Studierende vor dem Haupteingang der FHWS in Schweinfurt

Musiktherapie: Studierenden- und Dozentenaustausch mit der Universität Jyväskylä aus Finnland

22.12.2015 | FAS, Pressemeldung

Im Oktober und Dezember 2015 gab es im Vertiefungsmodul Musiktherapie in der Sozialen Arbeit im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit einen internationalen Austausch mit dem Erasmus-Partner Universität Jyväskylä / Finnland. Im Oktober waren 14 Studierende und Vertiefungsmodulleiter Professor Dr. Thomas Wosch eine Woche an der Partneruniversität.

Wosch referierte dort über Lehrgebiete, die es an der Partneruniversität nicht gibt und die damit einen besonderen internationalen Input in Jyväskylä darstellen. Eine weitere Besonderheit war dabei, dass dies gemeinsam für die Studierenden der Musiktherapie der Uni Jyväskylä und die FHWS-Studierenden des BSA-Vertiefungsmoduls geschah. Die Teilnehmer konnten interkulturelle Dimensionen in Übungen zum Einsatz von Alltagsmusik in der Musiktherapie bei Demenz erreichen, in denen sie die Grundlagen des musikalischen Materials von den deutschen, finnischen und vielen internationalen Studierenden der Musiktherapie an der Partneruniversität europaweit und darüber hinaus erarbeiteten und austauschten.

Direkte Einblicke in die Umsetzung der finnischen Musiktherapieansätze bei Klienten erhielten die FHWS-Studierenden in der Beobachtung der im finnischen Studium inbegriffenen Ambulanztätigkeit der finnischen Studierenden und deren Supervision durch die finnischen Kollegen. Die technische Ausstattung der Universitätsambulanz ist hervorragend.

Im Dezember kamen die beiden finnischen Kollegen Professor Dr. Jaakko Erkkilä und Professor Dr. Esa Ala-Ruona nach Würzburg und lehrten im Vertiefungsmodul Musiktherapie zwei Bereiche, die in Würzburg nicht angeboten werden: die Musiktherapieansätze der Integrative Improvisational Music Therapy insbesondere in der Depressionstherapie und die funktionelle Musiktherapie bei Schlaganfall, die mit Vorlesungs- und Übungsteilen vorgestellt wurden. Neu waren zu deren Grundlegung viele Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus den neurowissenschaftlichen sowie musikalischen Software-Analyse-Untersuchungen an der Universität Jyväskylä. Dies waren auch die Themen der Forschungsgespräche zur Fortsetzung und zum Ausbau der Forschungskooperation zwischen der Universität Jyväskylä und der FHWS.