Eine Gruppe FHWS-Angehöriger aus der Vogelperspektive

Konzept: Studierende verringerten CO2-Ausstoß bei der Weinproduktion sowie bei Weinfesten

Entwicklung eines neuen Programms, um Sommerach noch grüner werden zu lassen und die Attraktivität zu steigern

„Die Gemeinsamkeit aller Nachhaltigkeitsdefinitionen ist der Erhalt eines Systems bzw. bestimmter Charakteristika eines Systems, sei es die Produktionskapazität des sozialen Systems oder des lebenserhaltenden ökologischen Systems. Es soll also immer etwas bewahrt werden zum Wohl der zukünftigen Generationen.“ Wie Nachhaltigkeit in der Praxis funktioniert, erfuhr ein achtköpfiges studentisches Projektteam der Hochschule Würzburg-Schweinfurt unter Leitung von Professor Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt in Sommerach.

Die künftigen Betriebswirtschaftler des Studienschwerpunktes Logistik entwickelten ein Computerprogramm, mit dem sich sowohl der CO2-Verbrauch für die Produktion von Wein, als auch für die Durchführung von Weinfesten und ähnlichen Events errechnen lässt. Dabei wurden die wesentlichen Schritte in der Weinproduktion bzw. bei der Vorbereitung und Durchführung von verschiedenen Weinfesten erfasst und analysiert.

Mit Hilfe dieses Programms lässt sich erkennen, welche Schritte im Produktionsprozess oder welche Tätigkeiten während eines Events am meisten umweltschädliche Treibhausgase verursachen. Maßnahmen, wie diese reduziert werden könnten, sind ebenso zusammengestellt worden. Das Excel-Programm ist universell einsetzbar und lässt sich problemlos auf andere Weingüter oder Wein-Events übertragen.

Unterstützung erhielten sie bei dem Projekt von ihrem Professor, dem Sommeracher Bürgermeister Elmar Henke sowie mehreren im Ort ansässigen Winzern. Das Projekt war ein Teil der Initiative „Unser Dorf hat Zukunft“, bei dem der Weinort mit dem Institut für Angewandte Logistik der FHWS zusammenarbeitet, um die Attraktivität des Ortes für Bewohner wie für Besucher zu steigern.

„Das Projekt war nicht einfach, aber es war sehr interessant zu sehen, wie viel Aufwand eigentlich in der Produktion von einer Flasche Wein steckt“, so der Student Markus Mantel. Und Kommilitone Christian Karl ergänzt: „Wir hoffen natürlich auch, dass wir einige Anregungen geben konnten, wie das CO2 zukünftig verringert werden kann. Sowohl bei der Weinproduktion, als auch bei der Durchführung der vielen Weinfeste hier im Ort“. „Damit sind zwei wesentliche Bereiche in einem Weindorf wie Sommerach gezielt untersucht worden, um die Nachhaltigkeit als ein Kernmerkmal des Dorfes zu entwickeln,“ so kommentierte Professor Müller-Steinfahrt die Projektergebnisse.

Unterstützt wurde das Projekt vom Cluster Ernährung der Cluster-Offensive der Bayerischen Staatsregierung und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim.