Bibliothek Symbolbild

Kultur versus Kommerz: Was braucht Würzburg am Kardinal-Faulhaber-Platz und auf dem Mozart-Areal?

23.02.2016 | Pressemeldung, FAB
Masterstudierende stellen ihre Ideen und Konzepte zur Nutzung der Flächen in der Würzburger Innenstadt vor

Zehn Teams mit Studierenden des Masterstudiengangs „Integrales Planen und Bauen“ stellten sich der Aufgabe des Semesterprojekts „Kultur versus Kommerz. Was Würzburg wirklich braucht! Projektentwicklung und Machbarkeitsstudie zum Kardinal-Faulhaber-Platz und dem Mozart-Areal in Würzburg“. Bereits vor eineinhalb Jahrzehnten wurden für das Innenstadt-Areal erste Entwürfe gezeigt - realisiert wurde noch keins. Die relevanten Aspekte in Bezug auf das „Integrale Planen und Bauen“ fassten die betreuenden Professoren Daniel Halswick, Martin Naumann und Christian Baumgart zusammen: Gesellschaft und Markt, Relevanz und Aktualität, Nachverdichtung, Reurbanisierung sowie Denkmalschutz.

Ein Team benannte seine Idee „C2 Living“ und wünscht sich eine Kombination aus „communication – culture – living“ mit einer Wohnanlage, einer Touristeninformation, Veranstaltungsräumen sowie einem Museum über die Stadt Würzburg. Ein „Hyperlokal“ könnten sich Studierende vorstellen in der Innenstadt, basierend auf einer Kreativ-Gemeinschaft, die die örtliche Kultur nutzt mit kulturellen Angeboten, einem Hotel sowie einem Forum, das als Netzwerk dient für Bildungsanbieter, Kirchen, regionalen Handel und ortsansässige Infrastruktur.

Kultur möchte auch das Team „k3 kulturkonsum“ in seinen Fokus stellen: In ihr verkehrsberuhigtes Gebiet möchte es Kultur und Konsum Hand in Hand auftreten lassen mit einem Wohn- und einem Kulturbereich sowie einem „Shared Space“ für eine gemeinsame Nutzung. Ähnlich stellt es sich auch „AKW“ vor mit dem Nutzungstrio von Arbeiten, Kultur und Wohnen: Die Studierenden würden gern ein Stadtmuseum darin aufnehmen, eine gastronomische Ansiedlung sowie einen Supermarkt für die städtische Nahversorgung.

Mit einem Zitat von Mahatma Gandhi: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt“, möchte „MOZ. Fair living / Nutzen statt Besitzen“ die Fläche nutzen: Sie haben ein Konzept entwickelt mit einem Fair-Hotel, einem nachhaltigen Wohnbereich sowie einem Fair-Trade Kaufhaus und einem Touristenzentrum inklusive einem Café und einem kleinen Museum zur Stadtgeschichte Würzburgs.

Das Team „Loop“ möchte den Projektraum zu einem innerstädtischen, kommerziellen, sozialen wie kulturellen Treffpunkt werden lassen: Mit dem Symbol der Schleife als verbindendes, gemeinschaftliches wie identitätsstiftendes Element sollen Bewohner, Bürger und Schulen das Grundstück nutzen können sowohl für den Einzelhandel, die Gastronomie, als auch für ein Museum, als Sporträume, für ein Hostel, als sozial nutzbare und anmietbare Räumlichkeiten.

Eine andere Idee haben die Projektteilnehmer von „COEXIST“ vorgelegt: Sie könnten sich vorstellen, auf dem Gelände des Kardinal-Faulhaber-Platzes und des Mozart-Areals eine Plattform anzubieten für Hochschulabsolventen, Existenzgründer, junge Unternehmen sowie Selbstständige. Darüber hinaus könnten „Coworking Spaces“ bereitgehalten werden mit arbeitsplatznahen Wohnräumen.