Studierende vor dem Haupteingang der FHWS in Schweinfurt

Sicherheit bei Rock im Park – Institut IREM betreut weitere studentische Abschlussarbeit zum Sicherheitskonzept

18.09.2017 | Pressemeldung, FWiWi
Das Thema von Julian Lother: „Besondere Einsatzlagen im Verlauf einer Großveranstaltung aus Sicht des Veranstalters“

Die geänderte Sicherheitslage in Deutschland spiegelt sich auch in den Abschlussarbeiten am Institut für Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement (IREM) wider. Im Zusammenhang mit dem Open-Air-Festival Rock im Park, das alljährlich in Nürnberg stattfindet, befasste sich Julian Lother, Student der Betriebswirtschaftslehre der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, mit dem Thema: „Besondere Einsatzlagen im Verlauf einer Großveranstaltung aus Sicht des Veranstalters“.

Der Inhalt erstreckte sich von einer Herangehens¬weise zur Reduktion möglicher Gefahrenquellen und sollte mögliche Bewältigungsstrategien auf¬zeigen. Dem Bearbeiter kam dabei zugute, dass er seit Jahren selbst im engeren Organisationszirkel des Veranstalters tätig ist und daher die so genannten Standardgefahrensituationen bereits aus eigener Erfahrung kennt und diese bei der Bewertung einfließen kann – er aber auch die Grenzen der bisherigen Bewältigungsstrategien einzuschätzen weiß.

Von unschätzbarem Wert war in diesem Zusammenhang, so Institutsleiter Professor Dr. Peter Bradl, dass der Veranstalter selbst die Bearbeitung der Fragestellung unterstützte und dies bereits im Vorfeld klar kommunizierte. Dadurch konnte Julian Lother bei seinen Recherchen auch auf die jeweiligen Kompetenzträger zugehen und seine Ideen mit diesen diskutieren.

In diesem Zusammenhang habe sich erneut gezeigt, dass die verantwortlichen Personen beim Veranstalter ARGO Konzerte GmbH selbst ein Interesse an der Weiterentwicklung der Sicherheit bei Rock im Park sowie anderen Festivals oder Veranstaltungen haben. Bereits das bestehende Sicherheitskonzept sei sehr umfassend und werde ständig, basierend auf den aktuellen Erfahrungen, überarbeitet und aktualisiert. Konzepte wie dynamische Besucherleitsysteme, klar ausgewiesene Evakuierungsflächen oder auch das bei den Besuchern bekannte Konzept der Schutzengel seien nur einige Beispiele hierfür.

Der Veranstaltungsleiter von Rock im Park, Martin Reitmaier: „Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der Hochschule sehr und freuen uns, dass wir die Veranstaltung unter anderem auch durch Impulse der Studenten stetig weiter entwickeln können und hiermit europaweit Maßstäbe setzen.“

Bereits 2016 konnte sich ein Student am IREM mit der Unterstützung der Festivalleitung von Rock im Park, Martin Reitmaier sowie Peter Pracht, mit der wissenschaftlichen Betrachtung der Sicherheit bei Großveranstaltungen befassen. Damals stand die sanitätsdienstliche Versorgung im Vordergrund und damit ein anderer Fokus als in diesem Jahr. In beiden Fällen sei, so Bradl weiter, die Befürwortung durch den Veranstalter unverzichtbar, und die Studierenden sowie die Mitarbeiter von IREM wären sich der steten Unterstützung bei Fragen oder Zugang zu besonderen Bereichen gewiss gewesen.

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