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Litauische Medien, Geschichte und Politik: Medienmanagement-Studierende reisten nach Vilnius

09.11.2016 | Pressemeldung, FAS, FWiWi
Schwerpunkte: die Medienvielfalt und -reputation sowie die mediale Aufbereitung der jungen Geschichte des Landes

Sieben Studierende des Medienmanagement-Schwerpunkts Journalismus reisten unter der Leitung von Professor Dr. Alexander Godulla und in Begleitung des Lehrassistenten des Medienmanagements, René Anderl, für sechs Tage nach Litauen. In der Hauptstadt Vilnius beschäftigten sie sich vor allem mit den Mediensystemen des Landes. Besondere Schwerpunkte legten die Studierenden dabei auf die Medienvielfalt und -reputation sowie auf die mediale Aufbereitung der vergleichsweise jungen Geschichte des Landes.

Um fundierte Kenntnisse über die litauische Chronik zu erhalten, besuchte die Reisegruppe dazu zunächst mehrere historische Gedenkstätten und Museen. Unter anderem standen Besichtigungen des Holocaust Museums „Vilna Gaon Jewish State“ und des Museums für Genozidopfer „Genocido Auku Muziejus“ im ehemaligen KGB Gefängnis auf der Tagesordnung. Eingeladen wurden die Studierenden als Gäste der Faculty of Communication der Vilnius University. Von Kestutis Petrauskis, dem Beauftragten für Internationales der Fakultät, wurde die Reisegruppe in Vorträgen über die politische Situation, jüngere Geschichte und mediale Systeme Litauens informiert. Nach dem Vortrag erörterten die Studierenden in einer Debatte Unterschiede und Gemeinsamkeiten der litauischen und deutschen Polit- und Mediensysteme.

Während einer privaten Stadtführung von Kestutis Petrauskis hörten die Studierenden mehr über die Geschichte von Vilnius. Unter anderem erfuhr die Gruppe, welche weitreichenden Konsequenzen die deutsche und später die sowjetische Besetzung für die Bevölkerung gehabt hatte. Gemeinsam besuchten die Studierenden außerdem mehrere Kirchen und Sehenswürdigkeiten.

Um international einen Blick über den ‚Medienmanagement-Tellerrand’ zu werfen, besuchte die Reisegruppe im weiteren Wochenverlauf auch die Faculty of Social Policy an der Vilnius University. In einer Fragerunde erfuhren die Studierenden von einem Professorenteam rund um Professor Dr. Vida Gudzinskiene, der Vorsitzenden des Studiengangs Soziale Arbeit, mehr über die Fakultät. Die so gewonnene Information arbeitete die Reisegruppe die Woche über auf und erstellte daraus einen Leitfaden für auslandsinteressierte FHWS Studierende.

Zum Ende der Reise hin unternahm die Reisegruppe mehrere Ausflüge mit unterschiedlichen Zielen: So stand ein Besuch eines ehemaligen Atomwaffensilos auf dem Programm, das heute als Museum über die Zeit des Kalten Krieges informiert. Ebenso besuchten die Studierenden die ehemals deutsche Stadt Klaipėda im Norden des Landes und besuchten einen Vortrag über die Geschichte und die Arbeit eines dort noch heute ansässigen deutschen Vereins.