Hochschulgebäude am Sanderring 8 a in Würzburg

Prämierung des Siegerentwurfs des städtebaulichen Wettbewerbs für die ehemalige Ledward-Kaserne

Die FHWS in Schweinfurt kann auf dem neuen Areal mit i-Campus und i-Factory expandieren und neue Impulse setzen

Im Rahmen der laufenden Militärkonversion hat die Stadt Schweinfurt gemeinsam mit dem Freistaat Bayern für die frühere Ledward-Kaserne an der Niederwerrner Straße einen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt - aus 25 Konzepten wählte die Jury das Siegerteam aus: die Hamburger Städtebauer Winking Froh Architekten sowie den Berliner Landschaftsarchitekten Frank Kiessling.

Oberbürgermeister Sebastian Remelé informierte über die Wettbewerbsbedingungen: Zum einen sollte das Areal, auf dem 1934 Wehrmachtskasernen gebaut und diese später von den Amerikanern genutzt wurden, als Teil der Schweinfurter Geschichte erhalten bleiben. Zum zweiten war Bedingung, dass die Belange der Hochschule mit ihrem Bedürfnis nach Erweiterung Rechnung getragen werde, und darüber hinaus sollten die Konzepte der weiteren städtebaulichen Entwicklung Raum lassen und zentrale Flächen für die kommenden zwei Jahrzehnte bereithalten.

Der Baureferent Ralf Brettin hob hervor, dass das Raumprogramm für die Hochschule bereits vorliege, der Ort für eine mögliche Landesgartenschau der Stadt Schweinfurt berücksichtigt worden sei. Zudem habe man Wert darauf gelegt, dass die Kasernen-Blockstruktur erhalten bleiben solle.

FHWS-Präsident Professor Dr. Robert Grebner unterstrich den Aspekt, dass das ehemalige Ledward-Gelände zum einen nah zum Campus I der Hochschule liege, des Weiteren die Hochschule skalierbar sein müsse für ihre Erweiterung auf um 2.000 ausländische Studierende. Die FHWS unterstütze und fördere die Wirtschaft der Stadt, mit dem Angebot einer i-Factory könne sie mit der digitalen Produktion neben den bisherigen Schweinfurter Standbeinen der Industrie und Kultur einen weiteren wichtigen Impuls geben.

Der Architekt Professor Bernhard Winking gab eine kleine Einführung in die Herangehensweise hin zum Siegerkonzept: Martin Froh und er hätten sich vorab u.a. die Kaserne, die örtliche Struktur, Stadt und Umgebung angesehen, ehe sie die komplexen Zusammenhänge so lange bearbeitet hätten, bis sie ihnen einfach und darstellbar erschienen. Die bisherige Achse des Militärs hätten sie nicht übernommen als neue Achse für die Hochschule – das sei eine andere Zeit gewesen und könne nun neu gedacht werden.

Die Ausstellung der Entwürfe im Oberen Foyer des Schweinfurter Theaters, Roßbrunnstraße 2, ist öffentlich zugänglich von Montag bis Freitag, 10 - 16 Uhr, Samstag, 10 - 14 Uhr sowie während der Theatervorführungen. Die Ausstellung endet am Samstag, 5. März, 14 Uhr.