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Internationalisierung: Fakultät Wirtschaftswissenschaften erweitert ihr Partnernetzwerk in der Ukraine

13.09.2017 | Pressemeldung, FWiWi
Partnerschaft mit der Nationalen Technischen Universität Kharkov in den Bereichen Mobilität und Forschung vereinbart

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften verfolgt im Rahmen der strategischen Zielsetzung der Hochschule Würzburg-Schweinfurt konsequent ihre im Jahr 2016 beschlossene Internationalisierungsstrategie, ihren Studierenden ein möglichst breites Angebot an Studienplätzen im Ausland zu bieten. Vor diesem Hintergrund begegnet sie der steigenden Nachfrage ihrer Studierenden nach Studien- und Praktikumsstellen in Osteuropa durch die Intensivierung ihrer Kontakte zu Partnerhochschulen in der Ukraine.

Dr. Rainer Wehner, verantwortlicher der Fakultät Wirtschaftswissenschaften für Ostpartnerschaften, besuchte zu diesem Zweck die Partnerhochschulen in Kiew und Kharkov, um einerseits Details hinsichtlich der studentischen Mobilitäten zu klären, andererseits gemeinsame Projekte in den Bereichen Forschung und Entwicklung zu eruieren. Des Weiteren erhielt Dr. Wehner eine Einladung der Nationalen Technischen Universität in Kharkov, eine Gastlehrveranstaltung für die Studierenden der Fakultät International Business and Finance zum Thema International Business Strategies anzubieten.

Derartige Lehrveranstaltungen werden von der Europäischen Union im Rahmen des Erasmus+ Programms gefördert, um neben der Studierenden- auch die Dozentenmobilität zu erhöhen. In diesem Zusammenhang führt Dr. Wehner an, dass die Förderprogramme der EU extrem wertvoll seien, da durch den gegenseitigen Austausch von Dozenten persönliche Kontakte und Netzwerke zwischen den Kollegen entstünden, die wiederum zu gemeinsamen Projekten in anderen Bereichen wie z.B. Forschung und Hochschulentwicklung führen. So wurden zusammen mit den Kollegen Professor Dr. Taras Danko und Professor Dr. Denys Meshkov neben Fragen der Mobilität auch Forschungsfragen wie z.B. das Thema der ausländischen Direktinvestitionen in der Ukraine diskutiert und eine weitere Zusammenarbeit in diesem Bereich vereinbart.

Auf dem Weg nach Kharkov nahm Dr. Wehner den Zwischenstopp in Kiew zum Anlass, auf Einladung des Rektors, Professor Dr. A. Mazaraki, die Partnerhochschule für Handel und Wirtschaft zu besuchen. Gemeinsam mit den Kolleginnen Olga Golovahova, Natalia Iksarova, Olena Ivanova und Svetlana Bannikova wurden neben Mobilitätsmöglichketen von Studierenden und Dozenten auch strategische Themen diskutiert und die gemeinsame Zusammenarbeit, auch fakultätsübergreifend bekundet.

Neben der Partnerhochschule stand zudem der Besuch des DAAD-Informationszentrums in Kiew auf dem Programm. Zusammen mit Sonja Sakatsch vom Deutschen Akademischen Austauschdienst erörterte Dr. Wehner entsprechende Fördermöglichkeiten für den beidseitigen Austausch sowie für etwaige weitere Projekte im Forschungsbereich. „Ohne Förderung ist es für die meisten Studierenden aus der Ukraine unmöglich ins Ausland zu kommen“, so Dr. Wehner. Selbst in Ländern ohne Studiengebühren wie der Bundesrepublik übersteigen die monatlichen Lebenshaltungskosten bei weitem das Budget eines ukrainischen Studierenden.

Insgesamt, so Dr. Wehner, habe er auf seiner Reise in die Ukraine hoch motivierte Kollegen und Studierende kennengelernt, die aufgrund der politischen Situation mit Schwierigkeiten kämpften, die man sich in Deutschland überhaupt nicht vorstellen könne.