FHWS Standort Münzstraße 19 in Würzburg

Mitglieder und Studierende der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften waren zu Gast in Finnland

Ausbau der Kooperationen mit drei finnischen Hochschulen und Besuch von intensivpädagogischen Auslandsmaßnahmen

Acht Mitglieder der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften sowie vier Studierende des konsekutiven Masterstudiengangs Soziale Arbeit nutzten eine fünftägige Fahrt nach Finnland, um die internationalen Kooperationen der Fakultät zu vertiefen und auszubauen.

Dies geschah im Rahmen von Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums eines intensivpädagogischen Auslandsprojektes, das der Verein „Erleben, Arbeiten und Lernen e.V.“ (EAL) in Kooperation mit der Diakonie Würzburg seit nunmehr zwanzig Jahren erfolgreich im Rahmen von Projekten auf bislang zwei Höfen in der Region Virtasalmi durchführt. Teilnehmer aus Deutschland und Finnland waren neben den Vereinsvorständen, Jugendamtsvertretern und Vertretern anderer Jugendhilfeeinrichtungen auch Vertreter von insgesamt vier Hochschulen. Verbindendes Element ist die langjährige erfolgreiche Kooperation mit dem von Professor Gunter Adams initiierten Projekt.

Für die Vertreter der Fakultät bot die Veranstaltung die Möglichkeit, um mit den Vertretern finnischer Hochschulen und der deutschen Praxis Gespräche über den Ausbau der Zusammenarbeit zu führen. Zu Beginn erhielten die Teilnehmer einen Einblick im Rahmen von Vorträgen und Präsentationen in das Studienangebot der Diakonischen Hochschule in Helsinki (DIAK). Insbesondere die internationalen, englischsprachigen Studiengänge in Global Health Care und im Bereich Social Services wurden dargestellt.

Im sich anschließenden Austausch zwischen der Internationalisierungsbeauftragen der Fakultät, Professorin Dr. Angelika Weber, dem Dekan Professor Dr. Ralf Roßkopf und Riikka Hälikkä, verantwortlich für internationale Kooperationen der DIAK, wurde eine Partnerschaft in Form eines „ERASMUS+“-Vertrages verhandelt. Dieser wird zukünftig sowohl die Studierenden-, als auch Dozentenmobilität beider Hochschulen ermöglichen. Anschließend besuchten die Teilnehmer zwei vom Verein EAL betriebene Bauernhöfe, auf denen intensivpädagogische Maßnahmen mit deutschen Jugendlichen durchgeführt werden. Die Höfe werden jedes Jahr von Würzburger Studierenden im Rahmen von Auslandsexkursionen besucht und durch Projekt- und Studienarbeiten begleitet. Ebenso wurde in der Vergangenheit ein Teil der projektbezogenen Begleitforschung im Rahmen von Bachelorarbeiten umgesetzt.

Im Rahmen von Vorträgen wurde die Entwicklung und Intensivierung des Projekts sowie die Arbeit der Kooperationspartner, wie beispielsweise auf einer Huskyfarm oder im Rahmen der Green Care-Initiative Finnland, dargestellt. Professor Juha Hämäläinen, Dekan der Fakultät Sozialwissenschaften an der Universität Ostfinnland in Kuopio und Doktorandin Vera Taube, Absolventin der FHWS, stellten ein derzeit laufendes Forschungsprojekt vor, in dessen Rahmen Konzepte für ein Handlungsmodell intensiver sozialpädagogischer Einzelbetreuung entwickelt werden sollen. Mit Professor Hämäläinen konnte ebenfalls ein Erasmus+ Abkommen verhandelt werden, welches in naher Zukunft verabschiedet werden soll. Auch Vertreterinnen der Universität Mikkeli, mit welcher bereits eine Kooperation besteht, waren auf den Höfen anwesend. Dies ermöglichte, dass Vereinbarungen für die zukünftige Gestaltung und die Intensivierung der bestehenden Partnerschaft zwischen FAS und der Universität Mikkeli getroffen werden konnte.

Die Teilnehmer der Finnlandfahrt erhielten über verschiedene Workshops die Gelegenheit, die praktischen Erfordernisse des täglichen Lebens auf den Höfen kennenzulernen und erlebnispädagogischen Aktivitäten nachzugehen. Begleitend erläuterten und erprobten die Studierenden des konsekutiven Masterstudiengangs Soziale Arbeit den Einsatz eines von ihnen überarbeiteten Evaluationsinstrumentes mit den Pädagogen und den von ihnen betreuten Jugendlichen.