Blick in einen Flur am FHWS Standort Sanderheinrichsleitenweg in Würzburg

Gemeinsam kochen als verbindendes Element mit Menschen mit individuellen Beeinträchtigungen

Wissenschaftliche Begleitung des inklusiven Angebotes durch die Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften

„Inklusion – Learning by doing“: Diesem Motto folgten zwei Studentinnen der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften aus dem Schwerpunkt Soziale Arbeit und Behinderung in einem Kochkurs in Nördlingen. Im Vordergrund stand nicht in erster Linie die Zubereitung von Gerichten, sondern die Integration: Etwa die Hälfte der Teilnehmer waren Klienten der Lebenshilfe Donau-Ries e.V. mit einer individuellen Beeinträchtigung.

Der Kochkurs besteht in der Regel aus zwölf Teilnehmern, einer Hauswirtschaftlerin und einer Ansprechpartnerin für die Menschen mit Behinderung. Während des Kochkurses standen „Raffinierte Beilagen zum Grillen“ auf dem Programm mit Rezepten und einer fünfseitigen Beschreibung. Die Studierenden Carolin Erhardt und Ramona Schulz übernahmen während der Veranstaltung die Aufgabe, im Rahmen des Seminars „Inklusionsprojekte“ unter der Leitung von Professor Dr. Dieter Kulke den Kochkurs zu evaluieren und zu klären, welche Ziele er erreicht mit der Fragestellung, ob ein Kochkurs ein geeignetes Mittel darstellen kann, um Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzubringen, Vorurteile abzubauen und so die Gesellschaft inklusiver zu gestalten.

Dieser Kochkurs ist einer von zahlreichen Maßnahmen, den die Lebenshilfe Donau-Ries e.V. mit Kooperationspartnern wie z.B. der Volkshochschule Nördlingen in einem von der Aktion Mensch geförderten Musterprojekt ergreift, um durch gemeinsame Aktionen die Gesellschaft für behinderte Menschen zu öffnen. Das Projekt wird von der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, Professor Dr. Dieter Kulke, wissenschaftlich begleitet.