Der Rundbau - Erkennungsmerkmal des Campus 1 am FHWS Standort in Schweinfurt

Musik benötigt keinen Dolmetscher: Von der Vielfältigkeit der Musiktherapie bei Behinderung und Demenz

29.09.2016 | Pressemeldung, FAS
65 Teilnehmer nahmen an der „3. Würzburger Tagung zur Musiktherapie bei Behinderung und Demenz“ teil

Parallel zum Welt-Alzheimertag am 21. September, zur räumlichen Nähe des Geburtsortes Marktbreit von Alois Alzheimer sowie zur Woche der Demenz vom 19. bis 25. September fand die zweitägige „3. Würzburger Tagung zur Musiktherapie bei Behinderung und Demenz“ der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) in den Tagungsräumen des Museums im Kulturspeicher Würzburg statt. 65 Teilnehmer aus dem In- und Ausland besuchten die siebzehn Fachvorträge des Masterstudiengangs „Musiktherapie für Menschen mit Behinderung und Demenz“ in Würzburg.

Professor Dr. Thomas Wosch, Master-Studiengangsleiter, der Präsident der FHWS, Professor Dr. Robert Grebner und die Dekanin Professorin Dr. Dagmar Unz begrüßten die Anwesenden. Zugeschaltet über Videokonferenz sprach die Musiktherapeutin Professor Dr. Suzsanne Hanser vom Berklee College of Music Boston / USA Grußworte an alle Teilnehmer. Hanser leitet im spanischen Berklee Campus in Valencia ebenfalls eine Musiktherapie- und Alzheimerwoche mit vielen Aktivitäten im Rahmen des dortigen „Remembering music“.

Die Themen der in deutscher wie englischer Sprache referierten Vorträge umfassten das breit gefächerte Spektrum der Einsatzmöglichkeiten der Musiktherapie bei Behinderung und Demenz. Sie reichten von Themen wie der „Sprachförderung in der Musiktherapie für Kinder mit Behinderung“ über die „Musiktherapie in der Palliativversorgung“, die „Musiktherapie als Unterstützung in den Bereichen Nahrungsaufnahme und Kommunikation in der Altenpflege“ bis hin zur „Musiktherapie mit älteren Flüchtlingen. Empirische Untersuchung und Diskussion zur Bedeutung von Werten in der Musiktherapie“.

Als Referenten standen folgende zwanzig nationale wie internationale Musiktherapeuten auf dem Programm: Professor Dr. Esa Ala-Ruono aus Finnland (Präsident der European Music Therapy Confederation, Lehrender im FHWS-Master, keynote-speaker), Claudia Berger aus Bamberg*, Magdalena Brunner aus Bad Kötzting*, Professorin Dr. Stine Lindahl Jacobsen aus Dänemark (Lehrende im FHWS-Master, keynotespeaker), Professorin Dr. Dorothea Muthesius aus Berlin (Lehrende im FHWS-Master), Laura Ottermann aus Heidelberg*, Carina Petrowitz aus Würzburg*, Shanti de Racskai Robert aus Würzburg*, Dr. Melanie Voigt aus München (Lehrende im FHWS-Master), XinSheng Lo aus Singapur*, Gao Zhi aus China*, Julia Kraus aus Bamberg*, Sofie Ohm aus Würzburg*, Andrea Schäfer aus Eisenfeld*, Johanna Schroth aus München*, Evan Williams aus Reichenberg*, Eri Shimagaki aus Japan*, Sibylle Unser aus Schweinfurt sowie Professor Dr. Thomas Wosch aus Würzburg (alle mit* Gekennzeichneten sind gerade absolvierende Masterstudierende der Musiktherapie der FHWS, die Teile ihrer Masterarbeitsuntersuchungen als Abschluss des Studiums präsentierten).

In Deutschland sind 2.500 Musiktherapeuten im Einsatz, sechs Hochschulen bieten bundesweit Musiktherapie als Hochschuldisziplin an. An der Hochschule Würzburg-Schweinfurt wird das Masterstudium mit seinem weltweit einzigartigen Themenschwerpunkt „Musiktherapie für Menschen mit Behinderung und Demenz“ erstmals seit 2010 angeboten.

Parallel passend ist die Ausstellung „Kunst und Demenz. Verborgene Schätze” bis zum 9. Oktober zu sehen im Museum im Kulturspeicher Würzburg.

Weitere Informationen unter Musiktherapie