Eine Gruppe FHWS-Angehöriger aus der Vogelperspektive

Fragebogenaktion zur Daseinsvorsorge im ländlichen Raum: Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen sind Modellregion

03.05.2017 | Pressemeldung, FWiWi
Das Institut für angewandte Logistik an der FHWS erfragt die regionalen Daseinsvorsorge- und Mobilitätsbedürfnisse

Obwohl der ländliche Raum viele Vorteile wie etwa günstige Lebenshaltungskosten, ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum, Arbeitsplätze und ein breites Freizeitangebot in der freien Natur bietet, verliert er an Bevölkerung. Besonders jüngere Menschen zieht es in Ballungsräume. Vor dem Hintergrund der „Landflucht“ hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ein Modellvorhaben initiiert, um den Herausforderungen zu begegnen.

Unter dem Titel „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ haben bundesweit 18 Modellregionen Lösungsansätze für die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse im ländlichen Raum entwickelt (www.modellvorhaben-versorgung-mobilitaet.de). Ziel des Modellvorhabens ist es, auf Grundlage des aktuellen Nutzerverhaltens und der Angebote an Mobilität und Daseinsvorsorge Konzepte für die nächsten zehn bis 15 Jahre zu entwickeln, die Mobilität und Daseinsvorsorge zukunftsfähig miteinander verknüpfen. In diesem Bundesprojekt bildet der Landkreis Rhön-Grabfeld gemeinsam mit dem Nachbarlandkreis Bad Kissingen eine Modellregion.

Nach dem offiziellen Start des Modellvorhabens im Dezember 2015 haben inzwischen alle Modellregionen umfassende Datensammlungen in puncto Daseinsvorsorgeeinrichtungen sowie Mobilität durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurden verschiedene Kooperationsräume ausgewählt. In diesen kleinteiligen Betrachtungsräumen, die sozusagen als „Modellregion en miniature“ dienen, sollen auf Basis einer vertieften Betrachtung von Mobilität und Daseinsvorsorge zukunftsweisende Lösungsansätze erarbeitet werden.

Zur Beteiligung an diesen Lösungen haben die Bürger in den beiden Modellregionen Gelegenheit, sich im Rahmen einer Befragung des Instituts für angewandte Logistik der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (IAL) zu beteiligen und ihre Daseinsvorsorge- und Mobilitätsbedürfnisse mitzuteilen. In den Gemeinden bzw. Orten Aubstadt, Bahra, Großeibstadt, Hendungen, Herbstadt, Höchheim, Hollstadt, Oberstreu, Saal, Unsleben, Wülfershausen (alle Landkreis Rhön-Grabfeld) sowie Bad Brückenau, Geroda, Motten, Oberleichtersbach, Riedenberg, Schondra, Wildflecken, Zeitlofs (alle Landkreis Bad Kissingen) werden am Mittwoch, 3. Mai, die Fragebögen an die Haushalte verteilt.

Die Bürger in den genannten Gemeinden sind zur Teilnahme an der Befragung aufgerufen. Einsendeschluss ist Freitag, 12. Mai. Sollten im Haushalt mehrere Personen leben, können weitere im Haushalt lebende Personen den Fragebogen online unter Umfrage oder über den angefügten QR-Code ausfüllen. Der Internetlink ist ab dem 3. Mai aktiv.