen wurden ebenso in den Ideen berücksichtigt wie Energiespeichermöglichkeiten bei Elektrohilfsantrieben oder die Federung im Fahrzeug. Dem Team mit Michael Gakstatter, Christoph Hartmann und Sebastian Zehe, das das Konzept „Blizzard“ vorstellte, gelang die Integration der geforderten Funktionen in ein ansprechendes Design. Der mögliche Verkaufspreis beträgt 1.220 Euro. Langfristig ist eine Serienfertigung mit Industriepartnern denkbar. Kurzfristig empfiehlt Professor Dr. Scherge, einige Exemplare für ausgewählte Sportler zu bauen und einen weiteren Schlitten zu wissenschaftlichen Messzwecken nutzen.