Studentinnen im Gespräch

Projekte der Musiktherapie von Strafvollzug bis Demenz, von Trauma-Bearbeitung bis Schizophrenie

15.03.2016 | Pressemeldung, FAS
Regionale wie internationale Praxisangebote mit Großbritannien, Dänemark, den USA und der Schweiz

Im ersten Quartal 2016 sind im Februar 2016 fünf Praxisprojekte des Vertiefungsmoduls Musiktherapie im Bachelor Soziale Arbeit abgeschlossen wurden. Diese haben neue Anwendungsbereiche erschlossen und entwickelt. Konkret waren das Projekte in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber Würzburg, in der Sozialtherapeutischen Abteilung für Sexualstraftäter in der Justizvollzugsanstalt Würzburg, in der Christophorusschule Würzburg, ein Projekt für Geschwisterkinder von in kinderonkologischer Behandlung befindlichen Kindern des Universitätsklinikums Würzburg sowie ein Projekt für häuslich gepflegte Demenzbetroffene und deren pflegende Angehörigen in der Hochschule Würzburg-Schweinfurt.

Erstmals gab es für notwendige Materialien eine Förderung für die letzten beiden Projekte durch die Alzheimergesellschaft Würzburg / Unterfranken e.V. und durch die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V. Innovativ war die Entwicklung einer Angehörigenschulung zur Nutzung von Musik in der Pflege von Demenzbetroffenen, die Entwicklung der neuen Methode Audiodrama für Geschwisterkinder, der Einsatz von Community Music Therapy in der Gemeinschaftsunterkunft, die Stärkung von Selbstwirksamkeit durch kreatives Explorieren sowie der Einsatz von IPad-Anwendungen im Songwriting.

Im Januar 2016 konnten die Studierenden des Vertiefungsmoduls Musiktherapie in der Sozialen Arbeit zudem in der Erasmus-Doz-In Lehre von Eleanor Richards von der Anglia Ruskin University Cambridge / Großbritannien in der FHWS internationale Modelle zur Traumabearbeitung mit musiktherapeutischen Mitteln kennenlernen, die aktuell z.B. in der Bearbeitung Posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS) eine wichtige Rolle spielen, sowie zur Arbeit mit Erwachsenen mit Behinderung. Dieses Angebot wurde von weiteren Studierenden des Masters Musiktherapie genutzt.

Im März 2016 war Professor Dr. Thomas Wosch von der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften in der Erasmus-Doz-Out Lehre an der Universität Aalborg / Dänemark. Dort führte er die Aalborger Studierenden in Grundlagen und Methoden der Musiktherapie bei akuten schizophrenen Störungen sowohl mit eigenen Modellen, als auch Ansätzen aus der Schweiz und den USA ein. Weiterhin wurden Kooperationsgespräche zu einem aktuellen EU-Forschungsantrag mit Partnern von der Music Informatics and Cognition Group der Universität geführt.