Eine Gruppe FHWS-Angehöriger aus der Vogelperspektive

„FH-Impuls“: FHWS ist mit ihrem Forschungsantrag unter den bundesweit zwanzig Finalisten

24.11.2015 | Pressemeldung, FE
Ziel ist die Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der elektrischen Energieversorgung und der Elektromobilität

Die Hochschule Würzburg-Schweinfurt hat sich im Rahmen der Richtlinie „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region“ (FH-Impuls) im Programm „Forschung an Fachhochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit einem Antrag beworben und zählt zu den zwanzig Finalsten unter mehr als achtzig Antragsstellern.

Unter Federführung der Professoren Dr. Ansgar Ackva und Dr. Andreas Küchler hatte sich die FHWS mit dem Konzept „Konvergenz der elektrischen Energietechnologien“ im Zuge der Förderung einer strategischen Forschungs- und Innovationspartnerschaft beworben und konnte die von Bundesforschungsministerin Professorin Dr. Johanna Wanka einberufene unabhängige Jury überzeugen: Bis Ende Mai 2016 haben sie Zeit, ein detailliertes Konzept für ihre geplante Forschungspartnerschaft mit der Wirtschaft vorzulegen und dieses beim Projektträger Jülich einzureichen.

Ackva und Küchler erläutern ihr Forschungskonzept: „Ziel der Partnerschaft zur `Konvergenz der elektrischen Energietechnologien` ist die technologische Innovation als Schlüssel für Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit sowie für Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der elektrischen Energieversorgung und der Elektromobilität. Dies entspricht zwei prioritären Zukunftsaufgaben der Hightech‐Strategie des Bundes, `Nachhaltiges Wirtschaften und Energie` sowie `Intelligente Mobilität` und den beiden zentralen Forschungsschwerpunkten `Energietechnik und Energieeffizienz` sowie `Mensch und Mobilität` der FHWS.

Strategisches Ziel ist die technologische Verbesserung der Schlüsselkomponenten elektrischer Energiesysteme, der sog. `Betriebsmittel`, wie z.B. Generatoren, Hochspannungskabel, Transformatoren, Schaltanlagen, Motoren, Wechselrichter, Antriebe oder stationärer und mobiler Batteriesysteme. Hinzu kommen deren Integration und Zusammenwirken in Stromerzeugungsanlagen, Energietransportsystemen, Speichersystemen, Antriebssystemen und Elektrofahrzeugen.“ Strategische Partner seien mehr als zwanzig mittlere wie große mittelständische technologische Unternehmen der Region sowie darüber hinaus führende Unternehmen auf den strategischen Arbeitsgebieten.

„Mit FH-Impuls wollen wir die positiven Effekte von forschungsstarken Fachhochschulen erweitern“, betonte Bundesforschungsministerin Wanka, „Fachhochschulen, die bei der Forschung mit den Unternehmen vor Ort intensiv kooperieren, tragen erheblich zu einer guten wirtschaftlichen Entwicklung der ganzen Region bei. Die Innovationskraft wird erhöht, Forschungsergebnisse finden leichter den Weg in die Anwendung und die Ausbildung von Fachkräften erhält neue Impulse.“ Wanka zeigte sich überzeugt davon, dass sich die Fachhochschulen angesichts der zunehmenden Vielfalt in der deutschen Hochschullandschaft auch im Forschungsbereich künftig noch deutlicher positionieren können. „FH-Impuls ist daher eine wichtige Maßnahme, die Wettbewerbsfähigkeit der Fachhochschulen im Wissenschaftssystem weiter zu stärken und zugleich ihre Sichtbarkeit in Wirtschaft und Gesellschaft zu erhöhen.“

Für die Erstellung des Strategiekonzepts beantragt die FHWS Mittel in Höhe von 44.000 Euro für die Vollantragstellung bis zum Mai 2016. Das Gesamtvolumen für die Aufbauphase der Partnerschaft und seine Hauptkomponenten, die Drittmittel sowie die planerische BMBF‐Zuwendung liegen bei 4,9 Millionen Euro. Für „FH-Impuls“ stellt das Ministerium insgesamt rund 100 Millionen Euro für die Förderdauer von bis zu acht Jahren bereit. Die Initiative ist Teil des Förderprogramms „Forschung an Fachhochschulen“. Seit 2005 hat das BMBF im Rahmen des Programms knapp 1.400 Vorhaben an 125 Fachhochschulen mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 286 Millionen Euro gefördert.