Röntgen Gedächtnisstätte am FHWS Standort Röntgenring in Würzburg

Institut der FHWS präsentiert Konzepte, um die Emissionen in den Innenstädten zu minimieren

Auf Basis eines integrierten betrieblichen Mobilitätsmanagements lässt sich der Schadstoffausstoß deutlich verringern

Das Institut für angewandte Logistik (IAL, Würzburg) der Hochschule Würzburg-Schweinfurt beschäftigt sich seit Mitte 2012 mit den Möglichkeiten der Mobilität hin zu einer CO2-minimierten Innenstadt. In Kooperation mit dem in Bad Neustadt/Saale ansässigen TechnologieTransferZentrum (TTZ) wurden Maßnahmen und Konzepte vor Ort exemplarisch mit Institutionen, Unternehmen, Arbeitnehmern und Bürgern entwickelt und auf ihre Umsetzungsfähigkeit überprüft. Die Ergebnisse wurden von Professor Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt, dem Leiter des IAL, und der Projektleiterin Bettina Weber in Bad Neustadt vorgestellt.

Der Hauptfokus lag auf den Pendlerverkehren und einer Emissionsverringerung in der Personenmobilität, durch ein mögliches „integriertes betrieblichen Mobilitätsmanagement“ (IBMM) in der Region Bad Neustadt/Saale aufzuzeigen. Rund 62 Prozent der CO2-Emissionen des Verkehrs stammen aus dem Personenverkehr. Nachhaltige Mobilitätkonzepte wie das des IAL-Projektes können maßgeblich dazu beitragen, den Schadstoffausstoß zu minimieren. Hierzu wurden 13 Unternehmen sowie 1255 Arbeitnehmer befragt und deren Antworten ausgewertet. Die IAL-Mitarbeiter erstellten einen Maßnahmenkatalog, den sowohl die Stadt, der Landkreis, wie auch Firmen, Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit umsetzen können.

Die Referenten sehen drei Hauptansatzpunkte: eine Reduktion der Anzahl der Fahrten mit dem eigenen Auto (die bisher als Hauptverkehrsmittel 84,5 Prozent ausmachen), eine Verlagerung der Fahrten auf umweltverträglichere Verkehrsmittel sowie eine optimalere Abwicklung des Verkehrs. Realisiert werden könne dies u.a. durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Car-Sharing, E-Bikes, Betriebsbusse, Mitfahr-Gemeinschaften oder unternehmensübergreifende Fahrangebote. Betriebe könnten Fahrangebote für Mitarbeiter modifizieren beispielsweise durch eine Bezuschussung von ÖPNV-Tickets, der Vermittlung von Fahrgemeinschaften über eine Mobilitätsplattform im Internet / über eine App (eine Servicestelle „Mobilitätsberatung“ könnte z.B. in Personalbüros eingerichtet werden), die Anpassung der Busfahrpläne an Betriebsarbeitszeiten oder die Bereitstellung von Pickup-Bussen. Allein durch eine Bereitstellung von Fahrgemeinschaften – hierzu wären 60 Prozent der Befragten bereit – könnte eine Emissionsreduzierung um 28 Prozent an Kohlenstoffdioxid erreicht werden.

Weitere Informationen unter  Personenmobilität.