Studierende vor dem Haupteingang der FHWS in Schweinfurt

Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der FHWS auf der 20. Messe „ConSozial“ in Nürnberg

10.12.2018 | fhws.de, Pressemeldung, FAS
Das Thema lautete „Digitalisierung menschlich gestalten“

Die Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften war auch in diesem Jahr auf der „20. ConSozial“ in Nürnberg vertreten: Die ConSozial ist die größte Messe der Sozialwirtschaft in Deutschland und hatte die „Digitalisierung menschlich gestalten“ zum Thema.

Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) sprach in ihrer Bilanz von einem „Rekordjahr der ConSozial“: Die zwei Messetage besuchten mehr als 6.000 Fachbesucher, die Zahl der Aussteller liege mittlerweile bei 250, die Ausstellungsfläche sei auf nun 4500 Quadratmeter gewachsen. „Wer in Nürnberg die Chance hatte, sich auf dem Kongress mit den innovativsten Köpfen auszutauschen, wird die Möglichkeiten der Menschen in einer digitalen Gesellschaft jetzt viel besser einschätzen können“, lautete das Résumé der Ministerin Schreyer.

Die Besonderheit der ConSozial, so Professor Dr. Dieter Kulke von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, sei die Verbindung aus Messe und Kongress. Auf der Messe seien die bedeutenden Anbieter sozialer Leistungen v.a. aus Süddeutschland sowie darüber hinaus vertreten, wie z.B. die Diakonie Neuendettelsau, die Rummelberger Anstalten, die Evangelische Kinder- und Jugendhilfe Würzburg oder die Stiftung Bethel. Mit Vertretern der Leistungsträger wie dem Verband der bayerischen Bezirke oder dem Freistaat Bayern sowie vielen Selbsthilfegruppen seien viele Stakeholder der sozialen Arbeit und der Sozialwirtschaft vertreten.

Auf dem Kongress, so Kulke weiter, werden in unterschiedlichen Formaten Forschungsergebnisse und Best-Practice-Beispiele vorgestellt sowie Impulsvorträge oder Workshops angeboten. Ein weiterer Anziehungspunkt sei der Kita-Kongress innerhalb der ConSozial. Die Arbeiten bezögen sich in erster Linie auf die Arbeitsfelder Digitalisierung, Teilhabe von Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen, Kindertageseinrichtungen, Kinder- und Jugendhilfe, Familie und Bildung, Pflege und Hilfe für ältere Menschen, Armut, Arbeit und Migration, Strategisches Management, Marketing u.a. Immer wieder gelinge es der ConSozial, bekannte, inspirierende und einflussreiche Redner zu gewinnen, wie dieses Jahr z.B. Harald Welzer und Gerald Hüther.

Mit diesem breiten Angebot sei die ConSozial auch für Studierende sehr attraktiv. Die 26 Studierenden der FHWS, die überwiegend im Rahmen ihrer Praktikumsreflektion bei Professor Dr. Dieter Kulke und bei Professorin Dr. Tanja Mühling an der ConSozial teilnahmen, seien von der Messe sehr angetan. Eine „ausgezeichnete Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu Trägern und möglichen Arbeitgebern“, „hochinteressante Vorträge z.B. zu den Themen Autismus und Grenzen der Digitalisierung“ waren zwei der Rückmeldungen der Teilnehmer.

Ein Magnet der ConSozial sei erneut der Stand der bayerischen Hochschulen gewesen. Hier könne man Informationen über die Studiengänge der angewandten Sozialwissenschaften an den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften erhalten. Jede dieser bayerischen Hochschulen sei mit eigenem Personal präsent gewesen, das Interessierte über die jeweiligen Studiengänge und darüber hinaus informiere. Dieses Jahr fanden zum zweiten Mal am Stand der bayerischen Hochschulen Kurzvorträge statt. Von der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften stellte Professor Dr. Kulke mit „Politik und Soziale Arbeit – empirische Befunde“ Ergebnisse aus einem internationalem Forschungsprojekt vor. Professorin Dr. Tanja Mühling berichtete über „Empirische Befunde aus der Praxis der Adoptionsvermittlung".