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FHWS ist Partner in internationalem australischem Forschungszentrum zu künstlerischen Therapien

07.09.2016 | Pressemeldung, FAS
Ziele der „Creative Arts Therapies Research Unit“: Betreuung der Doktoranden, Forschungsprojekte sowie -treffen

Wie parallel in den Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, so wurde auch im Bereich der künstlerischen Therapien im August 2016 eine neue Etappe der Kooperation der Hochschule mit Australien begonnen: Die „Creative Arts Therapies Research Unit“ (CATRU) wurde feierlich in der Universität Melbourne eröffnet.

Unter Beteiligung der FHWS, der Federal University of Goiás (Brasilien), der Lesley University (USA) und der Drexel University (USA) konnte die Universität Melbourne erfolgreich australische Mittel zur Förderung internationaler Forschung einwerben für die Gründung und die ersten drei Jahre von CATRU. Damit wird die Betreuung der ersten vier Doktoranden aus Tanz-, Drama- und Kunsttherapie finanziert, die internationalen Forschungstreffen sowie die Beantragung von australischen, europäischen, US-amerikanischen und brasilianischen Forschungsmitteln für bi- und multilaterale Forschungsprojekte finanziert.

Die FHWS bringt drei künstlerische Bereiche ein mit den Professoren Dr. Thomas Wosch, Dr. Hannah Reich und Lehrbeauftragten. Im Theatersaal der Universität Melbourne eröffneten der Präsident der Universität Melbourne, der Dekan des Victorian College of the Arts and Melbourne Conservatorium of Music sowie die drei Leiterinnen der CATRU und der VCA & MCM-Forschung Professoren Baker, Bolt und McFerran das neue Forschungsinstitut.

Die Teilnehmer nutzten die Woche für alle Aufgaben und Perspektiven von CATRU: Mehrfach betreuten die internationalen Gäste die in dieser Woche startenden vier Doktoranden. Sie führten Gespräche und Planungen mit staatlichen und Industriegeldgebern in der Universität und in Unternehmen. Ein Forschungsfokus galt dabei der Trauma-Bearbeitung von Staatsdienern in Kriegsgebieten und von Aborigines.

Zu einer Podiumsdiskussion kamen aus ganz Australien erstmals Musik-, Kunst-, Drama- und Tanztherapeuten zusammen. Ihre Alleinstellungsmerkmale in Interventionen bei verschiedenen Erkrankungen und Störungen sowie besonderer Entwicklungsförderung und der Bandbreite an aktuellen sozialen Aufgaben wurden von allen vier künstlerischen Therapien als große gemeinsame Schnittmenge benannt.

Die Teilnehmer recherchierten, unterstützt vom research department der Universität Melbourne, alle Möglichkeiten bi- und multilateraler Forschungsanträge inklusive von durch die australische Regierung zusätzlich finanzierter EU-Anträge. Als Kernpunkte der besonderen Kompetenzen von CATRU wurden zum Abschluss für die weitere Planung folgende Themen festgehalten: trauma and war, ageing, caregivers, microanalysis and core processes of arts therapies. Aktuell laufen zwei Anträge der FHWS mit Melbourne.