Der Rundbau - Erkennungsmerkmal des Campus 1 am FHWS Standort in Schweinfurt

Effekte von verhaltensorientierten Projekten: Erfolg evidenzbasierter Konzepte in der Sozialen Arbeit

Themen waren u.a. die Drogen- und Alkoholtherapie und die Förderung von Denkmustern bei sozial benachteiligten Kindern

An der Vortragsreihe des 3. Wissenschaftlichen Kolloquiums zur Verhaltensorientierten Sozialen Arbeit an der FHWS nahmen rund zweihundert Gäste, Professoren wie Studierende der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften teil.

Ausgerichtet am verhaltensorientierten Profil der Fakultät, konnten von den Organisatoren Professor Dr. Mathias Blanz, Professor Dr. Frank Como-Zipfel und Professor Dr. Franz-Josef Schermer als Referenten Professor Dr. Joachim Körkel (Evangelische Hochschule Nürnberg), Dr. Christoph Kröger (Institut für Therapieforschung München) und Dr. Raphaela Trinks (Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen) gewonnen werden, die über verhaltensorientierte Projekte und deren Begleitforschungen referierten. Professorin Dr. Angelika Weber, Prodekanin der Fakultät, wies einleitend auf die untrennbare Verbindung einer solchen Profilbildung mit evidenzbasiertem Vorgehen hin.

Es gelte, Methoden, deren Indikation sowie Auswirkung kritisch zu hinterfragen und mithilfe wissenschaftlicher Methoden zu untersuchen. Die Vorträge verdeutlichten nicht nur die Umsetzung des verhaltensorientierten Konzepts in unterschiedlichen Praxisbereichen, sondern zeigten auch das Potential evidenzbasierten Vorgehens für die Entwicklung neuer Bearbeitungsmöglichkeiten verschiedener Problemlagen.

So benannte Professor Dr. Körkel in seinem Vortrag „Reduktion des Alkohol- und Drogenkonsums durch Selbstkontrolltraining: Theorie, Praxis und Ergebnisse“ exemplarisch, dass sich aufgrund wissenschaftlich nachgewiesener positiver Effekte von verhaltensorientierten Methoden – hier des Selbstkontrolltrainings - in der Arbeit mit Süchtigen neben dem lange geltenden Abstinenzparadigma ein neues Konzept mit dem Ziel der Konsumreduktion (sog. kontrolliertes Trinken) etabliert. In der von Studiendekan Professor Dr. Ralph-Christian Amthor moderierten Vortragsreihe wurde die Praxisrelevanz und Umsetzungsmöglichkeit des verhaltensorientierten Ansatzes in der Arbeit mit verschiedenen Zielgruppen der Sozialen Arbeit dargestellt. Die wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit der beschriebenen Projekte aus den Arbeitsbereichen der Drogen- und Alkoholtherapie sowie bei der Raucherentwöhnung (Vortrag von Dr. Kröger) oder der Förderung induktiven Denkens bei sozial benachteiligten Kindern (Vortrag von Dr. Trinks) bestätigt den Einsatz verhaltensorientierten Vorgehens in der Praxis der Sozialen Arbeit.