Zwei Studierende im Gespräch

IREM ermöglicht Strukturanalyse im Zusammenhang mit Patientenabholungen im Krankenhaus Martha-Maria in Nürnberg

09.02.2017 | Pressemeldung, FWiWi
Studentische Projektgruppe präsentierte auf Basis von Umfragen und Prozessbeobachtung Handlungsempfehlungen

Eine Gruppe von sieben Studierenden des Schwerpunktes Organisation und Wirtschaftsinformatik der Fakultät Wirtschaftswissenschaften befasste sich im Wintersemester 2016/2017 unter der Leitung der Professoren Dr. Peter Bradl und Dr. Christian Bauer im Krankenhaus Martha-Maria in Nürnberg mit der Frage der Versorgungsqualität bei der Abholung von Patienten. Dabei ging es um die Analyse des Istzustands und Dokumentation des aktuellen Prozesses sowie um die Situationsbewertung und Erarbeitung möglicher Optimierungsansätze. Um die Versorgungsqualität der Patienten bei nachstationären Transporten auf einem hohen Niveau zu halten, war es Ziel des Projektteams, aus den gewonnenen Erkenntnissen entsprechende Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Bereits in den Sommermonaten und damit mehrere Wochen vor Semesterbeginn startete im Krankenhaus Martha-Maria eine Befragung des Pflegepersonals über einen durch das Institut für Rettungswesen, Notfall und Katastrophenmanagement (IREM) gemeinsam mit Christine Huhnt, der stellvertretenden Pflegedienstleiterin auf Seiten des Projektpartners, entwickelten Fragebogen. Die Rückläufe hieraus waren die Grundlage der weiteren Untersuchung. Durch mehrere Interviews und Prozessbeobachtungen vor Ort sowie aufgrund der sehr guten Unterstützung durch die Mitarbeiter des Krankenhauses Martha-Maria konnten die Studierenden einen Einblick in die Abläufe gewinnen und diese dokumentieren.

Die Auswertung zeigte erwartungsgemäß, dass eine Steuerung des gesamten Prozesses des nachstationären Patiententransports aufgrund der Vielzahl an beteiligten Akteuren entlang der Rettungskette durch das Klinikum Martha-Maria allein nicht möglich ist. Trotzdem gelang es den Studierenden, interne Organisations- und Prozessveränderungen vorzuschlagen, die eine weitere Verbesserung der Versorgungsqualität bei der Patientenabholung ermöglichen.

Die Relevanz des Themas für das Krankenhaus dokumentiert sich dadurch, dass zur Abschlusspräsentation in Nürnberg neben Christine Huhnt auch der Pflegedienstleiter Harald Raab-Chrobok sowie der Geschäftsführer Thomas Völker und der Leiter des Medizincontrollings, Dr. Johannes von Erffa, anwesend waren. Die Ergebnisse des Projekts wurden durchgehend als positiv bewertet. Thomas Völker sprach sich dafür aus, weitere Projekte gemeinsam mit dem IREM und den Studierenden des Schwerpunkts Organisation und Wirtschaftsinformatik durchzuführen.

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