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FHWS-Studierende profitieren durch das Deutschland-Stipendium: 100% Studium, kein Jobben „nebenbei“

02.02.2016 | Pressemeldung
Die finanzielle Förderung verschafft Freiräume im Studium und eröffnet neue Kontakte in die regionale Wirtschaft

„Mit dem Stipendiengeld finanziere ich in erster Linie die Fahrtkosten, die ich habe, um z.B. an Kongressen oder Veranstaltungen teilzunehmen, die für mein Masterthema relevant sind, Literatur und Materialkosten, wenn ich Prototypen (im Bereich Design) für meine Masterarbeit erstellen will“, so die Masterstudentin im Informationsdesign, Alexandra Kornacher. Die Vorteile einer Stipendien-Förderung liegen klar auf der Hand: Während sich der Elektro- und Informationstechnik-Student Jonas Höchemer freut, sein Förderunternehmen in einem Gespräch persönlich kennenzulernen und die Firmenzentrale besichtigen zu können, kauft sich der Kunststofftechnik- und Elastomertechnik-Student Klemens Hohnbaum von dem Fördergeld Fachbücher und beginnt ein Praktikum, und der angehende Wirtschaftsinformatiker Fabian Stephan nutzt die Finanzspritze, um sich ganz auf sein Studium und den Fremdsprachenerwerb zu konzentrieren. Vier Studierende der Hochschule Würzburg-Schweinfurt geben Einblicke, was sie studieren und warum ihnen die finanzielle Unterstützung durch die Hochschule und Unternehmen wirklich weiterhilft.

Der Schlagzeuger und Ausdauer-Sportler Fabian Stephan studiert Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Information Security. „Ohne Veränderung gibt es für mich keinen Fortschritt“ – so hat er beispielsweise eine Cryptoparty konzipiert und ausgearbeitet, bei der sich die Teilnehmer mit Verschlüsselungs- und Verschleierungstechniken beschäftigen. „Ich bin froh“, so Stephan, „dass das Deutschlandstipendium in dieser Art angeboten wird. Es ist eine tolle Sache, die enorm hilft, den Kontakt zu möglichen Arbeitgebern herzustellen. Ich empfinde es als sehr befreiend, dass ich mich weniger um den finanziellen Aspekt des Studiums sorgen muss. Das schafft Platz und Potential für die Konzentration auf das Wesentliche.“

Alexandra Kornacher hat sich eingeschrieben im Masterstudiengang Informationsdesign in Würzburg im Anschluss an ein Bachelorstudium Kommunikationsdesign in Augsburg. Die Wahl-Würzburgerin hat zahlreiche Praktika absolviert und engagiert sich neben ihrem Studium als Übungsleiterin im Bereich des Kinder- und Jugendsportes. Sie sieht die Aufgabe des Gestalters „und somit meine berufliche Zukunft in einer aufklärenden und vermittelnden Position“. Neben Studienaufenthalten in Kalifornien und Nordirland nutzt sie kontinuierlich Weiterbildungsmöglichkeiten, zu deren Anreise sie die Beträge des Stipendiums optimal investieren kann.

Klemens Hohnbaum hat im Anschluss an sein Abitur ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert und studiert aktuell Kunststoff- und Elastomertechnik an der FHWS. Hohnbaum ist nicht nur Fußballer, Segler und Motorradfahrer, er liebt es auch, Klavier zu spielen und unterstützt ehrenamtlich Meisterkonzerte an der Würzburger Hochschule für Musik, betreut Künstler und bietet Tutorien an für Erstsemester-Studierende. Parallel ist er Technik-begeistert: „Ich möchte Ingenieur werden, und das am liebsten mit dem Deutschland-Stipendium im Rücken. Denn so gestärkt kann ich beispielsweise in der vorlesungsfreien Zeit ein Fachpraktikum absolvieren, anstatt zwecks Überlebensabsicherung Autolacke zusammen zu rühren, wie schon einige Male geschehen.“ Den zeitlichen Freiraum möchte er darüber hinaus als Motivationsschub nutzen im Studium, um in Prüfungen gut abzuschneiden.

Jonas Höchemer, Student in der Elektro- und Informationstechnik, klettert und wandert gern, liebt das Skifahren und engagiert sich in der Feuerwehr sowie bei der Dorfjugend. Im Anschluss an seine Ausbildung zum Elektroniker nahm er 2012 sein Studium auf und vertieft die Kontakte zu seinem Förderunternehmen mit persönlichen Gesprächen inklusive Einblicken in deren Tätigkeits- und Geschäftsfelder sowie einer Unternehmensbesichtigung. Durch das Deutschlandstipendium könne er seine ganze Energie in das Studium und die Prüfungsvorbereitung stecken.

Das Deutschland-Stipendium, so das Bundesministerium für Bildung und Forschung, „steht für Spitzenförderung mit breitem Ansatz. Der Grundgedanke: eine einkommensunabhängige Förderung. Im Mittelpunkt stehen hervorragende Leistungen, gesellschaftliches Engagement und persönliche Lebensumstände, wie die Überwindung von Hürden in der Bildungsbiografie. Stipendiaten erhalten im Monat 300 Euro: jeweils 150 Euro vom Bund und 150 Euro von privaten Förderern. Für die Einwerbung der Mittel aus privater Hand zeichnen die Hochschulen verantwortlich, die die Stipendien nach einem individuellen Auswahlverfahren vergeben. Die Dauer der Förderung umfasst mindestens zwei Semester und maximal die Regelstudienzeit.“ Die Initiative unterstützt die Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

Weitere Informationen unter Deutschlandstipendium.