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Masterabsolvent Lukas Dürrbeck entwickelt digitales Buchhaltungssystem für Unternehmen in Tansania

27.07.2017 | Pressemeldung, FG
Social Business mit dem Ziel, Grundnahrungsmittel kostengünstig und zu stabilen Preisen anbieten zu können

Lukas Dürrbeck, Masterabsolvent der Fakultät Gestaltung an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, hat im Zuge seiner Masterarbeit, die sich kritisch mit den historischen Umständen der Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzt, ein digitales Buchhaltungssystem in Tansania entwickelt.

In dem ostafrikanischen Land nutzen die Menschen das Smartphone als Informations- und Kommunikationstechnologie – in der Entwicklungszusammenarbeit hat Dürrbeck noch Ausbau-Möglichkeiten gefunden: Mit seiner Masterarbeit, die von der Fakultät Gestaltung an der FHWS ausgezeichnet wurde mit dem „Bergkristall“-Preis, habe er sich zum Ziel gesetzt, eine Lücke zu schließen. „Dafür habe ich mit der Organisation `Flamingoo Foods` zusammengearbeitet, die sich zur Aufgabe gemacht hat, durch Transporte von Reis, Mais und Bohnen von Überschuss- in Krisengebiete ein robustes Netzwerk aufzubauen. Auf meiner dreiwöchigen Reise nach Tansania habe ich im September 2016 zusammen mit den Angestellten vor Ort deren Herausforderungen analysiert. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchhaltung als sehr aufwendig empfunden wurde.“ Diese sei größtenteils auf losem Papier mit Excel-Listen an verschiedenen Orten ausgeführt worden. Darüber hinaus seien durch viele Überträge regelmäßig weitreichende Fehler entstanden.

Zusammen mit den Angestellten habe er ein zentrales, flexibles Online-Buchhaltungssystem für kleine und mittelständische Unternehmen in Ostafrika entwickelt incl. einer Kassenansicht. Ziel sei es gewesen, die Buchhaltung einfach wie effizient zu gestalten. Das dahinterstehende System sollte so konzipiert sein, dass alle wichtigen Daten sofort einsehbar seien und auf Basis dessen das Unternehmen nachhaltig verbessert werden könne.

Die neu entwickelte Software wird seit Februar 2017 bei „Flamingoo Foods“ genutzt. Das Unternehmen, das seit Juli 2014 nationale und seit März 2015 internationale Nahrungsmitteltransporte bewegt, bietet in seinen Läden Mais, Bohnen und Reis an. Zwei deutsche Studenten haben ihre Fachkenntnisse dort einbringen können: Andreas Schlüter studierte Tropische und Internationale Forstwissenschaft und beschäftigte sich mit der Vorhersage von Maisproduktion in Tansania; Adrian Weisensee lebte im Rahmen seines Freiwilligen Sozialen Jahres in Musoma, Tansania - er verbesserte die Logistikkonzepte für den Nahrungsmittelhandel in Tansania.

Der Plan von „Flamingoo Foods“ sei es, als Social Business-Unternehmen auf soliden Beinen zu stehen und stetig zu wachsen, um mehr Bauern im ländlichen Gebiet den Absatz ihrer Ernte zu ermöglichen und um mehr Konsumenten in Hochpreisgebieten bezahlbare Nahrungsmittel anzubieten. Dies werde dazu beitragen, Grundnahrungsmittel kostengünstiger anbieten zu können und zu einer besseren Preisstabilität führen.

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Flying Flamingoo

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